Archiv für die Kategorie »Hennis Kumpel Brocken im Interview«

“Riesige Tattoos und de Mogo mache”

Hallo Brocken, die Eintracht ist abgestiegen. Aber überall hört man: Wir kommen wieder. Nur wann kommen wir wieder? Vorstandsboss Heribert Bruchhagen hat auf Sky gesagt: »Ich bin mir sicher, dass wir in einem Jahr wieder da sind.«
»So, wie das jetzt alle formulieren, klingt des so, als gäbe es nur ein werklisches Leben, wenn man in der 1. Liga spielt. Aber so komisch des klinge mag, ich seh des net so! Wir sind ja net weg, wir sind nur woannerst. Und wenn sich die Eintracht da gut anstellt, kann des auch in der 2. Liga durchaus eine ganz gute Zeit für uns alle wern.«
Wie denn das?
»Indem wir öfter siegen, mehr Tore schießen und en bessere Tabellenplatz belegen.«
Klingt ein bisschen nach Placebo.
»Was hat en des mit’m Mutterkuchen zu tun?«
Das ist die Plazenta. Placebo sagt man zum Beispiel, wenn man Patienten ein angebliches Medikament gibt, das in Wirklichkeit nur aus Traubenzucker besteht und dem Patienten trotzdem hilft.
»Was beweist, dass Traubenzucker gesund is!«
Lassen wir das. Zurück zu HB. Ob auch er noch in einem Jahr da sein wird/darf?
»Alles andere wäre en schlechte Witz. Ich bin kein Finanzgenie, aber des hab sogar ich kapiert, dass dank ihm und auch dank Thomas Pröckl der Verein wieder schwarze Zahlen schreibt. Und dass wir außerdem diesen schlechten Ruf im Rest von Deutschland los sind. So jemanden kann mer net bei der ersten Krise in die Wüste schicke. Überleschen Sie mal, wie viel Mist z. B. Politiker baue und wie lange die trotzdem im Amt bleibe.«
Noch mal kurz zum Samstag, kurzzeitig schien es so, als müsste Wolfsburg absteigen, und nicht die Eintracht. Haben Sie am Samstag noch ernsthaft an eine Rettung geglaubt?
»Ja, sechs Minuten lang schon. Wenn ich die jetzt mal vom Rest der 90 Minuten rausnehme, war es ein super Nachmittag!«
Zwar mag der Glaube Berge versetzen, allerdings hat davon nur der Bökelberg profitiert. Die Gladbacher dürfen nun gegen Funkels Bochumer ran. Es wäre doch jammerschade, wenn ein weiterer Traditionsverein absteigen müsste …
»Ehrlich gesagt ist mir des im Moment grad weniger als worscht! Aber Apropos ›Funkel‹, was habbe se hier zum Schluss auf den geschimpft. Und jetzt? Jetzt sieht man erstema, was der aus dieser Truppe rausgeholt hat!«
Für den Absturz und Abstieg der Eintracht gibt es wohl nur hausgemachte Gründe, keine Verschwörung oder Geschiebe. Wer hat Schuld an dieser geistigen und körperlichen Trägheit der Spieler, ja des ganzen Vereins?
»Ich find net, dass der ganze Verein träge ist. Träge waren die Spieler, und die ham sich des auch selber zuzuschreibe. Wissese, es beeindruckt mich net, wenn die sich alle riesige Tattoos steche lasse und damit de Mogo machen, annerseits bei nem Spiel wie z. B. geschen Köln so eine Weicheierleistung abgeben. Des sind ja keine unerfahrenen Anfänger, die müsse doch wissen, um was es geht, und dass sie uns Fans mit solchem Verhalten im Stich lasse! Gut, de Bruchhagen hat bestimmt auch en paar Sache aus zu viel Vertrauen laufe lasse, und Christoph Daum hat net werklisch hierher gepasst. Aber die Hauptschuld habbe die Spieler!«
Wir beide hatten schon vor Wochen mehrfach mit Blick auf das Restprogramm dunkle Wolken aufziehen sehen, gewarnt und appelliert. Doch niemanden bei der Eintracht hat es interessiert.
»Ja. Wobei man umgekehrt auch sagen kann: Du siehst die leuchtende Sternschnuppe nur dann, wenn sie vergeht«
Wow! Ist das von Ihnen?
»Net ganz, des ist von Friedrich Hebbel. Des war en deutsche Dichter, und von dem hab ich ein Buch. Und des kenn ich mittlerweile in- und auswendisch.«
Interessant! Haben Sie noch mehr Bücher von Dichtern?
