Archiv für die Kategorie »Mailbox«

Michael Jungfleisch-Drecoll zum Sonntags-Blog

„Obwohl alte Knaben wie Horst und ich wissen, dass wir nur arme kleine  Schweinchen sind, nie älter geworden als dreizehn  oder vierzehn und verloren und hilflos in der Ecke unserer kleinen Welt herumstehend, ziehen wir unser Rollenspiel als Erwachsene durch. Muss ja.“

Weltklasse!!! Habe selten so gelacht. Und oft schon ähnliches über mich selber gedacht.

Dieser Satz ist Kult! (Michael Jungfleisch-Drecoll)

 

Veröffentlicht von gw am 13. November 2018 .
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Wolfgang Diny: Elitäre akademische Ignoranz

Der Aufforderung nach Teil-Besetzung des Kolumnen-Stadions komme ich gerne nach. Mein Name ist Wolfgang Diny, ich stamme aus dem schönen Waldecker Land, genauer aus Bad Arolsen, Ortsteil Mengeringhausen, dort  1950 geboren. Ich habe vom Wintersemester 1969/70 in Gießen Sport, Mathematik und Politik (L3) studiert und ebenfalls im Wintersemester 1975/76 das erste Staatsexamen abgelegt. Meine erste Schule war die heutige Henry-Benrath-Schule in Friedberg, eine additive Gesamtschule. 1998 bin ich dann zum Burggymnasium Friedberg gewechselt, ein reines Oberstufengymnasium mit Sport als Leistungsfach. Günther Eisinger, den Sie neulich erwähnten, war dort mein langjähriger Kollege. Das Sportwissenschaftliche Institut in Gießen habe ich zuletzt sechs Semester lang in den Jahren 2008-2010 besucht und dort Lehramtsstudenten/innen auf den Schulalltag vorbereitet mit Schwerpunkten Gesetze, Verordnungen und Erlasse. Seit 2014 genieße ich mit meiner Frau und Hund die schulfreie Zeit. Nun zum Kolumnen-Thema Mitnutzung von Sportanlagen:

 

1980 wurden an meiner damaligen Schule eine neue Turnhalle sowie ein Außen-Tartan-Spielplatz (FB, HB, BB) eingeweiht. Wir Sportkollegen haben damals vehement eine möglichst hohe Umzäunung für die Außenanlage gefordert, um Vandalismus jeglicher Art zu verhindern („elitäre-akademische Arroganzen“?). Unser damaliger Schulleiter hat sich – genauso vehement – dagegen ausgesprochen und hat auch obsiegt: Der Platz wurde lediglich mit einem 1,20 m hohen Zaun und einer Tür versehen, die nie verschlossen war. Wir haben uns damals geirrt. Ergebnis bis heute: Der Platz ist für jedermann zugänglich, er wird nach dem Schulunterricht und besonders an den Wochenenden stark frequentiert. Ich freue mich jedes mal, wenn ich auf meinem Hundespaziergang – s.o. – dort vorbeikomme und Kinder, Jugendliche und Erwachsene sporttreibend dort antreffe. Von Zerstörungen keine Spur. Ähnlich verfährt die Stadt Friedberg mit der Sportanlage Burgfeld, die vergleichsweise üppig ausgestattet ist, drei FB-Felder, eines davon mit Kunststoffrasen, ein kleines Stadion mit Laufbahn und alle LA-Anlagen. Die Tür zu dieser Anlage ist ebenfalls nie verschlossen, viele Friedberger Vereine und auch Privatpersonen nehmen dieses Angebot gerne an.

Umso mehr erstaunt natürlich das Verhalten der Verantwortlichen am Kugelberg, dass noch nicht einmal Vereine mit entsprechenden Übungsleitern die neuen Anlagen nutzen dürfen. Eigentlich eine Verschwendung von Steuergeldern! Die Allgemeinheit darf zahlen, nutzen dürfen es nur die „elitären-akademischen Arroganzen“. Ein Fall für den Landesrechnungshof. Hier herrscht offensichtlich immer noch – wie bei mir (uns) 1980 – der Irrglaube vor, dass die Turnhalle, die Außenanlage, etc. der jeweiligen Institution gehöre. Besitzer ist aber die Allgemeinheit der jeweiligen Kommune.

In diesem Zusammenhang fällt mir ein, dass zu meiner Studienzeit die Schwimmhalle und die Tennisplätze am Kugelberg  auch von den Bediensteten und deren Angehörigen genutzt werden durften, nicht aber von Hinz und Kunz. (Wolfgang Diny/Friedberg)

 

Veröffentlicht von gw am 7. November 2018 .
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Lilo Hofmann: Molderoff

Sie haben heute für mich ein Rätsel gelöst!  Endlich weiß ich, woher
unser Mundartbegriff „Molderoff“ für Maulwurf stammt. Molt = altdeutsch
„Erde“ (was Sie alles wissen!) und „roff“ für hinauf – also „Erde
hinauf“. Es ist doch erstaunlich, dass sich der Begriff scheinbar über
Jahrhunderte gehalten hat. Vielen Dank! (Lilo Hofmann)

Veröffentlicht von gw am 6. November 2018 .
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Oliver Gortner: Die armen Fußballer …

Habe gerade wieder mit großem Interesse den Anstoß gelesen und gleich zu Beginn die Frage nach den autonomen Reserven, mit denen offenbar nur hochklassig spielende Fußballer ihr Problem haben. Dabei fiel mir das motivationsfördernde Belohnungssystem aus der Verhaltensbiologie ein. Ein Handball- oder Basketballspiel geht selten 2:1 aus. Die vielen Tore oder Körbe lösen im Akteur offenbar etwas aus, was es im Fußball selten gibt (Ausnahme Deutschland – Brasilien: 7:1). Zudem kommt, dass weder 80 % Ballbesitz noch ein Lattentreffer gegen einen mauernden Fußball-Viertligisten beim Stande von 0:0 die Motivation fördern, weil selbst hohe Bereitschaft kein Garant für Tore bzw. Erfolg ist. Die armen Fußballer haben’s schon schwer;) Und Sie als alter Handballer können vergnügt lächeln. (Oliver Gortner/Linden)

Veröffentlicht von gw am 5. November 2018 .
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Walther Roeber: Eigene Schuld

Was Sky angeht: als NICHT-Kunde bin ich versucht zu sagen, eigene Schuld,  gar kein Mitleid.

Ihr Unwohlsein kann ich gut nachvollziehen, mir geht es ähnlich. Die Gründe mögen unterschiedliche sein, aber ein generelles, grundsätzliches „Unzufrieden sein“ mit der Gesamtsituation verfolgt mich in verschiedenen Bereichen seit einiger Zeit. Ob die aktuellen Diskussionen daran etwas ändern werden, wage ich noch nicht zu beurteilen. (Walther Roeber/Bad Nauheim)

Veröffentlicht von gw am 31. Oktober 2018 .
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