Archiv für die Kategorie »Mailbox«

Dr. Sylvia Börgens: Heidi Biebl und die Kindergeburtstage

Bei der Erwähnung von Heidi Biebl fiel mir dies ein: Im Winter 1964 fing ich an, Zeitung zu lesen, und las mit Erstaunen: „Heidi Biebl fährt an der Medaille vorbei“. Meine Interpretation, gespeist durch Kindergeburtstage, bei denen eine Leine durchs Zimmer gespannt wurde, an der kleine Süßigkeiten hingen, die springend mit dem Mund erhascht werden sollten: Heidi Biebl ist den Abhang auf Skiern hinuntergesaust – so viel hatte ich begriffen – und hat es leider nicht geschafft, von den im Kurs aufgehängten Medaillen eine zu erwischen. (Dr. Sylvia Börgens/Geisenheim)

Veröffentlicht von gw am 19. September 2021 .
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Fritz-Günther Will: Katarisierung

Die Katarisierung wird erst möglich gemacht durch uns, die Gasverbraucher.
Quasi eine Refinanzierung. Und zusätzlich durch das Bezahlfernsehen    ( Pay TV).
Katar, Viertelinsel auf der arabischen
Halbinsel. Zuständig für globale Unterhaltung (Entertainment). Motiviert durch Geltungssucht des Machthabers gegenüber seinen arabischen und persischen Nachbarn.
Hält sich zusätzlich einen Circus Maximus in Paris. Mit Dreiballjongleuren in erster Reihe, gelegentlich ergänzt als Sidekick und GladiaTörchen, durch Julian, ich hab die Haare schön, was macht meine Haut, Draxler.
Fürs Allergröbste, Sergio, das Fallbeil aus Kastilien.

Aber wie das so ist, irgendwann kommt der Katarrh und führt bei einer Sucht schlussendlich (at the end of the day), zum Kater und Kotzenjammer.

Noch keinen sah ich fröhlich enden,
auf den mit immervollen Händen
Die Götter ihre Gaben streun. (FvS).

Einem hat die Isierung geholfen. Unser Torsten, ist jetzt eine Marke im Müllfernsehen (Trash TV).

Freue mich schon auf nächsten
Samstag. Ist mir immer eine Wohltat in
diesen Zeiten. Weiter so! (Fritz-Günther Will/Bad Nauheim)


Danke. Aber erst übernächsten Samstag. Kleine gw-Pause

Veröffentlicht von gw am 5. September 2021 .
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Bernd Wittkowski: Klare Worte

Ich habe gerade mit großem Vergnügen und Begeisterung Ihren „Anstoß“ gelesen. Gratuliere zu den klaren Worten vor allem in Sachen FAZ, SZ usw.! Sie sprechen mir aus dem Herzen. Ich hänge einen Leserbrief an, den ich vor einer Woche zu der seichten Cathy-Hummels-Homestory an die FAZ geschickt habe. Der Niveauverlust schreit wirklich zum Himmel. Ich bin ehemaliger Journalist: Reuters, Frankfurter Rundschau, zuletzt 23 Jahre Börsen-Zeitung, seit einem Jahr im Ruhestand.  (Bernd Wittkowski/Friedberg)
 ______
Sehr geehrte Damen und Herren, 

mir reicht es eigentlich, dass mir Cathy Hummels (ebenso wie Katzenberger, Klum & Co.) täglich im Internet begegnet, sogar ohne dass ich Nutzer von Facebook, Twitter, Instagram oder anderer asozialer Medien bin. Man muss sich dazu ja nur in einem halbwegs seriösen Nachrichtenportal bewegen. Aber dass jetzt auch noch die FAZ abdreht! Ist die Themennot wirklich so groß? Das vermeintliche Sommerloch gibt es doch gar nicht. Machen Sie nur so weiter, dann werden Sie mich als Abonnenten verlieren, obwohl ich die Politik-, Sport- und Lokalseiten schon sehr vermissen würde. 
Nebenbei: Ein Hund hat, anders als bei Ihnen zu lesen, keinen Mund, sondern ein Maul oder einen Fang. Überhaupt: die sprachliche Qualität. Auch dafür war die FAZ ja mal berühmt. Heute dagegen liest man, um nur ein Beispiel zu nennen, Postbank-Kunden „erhielten in den vergangenen Tagen Post, in der das Institut darüber informierte, es werde perspektivisch eingestellt“. Das Institut? Schade um die Postbank.
Auch wenn Qualitätsjournalismus es schwer hat in diesen Zeiten: Darf man für 78,50 Euro im Monat etwas mehr auch sprachliche Korrektheit erwarten?
Mit freundlichen Grüßen 
Bernd Wittkowski 
61169 Friedberg 