»Nee, des annere is en Krimi.«
Ach so…
»Aber des Buch vom Hebbel reicht, da stehen genug passende Sprüch zur Eintracht drin.«
Was denn noch?
»Es ist besser, en eckiges Etwas zu sein, als en rundes Nichts.«
Stimmt, das passt auch recht gut. Gibt es auch einen zur Verpflichtung von Christoph Daum?
»Es gibt keine reine Wahrheit, aber ebenso wenisch en reine Irrtum.«
Verstehe. Aber jetzt zurück vom philosophischen Hebbel zur realen Eintracht. Wie soll der Neubeginn in der zweiten Liga aussehen, wenn 18, 19 Eintracht-Profis auch gültige Verträge für das Unterhaus haben und die meisten von ihnen gehalten werden sollen?
»Wenn Spieler wechseln wolle, interessiert die ja auch net, was in ihrem Vertrag steht! Von daher sollte man einigen naheleschen, dass sie sich von sich aus um en neue Verein kümmern solle. Soll heiße: Es gibt eine ganze Reihe, die sich besser vom Acker mache sollte!«
Gegen Cottbus, bei Union Berlin oder in Aue braucht es Beißerqualitäten, mit Schönspielerei ist selbst Hertha BSC nicht zum Meistertitel gekommen.
»Des stimmt. Im tiefste Wald brauchste ja auch keinen toupierte Pudel, sondern en Jagdhund.«
Und so mancher Fan sollte sich schon einmal ein Update für sein Navi besorgen.
»Ich kann mir net vorstelle, dass es überhaupt Navis gibt, in denen Aue drin ist.«
Ich fürchte, einige bei der Eintracht stellen sich den sogenannten sofortigen Wiederaufstieg etwas zu leicht vor, oder bin ich zu pessimistisch?
»Weiß ich net. Aber wenn du als Kind zu Weihnachten net die vierspurige Carrerabahn bekommst, tröstet dich ja am Ehesten die Hoffnung, dass du se nächstes Jahr kriegst.«
Haben Sie das auch von Hebbel?«
»Hebbel hat im 18. Jahrhundert gelebt, da gab es maximal zweispurige Carrerabahnen!«
Dann entschuldigen Sie die Frage! Apropos pessimistisch, die unsäglich und fast schon unbeschreibliche Rückrunde der Eintracht sollte bei den bleibenden Spielern aufgearbeitet werden. Da bräuchte es allerdings auch – um es vorsichtig zu formulieren – psychologisches Fingerspitzengefühl.
»Wieso denn? Wenn se heut en Bankräuber verknacken, zeische se dem ja auch noch ma des Video von seiner Tat.«
Das kann man aber doch nicht vergleichen!
»Stimmt! En Bankräuber hat Geld geklaut. Die Eintracht-Spieler hingesche ham uns unsere Freude geklaut. Des is deutlich schlimmer!«
Stichwort ›Freude‹. Die Bilder von der Meisterfeier in Dortmund waren überwältigend. Da schien die ganze Stadt auf den Beinen. Ist so etwas in Frankfurt vorstellbar?
»Ja klar! Wenn wir nächstes Jahr zu Hause gegen Paderborn gewinne, dürft es ähnlich abgehe…«
Wer oder was kann jetzt der Eintracht helfen?
»Gut wär en hessischer Scheich, der dank seines milliardenschweren Apfelweinaufkommens den Verein ordentlich pampert, die teuersten Spieler kauft, und uns so schnell an die Spitze Europas führt! Eine hübsche Vorstellung, mit der ich unser letztes Gespräch für diese Saison gerne langsam abschließen möchte.«
Jetzt geht’s erst mal in die Sommerpause. Lieber Brocken, ich hoffe, dass wir uns auch in der 2. Liga wieder mal über den Weg laufen.
»Ich bin ja nur schwer zu übersehe!«
Wollen Sie noch irgendwas loswerden?
»Ja … Sie!«
Oh…
»Des war en Scherz! Hat mir viel Spaß gemacht mit Ihnen, ganz ohne Quatsch! Und deswegen überlasse ich Ihnen auch zum ersten Mal in dieser Saison das letzte Wort …«
Das ist aber nett! Danke!
»Bitte!«

Veröffentlicht von gw am 17. Mai 2011 .
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Des is die blanke Lust am Stunkmache

Hallo Brocken, mit so einer willenlosen Vorstellung habe ich in meinen schlimmsten Albträumen nicht gerechnet. Und davon hat man ab einem bestimmten Alter einige.
»Ich würd sagen … des war ein Albtraum ohne Altersbegrenzung, sowohl für ganz junge als auch für ganz alte Eintracht-Fans! Diese Leistung war so mit des Schlimmste, was ich im Stadion je gesehe hab!«
Würden die gut bezahlten Profis derart willen- und saftlos auf Brautschau gehen, sie würden als alte Jungfer im Altersheim enden.
