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	<title>Anstoß Online</title>
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		<title>Sport-Stammtisch (vom 19. Mai/1. Fassung)</title>
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		<pubDate>Fri, 18 May 2012 11:57:47 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[gw-Beiträge Anstoß]]></category>

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		<description><![CDATA[Unabhängig vom DFB-Urteil: Ob in Duisburg oder Düsseldorf – das Beängstigende ist immer der Mensch in der Masse. In Düsseldorf hätte trotz »nur« überschäumender Euphorie Schlimmstes passieren können. Man stelle sich bloß vor, beim Stürmen von den Tribünen aus wäre ein Kind gestolpert – in einem Domino-Effekt hätte die wogende Masse Dutzende zu Tode drücken [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unabhängig vom DFB-Urteil: Ob in Duisburg oder Düsseldorf – das Beängstigende ist immer der Mensch in der Masse. In Düsseldorf hätte trotz »nur« überschäumender Euphorie Schlimmstes passieren können. Man stelle sich bloß vor, beim Stürmen von den Tribünen aus wäre ein Kind gestolpert – in einem Domino-Effekt hätte die wogende Masse Dutzende zu Tode drücken können. Ein wahres Wunder, dass niemand verletzt wurde.<br />
*</p>
<p>Viele haben jetzt Patentrezepte zur Hand. Ich nicht. Die Aufregung wird sich legen, und irgendwann wird irgendwo wieder ähnliches geschehen. Natürlich wäre es schön, wenn sich die Hoffnung der FAZ erfüllen würde: »Auf Dauer hilft nur die Einsicht des Publikums weiter.« Aber so ist er nicht, der Mensch, schon gar nicht in der Masse.<br />
*<br />
Über das Mensch-in-der-Masse-Phänomen hatte ich schon aktuell im Blog »Sport, Gott &amp; die Welt« geschrieben, aber »vielleicht wird das Problem verkürzt, wenn man nur den Schwarm sieht, der losrennt, wenn einer rennt«, meint dazu Paul-Ulrich Lenz aus Schotten: »Mich beschäftigt die Parallelität dieser Kölner/Karlsruher/Düsseldorfer Ereignisse mit dem Auftreten angeblicher Eliten in Talk-Shows. Was ich da an Alleinvertretungsanspruch erlebe, an Respektlosigkeit, an Ich-Bezogenheit, an Unfähigkeit, den anderen zu Wort kommen zu lassen, das spiegelt sich in dem Verhalten der Fans. Und in den Talk-Shows sind es Einzelne, Gebildete, Bürgerliche! Kein Schwarm-Verhalten.« – Stimmt. Meine Masse-Erklärung greift wohl zu kurz.<br />
*<br />
Verlagern wir das Problem lieber auf eine mir näher liegende etwas unernstere Seite: Ob akustische Waffen helfen? Sie gehören jedenfalls zum Sicherheitskonzept bei den Olympischen Spielen in London. Dort könnte man auf Hoffenheimer Know-how zurückgreifen: Im letzten Sommer wurde dort der Gästeblock infernalisch beschallt, weil BVB-Fans »Hurensohn Hopp« krakeelten. Der tief verletzte Hopp klagte: »Wer meine Mutter kennt, weiß, was für eine herzensgute Frau sie war.« BVB-Fans nutzten die Steilvorlage zu einem unvergesslichen Spruchband: »Dietmar Hopp, du Sohn einer Hupe!«<br />
*</p>
<p>Hoffentlich enden jetzt wenigstens die absurden Debatten über »Pyrotechnik«. Diesen Euphemismus für durchgeknallte Zündelei und Knallerei kann ja nun wirklich kein Fan und kein klammheimlicher Ultra-Beschwichtiger in den Vorständen noch für diskutabel halten.<br />
*<br />
Erstaunlich altersmilde und entspannt reagierte Otto Rehhagel, beinahe hätte ich ihm eine späte Sympathie-Plakette verliehen, doch dann leistete er sich einen akustischen Offenbarungseid, indem auch er den meistzitierten Satz erfolgloser Trainer in den Mund nahm: »Ich kann nicht selbst die Tore schießen.« Da klingt Opa Otto wie Mutti Merkel: »Ich stand ja nicht zur Wahl.«<br />
