Archiv für die Kategorie »Mailbox«

Dr. Hans Jürgen Glaum: Deftiger Vergnügungsentzug

Ihr Sport-Stammtisch vom 29. Juni hat mir nach vielen vergnüglichen „Anstößen“ diesmal einen deftigen Vergnügungsentzug beschert.
Vielleicht liegt´s an meinem fortgeschrittenen Alter (gemäß „I´m old fashioned“, nach einem bekannten Standard aus dem American Songbook), dass ich mich frage: muss das sein mit den Tennissocken und Schweißbändern von B.B. ? Und muss das sein mit Ihrem Hallux valgus und den weißen Waden ? Interessiert das jemanden? Offensichtlich ja, denn unsere Gesellschaft und Medien schürfen ja schon seit längerer Zeit immer tiefer in „menschlichen Abgründen“ bis hin zu Zigtausenden in Stadien, die meinen, sie müssten sich Mario Barth reinziehen. Bitte sind Sie mir nicht gram und kommen Sie bitte nicht auf die Idee, dass hier auch nur der Dunst vom Schimmer einer Ahnung eines Vergleichs zwischen ihm und Ihnen vorliegen könnte! Ich möchte nur nicht, dass sich hier stickig-müfflige Oberflächlichkeit einschleicht.

Die kurze Hose (bitte nicht so kurz wie früher zu Feldhandballzeiten) können Sie jedoch gerne bei diesem Wetter anlassen. (Dr. Hans Jürgen Glaum)

 

Veröffentlicht von gw am 29. Juni 2019 .
Abgelegt unter: Mailbox | Kommentare deaktiviert für Dr. Hans Jürgen Glaum: Deftiger Vergnügungsentzug

Cornelius Lenz: Zu kurz gedacht

Ich möchte Bezug nehmen zu ihrer Behauptung, Völkerball sei – richtig gespielt – „Anti-Mobbing-Programm“. Meines Erachtens ist ihre Darstellung etwas zu kurz gedacht. Richtig, die Besten wurden bis zum Ende gejagt. Aber: zu diesem Zeitpunkt hatten sie ohnehin schon gewonnen und es ging nur noch darum, die Plätze auf und neben dem Podium zu verteilen. Die Schwächsten waren als erste in Visier genommen worden und schon lange (ggf. mit Gelächter – meine Frau hat hierzu erschreckend lebhafte Erinnerungen) raus und hatten die Aufgabe, die rausgeflogenen Bälle von der Wand zu holen. Trauten sie sich zu werfen, wurden Fehlschüsse mit kollektivem Aufstöhnen kommentiert. Eigentlich waren die Bälle nämlich bei den Mittelguten abzuliefern, die dann versuchten die Guten zu treffen, die sich auf der Bühne der gesamten Klasse präsentieren durften. Mobbing oder Zementierung der bestehenden Verhältnisse? Das ist mir egal. Aber Mobbing-Prävention war das auf keinen Fall. Das können die Schnellen, Wendigen und darüber hinaus die, die besonders feste werfen konnten (), allerdings nur mit sehr gutem Reflexionsvermögen einschätzen.

Aber es gibt Hoffnung. Ich habe kürzlich einen Referendar betreut, der auf sehr feinfühlige Art und Weise die Schwächeren in seinem Sportunterricht eingebunden hat und so nachweislich (das hat er evaluiert) deren bewegungsbezogenes Selbstbild gesteigert hat. So – und auf vielfältige andere Art und Weise – kann Sportunterricht neben der individuellen Förderung einen tollen Beitrag zum Aufbruch eingefahrener Klassenhierarchien leisten! (Cornelius Lenz, Förderschullehrer, Dipl. Päd./Wettenberg)

Veröffentlicht von gw am 29. Juni 2019 .
Abgelegt unter: Mailbox | Kommentare deaktiviert für Cornelius Lenz: Zu kurz gedacht

