Archiv für die Kategorie »Mailbox«

Paul-Ulrich Lenz: Befreiungsschlag?

Läuten Sie den Rückzug ins Schweigen ein?
Oder nur den Abschied von einer exzessiven Zeitungslektüre unter der Fragestellung: Was kommt in diese Rubrik? Dann wäre das ein Befreiungsschlag durch Selbstentpflichtung. Dazu dann herzlichen Glückwunsch. (Paul-Ulrich Lenz, Pfr.i.R./Schotten)

Veröffentlicht von gw am 5. Dezember 2019 .
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Kai Michel: Provinz und Physiognomie

In Ihrem Sport-Stammtisch vom 1.12.2019 weisen sie auf die Aktualität eines Ihrer Beiträge von vor 20 Jahren hin und erwähnen in diesem Zusammenhang die damalige Bildung rein ethnischer Vereine durch den Hessischen Fussballverband. Kurden seien dann gegen Türken, Kroaten gegen Serben und Araber gegen Maccabi-Clubs angetreten „ … und füllten die alte Phrase vom Sport als Kriegsersatz mit neuem Leben und Gewalt.“. Die aktuelle Diskussion über die Eskalation der Gewalt im Amateurfussball kam auf, nachdem ein Spieler des FSV Münster einen Schiedsrichter k.o. geschlagen hat. Der Schiedsrichter selbst hat sich mittlerweile klar von der entstandenen Debatte über Nationalität und Herkunft des Spielers distanziert. Ich teile seine Meinung und sehe in Ihrem Artikel keine Aktualität und eine falsche Perspektive im Blick auf die aktuelle Problematik.

Ansonsten gefällt mir Ihr Sport-Stammtisch sehr! Ich habe wie Sie einen Sinn für Humor und feinsinnige Ironie, doch Ihr Beitrag zu den E-Roller-Fahrern hat mir kein Schmunzeln auf meine Lippen gezaubert: „Beide … physiognomisch offenbar Besucher aus der deutschen Provinz. Wacklig fahrend …“. Ich war selbst neulich auf der Zeil. Vorweihnachtszeit. Konsumgesellschaft. Auf den Gedanken, von der Physiognomie der Menschen auf ihre provinzielle Herunft zu schliessen, wäre ich gar nicht erst gekommen. Ich habe andere Dinge beobachtet, die mich sehr nachdenklich gestimmt haben. Aber das ist ein anderes Thema … und hat mit Sport nicht allzu viel zu tun! (Kai Michel/Friedberg)

Veröffentlicht von gw am 5. Dezember 2019 .
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Arno Baumgärtel: Broder

Zugegeben, Henryk M. Broder ist mir nur mehr aus einer fernen Vergangenheit (zehn Jahre plus) als scharfzüngiger Publizist und heller Kopf in Erinnerung. Spätestens seit seiner Beteiligung am „Achgut“-Portal* habe ich den Eindruck, dass er seinen Intellekt bei den Neurechten abgegeben hat.  Achgott, Broder, where art thou?

Greta verhaltensgestört? Sie hat eine Haltung, die, ob sie uns zusagt oder nicht, gewendeten Gesinnungsgenossen lästig ist. Und vom Python’schen Humor versteht er erst recht nichts. (Arno Baumgärtel/Gießen)

* „Die Achse des Guten“

Veröffentlicht von gw am 27. November 2019 .
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Michael Fliegl: Broder

Wenn H. M. Broder den Äther mit seinen Worten füllt, sticht einem
unweigerlich der Geruch geistiger Inkontinenz in die Nase. (Michael Fliegl/Mücke)

 

Veröffentlicht von gw am 27. November 2019 .
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Arno Baumgärtel: Plusquamperfekt

Als Lateiner könnte ich was über das Plusquamperfekt sagen, das Perfekt im Unterschied zum Imperfekt. Das alles kam auch im Deutschunterricht nicht zu knapp vor. Ich lasse das aber. Erschwerend kommt hinzu, dass ja die säuberliche Trennung der Tempi wie im Schriftlatein bei Sprachen mit viel Idiomatiken zum guten Teil sinnlos ist. Das Verhältnis ungefähr wie digital zu analog. Und vom hessischen Genitiv haben wir noch gar nicht gesprochen.

Ich weiß nicht, was Ihr Grammatikehrer empfähle, aber Mittelhochdeutsch, da habe ich was für Sie (welche Werbung war das noch gleich?):

Ich sih die liehte heide in gruner varwe stan
dar suln wir alle gahen,
die sumerzit enphahen…*

Aus den Carmina Burana und als Zitat aus dem Roman „Ubik“ des geschätzten Autors Philip K. Dick. Hier geht’s um den Sommer und wie blöd der Winter ist. Und ein Stück weit, denke ich, auch der progressive Alttag. (Arno Baumgärtel/Gießen)

* Im Zusammenhang:

Ich wil den sumer gruzen, | Ich will den Sommer grüssen,
so ih besten chan, | wie ich am besten kann,
der winder hat mir hiure | der Winter hat mir heuer
leiden vil getan, | Leides viel getan,
des wil ich in rufen | deswegen will ich ihn rufen
in der vrowen ban. | in der Dame Bann.
Ich sih die liehte heide | Ich sehe die lichte Heide
in gruner varwe stan, | in grüner Farbe stehen,
dar suln wir alle gahen, | dahin sollen wir alle gehen,
die sumerzit enphahen; | die Sommerzeit empfangen;
des tanzes ich beginnen sol, | des Tanzes ich beginnen soll,
wil ez iu niht versmahen. |will es euch nicht verschmähen.

Veröffentlicht von gw am 21. November 2019 .
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