»Was ihnen spätestens nach Samstag allensamt zu wünschen wär!«
Derart willenlos, lieber Brocken, dürften selbst Sie noch nicht gewesen sein?
»Was heißt hier ›net ma ich‹? Durchsetzungsvermögen‹ ist quasi mein zweiter Vorname!«
Ich war zuletzt derart willenlos, als man mir einen Tomatensalat mit Tofu angeboten hat. Nächstes Mal nehme ich an und die Tomaten mit ins Stadion.
»Nach wem wolle Sie die denn dann werfen? Die vom letzten Samstag dürften dann vermutlich alle net mehr uff’m Platz stehen!«
Befürchten oder hoffen Sie das?
»Ich wünsch es mir von ganzem Herzen dass ein Großteil der Spieler das Weite sucht!«
0:2 gegen Köln, der vierte Abstieg so gut wie besiegelt – wie kann sich eine Profimannschaft in dieser Situation nur so unmotiviert präsentieren?
»Des kann ich Ihnen net werklisch beantworten. Abber sie ham uns Eintracht-Fans mit dieser Anti-Leistung regelrecht gedemütischt!«
Gut, technische Defizite billigen wir jedem, besonders den jungen Spielern zu. Und psychisch ist gewiss das Gros der Mannschaft blockiert … aber Laufen und Kämpfen, das darf doch noch erwartet werden?
»Des ganze Stadion hat ihnen gezeischt ›Wir stehn hinner Euch, wir sind für Euch da!‹ Trotzdem habbe se net ma gekämpft. Ich glaub, mer hätte nackisch eine Polonaise mache könne, es hätt auch nix genutzt!«
Und nicht zu vergessen, die Kölner haben ebenfalls zum Vergessen gespielt – aber gewonnen. Ausgerechnet die Kölner. Da würde man ja eher den Offenbachern den Aufstieg in die 2. Liga gönnen.
»Jetzt wolle mer mal trotz aller Anspannung net übertreiben!«
Apropos Hessen. Neben dem OFC ist auch der FSV Frankfurt tief gestürzt. Warum hat sich momentan so vieles gegen die Hessen verschworen?
»Was heißt hier ›momentan‹. Wissese … de Mourinho, der Trainer von Real Madrid, beschwert sich über angebliche Verschwörungen gegen ihn und sein Team. Was natürlich lachhaft ist! Wann aaner sich deswegen überhaupt öffentlich beschweren darf, dann ja wohl wir Hessen!«
Was meinen Sie denn genau?
»Des kann ich Ihnen sagen! Warum gibt es außerhalb Hessens keinen Handkäs? Warum keine richtige grüne Soße oder gar Äppelwoi? Warum gucken Menschen in Hannover oder München einfach weg, wenn man sie mit ›Gude!‹ begrüßt?«
Ich denke mal, weil jedes Bundesland seine eigenen Bräuche und Leibspeisen hat.
»Quatsch! Weil man uns Hesse net leiden kann! Wenn unsere Bundesländer-Nachbarn könnte, würde se uns doch sofort vereinnahmen! Dabei sind wir die Schlausten von allen! Und dademit mein ich net nur Goethe! Meine Oma ist ein gutes Beispiel. Die hat mal gesagt – ›Glück ist, wenn im Winter im ganze Haus die Heizung ausgefalle ist, man aber vorher soviel Erbsensuppe gegessen hat, dass man mit dene Blähunge die ganze Bude heizen kann!‹ – Des ist doch Philosophie vom Feinsten. Aber des sehen die anneren um uns rum net!«
Aha. Und deswegen steigt die Eintracht letztendlich ab?
»Naa! Die steischt vor allem ab, weil die Truppe keinen Zusammenhalt hat und weil zu viele sogenannte ›Säulen‹ der Mannschaft sich bei näherer Betrachtung als Pappaufsteller entpuppt habbe!!
Wenigstens Sebastian Vettel hat in der Türkei die Ehre gerettet, aber der hat’s auch gut: Er profitiert von seiner Schnelligkeit, während die Frankfurter nur schnell gelaufen sind, als die Hooligans über die Zäune kletterten.
»So sieht’s aus. Hätte se in jedem Spiel dieser Saison nur die Hälfte von dieser Power gezeischt, wie als sie sich bei dene Bekloppte entschuldigt habbe, wären wir Zehnter!«
Wie ist diesem kleinen Teil der Fanszene beizukommen? Die müssen doch wissen, dass sie ihrem Verein schaden?