Veröffentlicht von gw am 5. September 2021 .
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Andreas Kautz: Deutschland Tour

Am Donnerstag hat sich eine Florstädter Radgruppe nach Thüringen aufgemacht zur Deutschland Tour. Ein paar prägende Eindrücke in Kurzform.

Pascal Ackermann kommt am Samstag in Ilmenau aus dem Bora Bus und kommt vor das Absperrgitter, um Autogramme zu schreiben und Fotos mit den Fans zu machen. Später steht er ganz unbehelligt am Straßenrand und plaudert mit seinen Eltern.

John Degenkolb reckt den Daumen nach oben, nachdem wir ihm zuriefen, dass wir extra aus der Wetterau gekommen sind.

Jungen deutschen Fahrern sieht man den puren Stolz an, dass sie zusammen mit John Degenkolb im Team Deutschland fahren dürfen. Und das, obwohl für sie am Start nur Dixi Klos stehen, statt ein großer Bora Hans Grohe Bus mit Dusche und WC.

In Weimar wirft ein Fahrer mit Bedacht eine Trinkflasche in Richtung einer Kindergartengruppe.  Später sehen wir ein kleines Mädchen dieser Gruppe, mit strahlenden Augen und  der Flasche in der Hand.

Hoffen wir  das solche Rennen nicht aussterben und auch dass das Henninger Turm Rennen nicht doch noch Opfer der Pa…… wird. Ich mag es schon gar nicht mehr schreiben.

Wenn man Interviews hört und sieht von Verantwortlichen und Organisatoren, so wird es immer schwieriger, die ganzen behördlichen Auflagen zu erfüllen.  Die Kosten werden immer höher und es fehlt ACHTUNG jetzt kommt’s…. an Polizeikräften für die Sicherung der Strecken.

Hoffen wir einfach das Beste für diesen schönen Sport, der noch wirklich einer zum Anfassen ist.

Auf eine Neues zur Deutschland Tour 2022. Vielleicht auch mal  mit einer Bergwertung auf unserem schönen Hoherodskopf. (Andreas Kautz/Florstadt)

Veröffentlicht von gw am 31. August 2021 .
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Dr. Sylvia Börgens: Hätten sie Fontane gelesen …

Danke für den Hinweis auf Fontanes Ballade „Das Trauerspiel von Afghanistan“, die kannte ich nicht. Und besser wäre es gewesen, alle die Invasoren der letzten Jahrzehnte hätten diese gelesen und beherzigt. Es ist wirklich zum Weinen.
Auf der Seite „balladen.de“ findet man bei Fontane all die lieben und vertrauten Texte, aber auch manches Fundstück wie „Überlass es der Zeit“, wirklich weise, „Frühling“, ein sanft ironischer Appell eines „grumpy old man“, „Und alles ohne Liebe“, wirklich trostlos, und so weiter …
Zum Lied „Paris s’èveille“ (14.8.) noch die Anmerkung, dass der Obelisk zwischen Nacht und Tag nicht abgerichtet, sondern aufgerichtet ist. Das Abrichten funktioniert in diesem Falle nicht, habe ich mir sagen lassen 😉
Am Tage der schrecklichen Sintflut im Westen hatten wir einen relativ lästigen Elektroschaden im Haus, der u.a. dazu führte, dass ein Teil der Küchenschränke demontiert werden musste. Als die Hiobsbotschaften kamen, habe ich mich so geschämt für meinen Ärger. Carpe diem! (Dr. Sylvia Börgens/Geisenheim)

Veröffentlicht von gw am 22. August 2021 .
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