*<br />
In diesem Zusammenhang: Seehofers Nachinterview-Interview gilt als großer journalistischer ZDF-Coup. Endlich mal ein Politiker, der Klartext redet, wenn auch ungeplant, quasi privat, off the record, nach der Sendung! Heißt es. Ach, liebe Kollegen, das war kein journalistisches, sondern ein politisches Meisterstück – wer glaubt, Seehofer habe das nicht genau so geplant, wie es gelaufen ist, der unterschätzt ihn sträflich.<br />
*<br />
Jetzt aber beginnt der Countdown zum großen Finale. Heute sind wir alle Bayern-Fans &#8230; ich weiß, ich weiß, Widerspruch regt sich, auch von sehr geschätzten Anstoß-Lesern, also: Heute sind wir fast alle Bayern-Fans, und zur Mutmachung steuere ich munter gegen den Trend: Im Pokalfinale sah man, dass Bayern im Prinzip doch noch etwas besser ist als der BVB, dass aber das Prinzip Klopp dem Prinzip Heynckes klar überlegen ist. Für heute ist dies aber kein Grund zum Pessimismus. Gegen Barcelona, diese einmalige, ausgereifte Altversion der reifenden jungen BVB-Schwarmwilden, hätten die Münchner trotz der à la Oswald Spengler beginnenden Untergangsphase der abendländischen Barca-Hochkultur keine Chance. Chelsea dagegen scheint der ideale Bayern-Gegner zu sein: Große, gestandene Alt-Helden mit Fußball als klotziger Hausmannskost, wobei München aber gegenhalten kann und zudem spielerisch/dynamisch im Vergleich zu Chelsea wirkt wie der BVB gegenüber den Bayern. Nun gewinnt mal schön, egal ob schön oder nicht. (gw</p>
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		<title>Paul-Ulrich Lenz zur Masse-Mensch-Meinung</title>
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		<pubDate>Fri, 18 May 2012 11:37:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gw</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es waren Bilder, die ich nicht sehen will: &#8220;Fans&#8221;, die mit Feuer hantieren, &#8220;Fans, die den Platz stürmen. Ein vergleichbarer Platzsturm in der Kreisoberliga hätte zwingend den Spielabbruch herbei geführt. Aber weshalb ich mich melde: Vielleicht wird das Problem verkürzt, wenn man nur den Schwarm sieht, der los rennt, wenn einer rennt, der saß haben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es waren Bilder, die ich nicht sehen will: &#8220;Fans&#8221;, die mit Feuer hantieren, &#8220;Fans, die den Platz stürmen.<br />
Ein vergleichbarer Platzsturm in der Kreisoberliga hätte zwingend den Spielabbruch herbei geführt.<br />
Aber weshalb ich mich melde: Vielleicht wird das Problem verkürzt, wenn man nur den Schwarm sieht, der los rennt, wenn einer rennt, der saß haben will oder seine Aggressionen austobt.<br />
Mich beschäftigt die Parallelität dieser Kölner/ Karlsruher/ Düsseldorfer und &#8211; zu meinem Schmerz schon im Dezember &#8211; Nürnberger Ereignisse mit dem Auftreten angeblicher Eliten in Talk-Shows &#8211; bei Maischberger, Will, Illner etc, also öffentlich-rechtlich. Was ich da an Alleinvertretungsanspruch erlebe, an Respektlosigkeit, an Ich-Bezogenheit, an Unfähigkeit, den anderen zu Wort kommen zu lassen und auch nur zu versuchen, ihn zu verstehen, das spiegelt sich in dem Verhalten der Fans. Und in den Talk-Shows sind es Einzelne, Gebildete, Bürgerliche! Kein Schwarm-Verhalten.<br />
