Archiv für die Kategorie »Mailbox«

Walther Roeber: Blog und Montagsthemen

Schade, dass MOODY BLUES unter den Tisch gefallen sind oder dem Rotstift
zum Opfer fielen. Immer noch eine meiner Lieblingsbands, eine der
wenigen, zu denen ich sogar zu Live-Konzerten gefahren bin… mit den
wechselnden Besetzungen. Jetzt ist Ray Thomas, der Multi-Instrumentalist
und Autor etlicher schöner Nummern, kürzlich verstorben. Hat das bei
Ihnen Erinnerungen geweckt?

Ich fürchte, dass wir “Puristen” auch ohne Atomschlag allmählich
aussterben werden oder als unmodern oder “korinthenkackerisch”
abgebügelt werden. Hattrick ist eins dieser Worte, Grand Slam ist ein
weiteres, und die Ausdrücke um Olympia/O. Spiele/Olympioniken können wir
demnächst auch wieder hervorgraben. An das Verstecken hinter Aktentasche
denke ich amüsiert zurück. Sie müssen aber vielleicht mal in ein
Bad-Studio gehen und sich die Angebote an Whirl-Pools und anderen
Luxus-Wannen ansehen, das Angebot ist riesig auch für große Größen wie
Sie.

Im Fussball scheint mir – allen Laptop-Trainern zum Trotz – immer mehr
irgendeine Chaos-Theorie mit einzelnen Glanzpunkten die Oberherrschaft
zu gewinnen. Tore fallen häufig so, weil der Ball irgendwo zufällig
abgefälscht wird (mir tun Torhüter leid, die dabei so “doof” aussehen),
der Ball fällt als Querschläger einem Spieler vor die Füße, der dann nur
nicht mehr überrascht sein darf. Und zwischendrin sind dann ein paar
Ausnahmekönner, die sehr aufpassen müssen, dass sie nicht
zusammengetreten werden oder die noch ein wenig Führung bedürfen, um
nicht mit dem Kopf durch die Wand zu gehen. “Leader” ist da sicher
Messi, aber ich denke auch an die Jungen, wie Bailey, Werner, Keita, u.a.
Gemein sind dann allerdings Kommentare wie gestern, dass Naldo an 3 von
4 Toren beteiligt war… (Walther Roeber/Bad Nauheim)

Veröffentlicht von gw am 15. Januar 2018 .
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Dr. Sylvia Börgens: Gruß zum neuen Jahr

Dass Sie in Ihrer heutigen Kolumne den von mir hochgeschätzten H.D. Hüsch zitierten, brachte mich auf den Gedanken, Ihnen als Gruß zum Jahr 2018 eines meiner Lieblingsgedichte zu senden:

Psalm

Ich bin vergnügt, erlöst, befreit.
Gott nahm in seine Hände meine Zeit,
mein Fühlen, Denken, Hören, Sagen,
mein Triumphieren und Verzagen,
das Elend und die Zärtlichkeit.
Was macht, dass ich so fröhlich bin
im meinem kleinen Reich?
Ich sing und tanze her und hin
vom Kindbett bis zur Leich.
Was macht dass ich so furchtlos bin
an vielen dunklen Tagen?
Es kommt ein Geist in meinen Sinn,
will mich durchs Leben tragen.
Was macht, dass ich so unbeschwert
und mich kein Trübsinn hält?
Weil mich mein Gott das Lachen lehrt
wohl über alle Welt.
(Dr. Sylvia Börgens/Wölfersheim)

Veröffentlicht von gw am 3. Januar 2018 .
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Werner Haaser: Spiegel online

Diese Schlagzeile hätte Ihnen sicher Spaß bereitet, aber der Autor scheint ja durch Ihre Schule gegangen zu sein und hat’s vorsorglich klargestellt:

Dieb reißt Frau Goldkette vom Hals und verschluckt sie (die Goldkette, nicht die Frau)

Guten Rutsch

(Werner Haaser/Gießen)

Veröffentlicht von gw am 31. Dezember 2017 .
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Jochen Pellatz: Matthäus und Messi

Alle Jahre wieder das Ziegenproblem. Ich hätte es auch vermisst, wenn es anders gewesen wäre.

Aber mit den Jahren werden wir ja immer klüger:

In dem kürzlich gelesenen Roman `Honig` von Ian McEwan geht die MI5-Agentin Serena das Problem wie folgt an:

„Angenommen, wir haben eine Million Kisten. Sagen wir, du wählst Kiste siebenhunderttausend. Monty (der Quizmaster, meine Anm.) öffnet eine Kiste nach der anderen, alle leer. Die Kiste mit dem Preis lässt er konsequent aus. Am Ende sind nur noch zwei geschlossene Kisten übrig, deine und sagen wir, Nummer fünfundneunzig. Wie stehen die Chancen jetzt?“

 

So betrachtet, wird die Sache auch für Nicht-Mathematiker anschaulich. Bleibt man bei seiner ursprünglich gewählten Kiste, stehen die Chancen eins zu einer Million, wenn man wechselt nahezu bei 100 %. Deutlich wird auch, welche Rolle der Quizmaster bei dem Problem spielt, da er mit seinem Insider-Wissen, die Wahrscheinlichkeit für den Kandidaten beeinflusst.

Damit wünsche ich einen guten Rutsch und ein viele gute Ideen für weitere Anstoß-Beiträge. (Jochen Pellatz)

Veröffentlicht von gw am 31. Dezember 2017 .
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Jens Reimann: Messi und Matthäus

Wahrscheinlich bekommen Sie jedes Jahr genügend Einsendungen zu
demselben Rätsel – aber das ist ja auch zum Teil Ihre eigene Schuld…
Wenn Sie es lesen mögen, hier mein erster (und einziger, ich verspreche
es) Versuch:

Stellen Sie sich zwei verschiedene Personen vor (wenn Sie mögen, die
Herren Bruchhagen und Bobic).

Herr Bruchhagen glaubt den Mathematikern nicht und bleibt bei seiner
Wahl, wenn der eine Umschlag geöffnet wird. Damit stehen seine
Messi-Gewinnchancen genau so, als wäre nichts geschehen, also eins
(Messi) zu zwei (der andere Kandidat).

Herr Bobic hingegen vertraut fest auf die Expertise der mathematischen
Zunft (oder hat Entsprechendes auf wikipedia nachgelesen) und ändert den
von ihm gewählten Umschlag ohne weiteres Nachdenken.

Falls er zu Beginn auf den Messi-Umschlag zeigte, wird er nun Pech haben
- also in einem von drei Fällen. In den beiden anderen Fällen wandelt
sich sein ursprügliches Pech (M-Umschlag) in Glück um.

Die Chancen, Herrn Messis Arbeitsbvertrag unterschreiben zu können,
stehen damit für Herrn Bobic viel besser als die für Herrn Bruchhagen
(selbst in rein mathematischer Hinsicht).

Beste Grüße und vielen lieben Dank für Ihre Gedanken-Anstöße (Jens Reimann)

Veröffentlicht von gw am 31. Dezember 2017 .
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