Archiv für die Kategorie »Mailbox«

Roland Kühn: Leichtathleten-Wasserlage

Montag, 23.12. 2019, 4:40 Uhr. Ein herzhaftes Lachen überkommt mich am frühen Morgen beim Studium der Montagsthemen. Beim Lesen der beiden letzten Rubriken muss ich an meine Studentenzeit am JLU-Sportinstitut vor ca 40 Jahren zurück denken. Auch ich als damaliger Leichtathlet auf Bezirksebene hatte im Studium bei der Schwimmausbildung mit der „typischen Leichtathleten-Wasserlage“ zu kämpfen. Die Technik-Prüfung im Schwimmen lief eigentlich identisch zu deiner geschilderten Prüfung ab. Auf dem Startblock richtig tief Luft holen, kräftiger Startsprung ins 16m Becken, drei, vier Beinbeschläge unter Wasser, auftauchen und noch vier Delphinbewegungen über Wasser bis zur Wende, erneut tief Luft holen, kräftig von der Beckenwand abstoßen, ein paar Gleitzüge unter Wasser in die nächste Lage Kraul oder Brust (?) und das ganze Prozedere bei den beiden letzten Stilarten. Nach 64m total erschöpft mit Blick zu den Prüfern ( u.a.Meister Jaschock) und überglücklich über die  Beurteilung – Bestanden-.   Ob Leichtathleten und Fußballer sich generell beim Schwimmen schwer tun? Ähnlich ging es übrigens auch bei der Turnprüfung zu – die lebenswichtigen Grundelement am Boden, Reck, Barren, Pferd, Seitpferd und den Ringen mit Schmerzen und Blasen eingeübt, durchgeturnt und Hauptsache bestanden. (Roland Kühn/Lindenstruth)

 

Veröffentlicht von gw am 27. Dezember 2019 .
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Arno Baumgärtel: Vorlass, Nachlass …

Egal wie der Autor heißt, wenn er meint und das Archiv gerade den Platz dafür hat, dann eben Vorlass. Denn wer weiß, wenn des Autors Nachlass erstmal ins Unermesslichegründliche angewachsen ist, kommt der Schrecklass (nach). Für mich ein klassischer Fall von Wasserlass. (Arno Baumgärtel/Gießen)

Veröffentlicht von gw am 13. Dezember 2019 .
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Barbara Tomsch: Venus im Pelz

Beim Lesen der „Montagsthemen“ während eines späten Frühstücks musste ich an eine Begebenheit denken, die sich vor vier Jahren im Hessischen Landesmuseum in Darmstadt ereignet hat. Ich kam in einen Raum mit sogenannter „Moderner Kunst“ mit einem netten „Museumswächter“ ins Gespräch, der mir einige Exponate erklärte. Darunter befand sich eine lebensgroße weibliche Figur aus Vinyl, nackt und an einer bestimmten Stelle  mit einer Art Pelz besetzt. Der junge Mann erzählte mir mit leicht gerötetem Gesicht, etliche Besucher hätten schon „nachgefühlt“, ob das pelzige Etwas wohl echt sei! Ich bekam einen Lachanfall und musste  noch kichern, als ich in die Räume mit „sakraler Kunst“ ging. Ich bin kein Kunstkenner, aber bei sowas gerne ein sogenannter „Banause“. (Barbara Tomsch/Reichelsheim/“Mitglied der liebsten Zielgruppe“)

Veröffentlicht von gw am 5. Dezember 2019 .
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Burkhard Wellenkötter: Cindy, oh Cindy

Während der Talkshow  “Anne Will” gestern Abend musste ich an Sie denken und zwar auf folgende verwinkelte Weise: die neue Hoffnungsträgerin der SPD, die ich bei mir selbst Margot Eskens nenne (der Name klingt so ähnlich, sonst finde ich wenig Ähnlichkeiten mit der Sängerin) erinnerte mich an ihre Kolumne unlängst, in der Sie ihre Fähigkeit, alte Schlagertexte zu reproduzieren, an manchen Beispielen belegen.
So werden Sie sicher Margot Eskens kennen. “Cindy, oh Cindy, Dein Herz muss traurig sein/ der Mann, den Du geliebt, ließ Dich allein” usw usf.
Wie von Geisterhand arrangiert kam mir der Text plötzlich wieder in Erinnerung und die Melodie geht mir seit gestern nicht mehr aus dem Sinn.
Und wissen Sie, was mich dabei ärgert: dass kaum noch jemand weiß, wer das war, keiner mehr “Tiritomba Tiritomba” wenigstens summen kann.
Meine Schüler haben sich früher oft amüsiert, wenn ich bekannte, die Musikgruppen, deren Fans sie waren, nicht mal dem Namen nach zu kennen. Ich hab sie dann verblüfft: Na und, wisst Ihr denn, wer Willy Hagara ist (Eine Kutsche voller Mädels), kennt Ihr Conny Francis oder eben die von Ihnen zitierten Zeilen aus “Heißer Sand” ?
Sie haben nicht mal die Selbstironie gespürt, einer hat mal den Namen Freddy Quinn auf dem Smartphone herauf beschworen, konnte aber gar nichts sagen dazu. “Brennend heißer Wüstensand” war schon zu unserer Zeit zu “Brennend heißer Würstchenstand” entstellt, und Willy Hagara triefte nur so vor Schmalz, aber dass man gar nichts mehr weiß, nicht mal die Parodie noch lebendig geblieben ist,das fand ich schon traurig.
Die Stars unserer Eltern habe ich dagegen durchaus noch hören können, Zarah Leander fand ich toll, auch wenn sie da schon (d.h. in den 50er Jahren) uralt war und NS – belastet.
Ich freue mich auf einen weiteren herzerwärmenden Rückblick von Ihnen!
(Burkhard Wellenkötter)

Veröffentlicht von gw am 5. Dezember 2019 .
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Dietmar Harbach: Bestürzt

Bestürzt habe ich heute Ihren letzten Absatz der Rubrik „Ohne weitere Worte“ gelesen.
Ist das tatsächlich Ihr letztes Wort?
Wenn ja so bedauere ich dies zutiefst, denn gerade diese Worte dienstags waren immer sehr sehr lesenswert und haben u.a. Ihre Klasse und Qualität ausgezeichnet. (Dietmar Harbach/Gießen)

Veröffentlicht von gw am 5. Dezember 2019 .
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