Ich höre öfters den Satz: &#8220;Wer Eintritt bezahlt hat, der darf&#8230;.&#8221; Ist das so &#8211; dass ich ein Recht habe,- erkauft habe oder zugestanden durch die Einladung in eine Talk-Show  -  auf meine Ungezogenheiten, Maßlosigkeiten, meinen Spaß, meine Rücksichtslosigkeiten?<br />
Da ich ja &#8211; eingestandenermaßen &#8211; ein alltäglicher Bibelleser bin, hier die Worte, denen ich heute morgen begegnet bin: &#8220;&#8230;die Menschen werden viel von sich halten, geldgierig sein, prahlerisch, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, gottlos, lieblos, unversöhnlich, verleumderisch, zuchtlos, wild, dem Guten Feind,&#8230; ( 2. Timotheus 3 )<br />
Das ist eine Bestandsaufnahme von vor fast 2000 Jahre, aber sie liest sich so elend aktuell! (Paul-Ulrich Lenz , Schotten)</p>
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		<title>Freitag, 18. Mai, 10.45 Uhr</title>
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		<pubDate>Fri, 18 May 2012 08:54:49 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Blog – Sport, Gott und die Welt]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit der Kolumne warte ich nicht, bis das Urteil da ist, zumal mir anderes wichtiger ist (Mensch in der Masse), aber ich kann ja mal tippen: Das Ergebnis bleibt, da Tatsachenentscheidung des Schiedsrichters, und die ist eine Heilige Kuh. Mir ist egal, wie&#8217;s ausgeht, da zu beiden Mannschaften größtmögliche Ferne. Rund wird&#8217;s nächste Saison gehen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit der Kolumne warte ich nicht, bis das Urteil da ist, zumal mir anderes wichtiger ist (Mensch in der Masse), aber ich kann ja mal tippen: Das Ergebnis bleibt, da Tatsachenentscheidung des Schiedsrichters, und die ist eine Heilige Kuh. Mir ist egal, wie&#8217;s ausgeht, da zu beiden Mannschaften größtmögliche Ferne. Rund wird&#8217;s nächste Saison gehen, wenn Eintracht und Fortuna zwei Abstiegsendspiele spielen. Ganz eng wird es für den Herthaner, der Stark geschlagen haben soll. Das könnte eine Rekordsperre geben.</p>
<p>Heute wieder die kleine Runde, mit Extraschleife um die Solaranlage. Auf dem ganzen früher zugewachsenen Gelände wächst kaum noch ein Grashalm, obwohl der Boden hier sonst alles wild wuchern lässt. Da müssen Hektoliter an Vernichtungsmitteln geflossen sein. Aber sicher ökologisch höchst korrekt. Nicht korrekt gestern: Es sind nicht fünf, sondern sechs Bauernhöfe, die auf der Route liegen. Und der Rehbock will sich nicht ins Standardprogramm eingliedern lassen, er hat heute geschwänzt. Wenigstens die Hausfrauen (heute im Duo) waren superpünktlich, 9.30 nicht in (dann müsste es ja 9.35 sein), sondern ca. 400 Meter vor der Kurve. Wenn schon, denn schon korrekt: Pferde gezählt, auf der kleinen Runde waren es genau 50. Jetzt ran an die Samstags-Kolumne.</p>
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		<title>Dr. Sylvia Börgens zur Nach-Lese</title>
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		<pubDate>Thu, 17 May 2012 10:16:26 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Noch ein Nachtrag zu Ihrer Nachlese vom letzten Samstag (Künstler und ihre Rezensenten): &#8220;Unser Dichterfürst&#8221; konnte schon recht grobschlächtig sein. Geradezu feinsinnig war da Max Reger, der einem Kritiker nach einem Verriss schrieb: &#8220;Mein Herr! Ich sitze im kleinsten Raume meines Hauses und lese Ihre Kritik. Noch habe ich sie vor mir &#8230; Hochachtungsvoll! Max [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Noch ein Nachtrag