Edeltraud Kuhl: Total begeistert vom E-Scooter

Ich bin seit 2 Wochen im Besitz eines E-Scooters und bin total begeistert. Bank, Post, Friedhof etc. schnell und sauber erreichbar. Ich lade Sie gerne zum Probefahren ein (ist ernst gemeint). Mein erster Leserbrief an Sie, obwohl seit Jahren begeisterter Fan Ihrer Kolumnen. (Edeltraud Kuhl/Pohlheim)

Veröffentlicht von gw am 28. Juni 2019 .
Abgelegt unter: Mailbox | Kommentare deaktiviert für Edeltraud Kuhl: Total begeistert vom E-Scooter

Arno Baumgärtel: Die Sozis vom alten Schlag (zum Blog vom Dienstag)

„Albert Osswald, ein Sozi vom alten Schlag, von den roten Socken über
das soziale Gewissen bis zum pragmatischen Hirn. Ein paar seines
Schlages, und die SPD stünde heute anders da.“

„Brrrr…“ ruft da der Weihnachtsmann seinen Rentieren zu. Die
SPD-Granden, die uns Betonpolitik, den Radikalenerlass, Niedriglöhne und
Harz IV beschert haben. Die Gesine will es nun mit dem Kevin versuchen
zu richten. Viel Glück. Sie wird scheitern, sie hat keine Ahnung von
Parteipolitik. Das goldene Zeitalter von Willy Brandt war eine
Ausnahmesituation in der Geschichte der SPD. Einer, der im richtigen
Moment was bewegen konnte und bewegt hat und dann von seinen Genossen
abserviert wurde. Was wir heute erleben, ist sozusagen das wahre Gesicht
der SPD.  Auf Links-blinken und Rechts-abbiegen, wie bei den nordischen
Parteischwestern, dürfen wir uns schon einstellen. (Arno Baumgärtel/Gießen)

Veröffentlicht von gw am 26. Juni 2019 .
Abgelegt unter: Mailbox | Kommentare deaktiviert für Arno Baumgärtel: Die Sozis vom alten Schlag (zum Blog vom Dienstag)

Winfried Ertl zu den Montagsthemen

Warum bin ich eigentlich meistens, mit Ausnahme des Themas Bayern München, mit Ihnen einer Meinung?
Liegt es an der „Altersweisheit“, zumindest bei mir, da ich die 75 schon überschritten habe. Meine jüngeren Familienmitglieder bezeichnen das allerdings öfter als „Altersstarrsinn“, was ich überhaupt nicht verstehen kann.
Ich lese Ihre Montagsthemen mit großem Vergnügen. Sie greifen, erfreulicherweise, Themen auf, deren Klarheit in der Aussage man sonst vergebens findet.
So z.B. die E-Roller. Da demonstriert man Freitags für mehr Klimaschutz, akzeptiert aber, dass Fußgänger und Radfahrer auf Kinderroller mit Batterieantrieb umsteigen.
Man lässt sich von Influencern unnötige Dinge andrehen und diskutiert wochenlang über einen Typen mit scheinbar angeklebter blauer Tolle, der größtenteils Schwachsinn von sich gibt. (Ich bin kein CDU Mitglied)
Das Schönste war aber der Kirchentag mit dem Vulva-Malen. Genau von Ihnen richtig beschrieben. Wir malten als Kinder, Anfang der 50er Jahre, dieses Zeichen auf Kopfsteinpflaster, ohne auch nur ansatzweise zu wissen,  was das bedeutet. Wir wollten einfach die Mädchen ärgern, die allerdings schon wussten, um was es geht. (Logischerweise)
Waren bei den besagten Kursen eigentlich auch Männer zugelassen? Und wie musste man sich das technisch vorstellen ? Inaugenscheinahme? Aus dem Gedächnis? Mit Spiegeln?
Oh je, jetzt wird das Eis aber sehr dünn. Da freue mich mich lieber auf nächsten Montag. (Winfried Ertl/Friedberg)

Veröffentlicht von gw am 25. Juni 2019 .
Abgelegt unter: Mailbox | Kommentare deaktiviert für Winfried Ertl zu den Montagsthemen