zu Ihrer Nachlese vom letzten Samstag (Künstler und ihre Rezensenten): &#8220;Unser Dichterfürst&#8221; konnte schon recht grobschlächtig sein. Geradezu feinsinnig war da Max Reger, der einem Kritiker nach einem Verriss schrieb: &#8220;Mein Herr! Ich sitze im kleinsten Raume meines Hauses und lese Ihre Kritik. Noch habe ich sie vor mir &#8230; Hochachtungsvoll! Max Reger&#8221; (Dr. Sylvia Börgens, Wölfersheim)</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Donnerstag, 17. Mai (Himmelfahrt), 10.15 Uhr</title>
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		<pubDate>Thu, 17 May 2012 08:35:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gw</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich hab&#8217;s. Kürzlich in einem Zeit-Interview mit Handke/Bondy gelesen: &#8220;Alec Guinness hat einmal gesagt, er sei sich immer wie ein Hochstapler vorgekommen, er war ein Leben lang ein Kind, das einen Erwachsenen gespielt hat, und er war überzeugt davon, dass seine Umgebung ihm draufkommt und ihn im nächsten Moment auffliegen lässt.&#8221; Ich und Alec! Und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hab&#8217;s. Kürzlich in einem Zeit-Interview mit Handke/Bondy gelesen: &#8220;Alec Guinness hat einmal gesagt, er sei sich immer wie ein Hochstapler vorgekommen, er war ein Leben lang ein Kind, das einen Erwachsenen gespielt hat, und er war überzeugt davon, dass seine Umgebung ihm draufkommt und ihn im nächsten Moment auffliegen lässt.&#8221; Ich und Alec! Und ihr doch auch, ihr abängstenden Machmänner!</p>
<p>Abängstende Machmänner: Soeben noch einmal nachgelesen, wie ich darauf komme. Hab mal in einer Rezension geschrieben: <em>Im digitalen Grimm kann man sich festlesen wie in einem spannenden Roman. Wie reich doch die deutsche Sprache ist! Und wie sehr sie verarmt! Zu Unrecht vergessen sind wunderschöne Wörter wie »abängsten«, durch Angst ermatten, im Grimm mit einem Gryphius-Zitat belegt: »in Jesus namen ruft mein abgeängster geist aus dieser todtengruft.« Todtengruft &#8211; das »dt« wurde erst in der Rechtschreibreform von 1901 abgeschafft, wie auch das »th« in Thal, Urtheil &#8211; oder in »betheren«, in dem kaum jemand das heutige »beteeren« vermuten dürfte. Abgeschafft bzw. zu Unrecht vergessen ist auch der »Machmann«, obwohl er die Mehrzahl unserer heutigen männlichen (Fernseh-)Prominenz treffend charakterisiert: »einer, der einen mann macht, nur vorstellt, ohne es zu sein, scheinfigur.« Aber sind wir nicht alle nur abängstende Machmänner</em>?</p>
<p>Zurück zu den Hausfrauen. Wenn ich ihnen in der Kurve kurz vor dem Dorf  begegne, ist es viertel vor zehn, wenn ich sie erst von oben herunterkommen sehe, wenn ich schon wieder in den Wald Richtung Parkplatz einbiege, ist es erst viertel nach neun. Meistens begegne ich ihnen um 9 Uhr 35  in der gefährlichen Kurve, in der sich der alte Klassenkamerad die Rippen prellte, weil ich vergessen hatte, ihn vor einer gefährlichen Kurve zu warnen. Heute sehe ich sie überhaupt nicht, denn es ist erst acht. Jetzt ist es halb elf, und wie jeder lesen konnte, ist das Tagesarbeitsprogramm nicht so stressig, um nicht ellenlang rumzurhabarbern, und das nicht einmal als Stein(es)bruch für die Zeitungskolumnen, sondern als reine, zeitungsunverwertbare Bloggerei, vulgo Geschwätz. Für den Sport-Stammtisch werde ich morgen aber noch in dieser Blog-Woche fündig (Relegation und Bayern). Bis dann.</p>
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