»Den Krawallmachern ist des scheißegal! Ich glaub auch net, dass man des alles mit Enttäuschung erklären sollte. Des is die blanke Lust am Stunkmache, und da ist so’n Spiel vor allem Mittel zum Zweck!«
Brocken, so aufgebracht und relativ humorfrei habe ich sie selten erlebt …
»Des stimmt. Man muss allerdings auch net jede Woche miterleben, wie sein Team sich bei jedem Ballbesitz in die Hosen scheißt und am Ende en paar Gestörte dafür sorgen, dass alle über uns den Kopp schütteln!«
Trainer Daum hat Verständnis für die Enttäuschung gezeigt, für die Fans sei die Eintracht der bestimmende Teil ihres Lebens, quasi der Lebensmittelpunkt. Lieber Brocken, darf die Liebe zum Verein so weit gehen, dass alles andere nur noch zweitrangig ist?
»Mit Verlaub, des is vollkommener Blödsinn! Für die mit den Stangen ist Gewalt der bestimmende Teil ihres Lebens, des hat mit Vereinsliebe wenischer als gar nix zu tun!«
Brocken, Sie sind ein ausgewiesener Eintracht-Fan, aber trotzdem, unternehmen sie mal einen ausgedehnten Spaziergang durch den Wald. Dann lassen sich die Gedanken über einen drohenden Abstieg vielleicht besser verarbeiten.
»Des wird vermutlich mein vierter Abstieg mit der Eintracht. Da muss ich nix mehr verarbeite. Des is wie mit’m verkatert sein. Beim ersten Mal denkt man, man stirbt. Beim dritten Mal weiß man schon, dass es auch wieder bessere Zeiten gibt. Und so isses mit der Eintracht auch!«
Das Leben geht also weiter, zur Not auch in der 2. Liga. Und montags lohnt sich dann auch wieder mal das Umschalten auf Sport1.
»Montagabende sind in der Regel ja eh langweilisch. Von daher kann man des auch mal positiv sehen.«
Und was Sie alles anders machen würden für die nächste Saison, das frage ich Sie erst, wenn der Abstieg feststeht.
»Is in Ordnung.«
Falls die Eintracht drinbleibt, frage ich das natürlich erst recht.
»Des wär allerdings noch mehr als in Ordnung!«

Veröffentlicht von gw am 10. Mai 2011 .
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“Voll blockiert!”

Hallo Brocken, das Unfassbare wird langsam fassbar, wir können es aber immer noch nicht fassen.
»Unglaublich, aber es stimmt! Ich bin auch fast sprachlos … und des will was heiße …!«
Jetzt bitte nicht anfassen, denn ich glaube mich immer noch in einem schlechten Traum.
»Ich fass Sie so oder so net an!«
Was haben sie am 1. Mai gemacht? Es gibt wohl nur zwei Möglichkeiten: Entweder Sie haben das Kurzzeitgedächtnis vernichtet, oder Sie haben sich ganz tief in die Erde eingebuddelt. Gab es noch eine dritte Auswahl?
»Einbuddeln geht net, weil ich kein Garte hab! Und des mit dem Kurzzeitgedächtnis nutzt nix, weil des schon seit Woche schlecht läuft. Des Mainz-Spiel war nur noch der negative Höhepunkt von allem. Des is e bissi wie wenn im Urlaub alles schief geht: Hotel scheiße, Essen scheiße, Russenmafia im Nachbarzimmer, Frau brennt mit Südländer dorsch … und in dem Moment, in dem du einfach nur noch heimreisen willst, klauen Sie dir sämtliche Koffer und Papiere …«
Ausgerechnet am Vorabend des Tages der Arbeit hat die Eintracht die Arbeit eingestellt. Das ist doch Realsatire …
»Vielleicht war ja am Samstag der ›Tag der Hosenschisser‹, das würde es wiederum erklären!«
Ein Tanz in den Mai schaut ganz anders aus, das war doch allenfalls ein Dahinhumpeln mit dem Krückstock?
»Für mich bedeutet ›Tanz in den Mai‹, den Abend so zu gestalten, dass man gar net mehr mitbekommt, wann noch April und wann schon Mai ist. So war es auch diesmal, und des hat mir durchaus geholfe, des Desaster mal kurzzeitisch zu verdränge!«
Ausgerechnet zur Frankfurter Pleite feiert Köln Wiederauferstehung. Mit dem schönen Nebeneffekt, dass Dortmund Meister ist. Aber auch mit der gruseligen Tatsache, dass Frankfurt Köln nun aus eigener Kraft nicht mehr einholen kann. Sie als ausgewiesener Köln-»Nicht-Fan« sind momentan nicht zu beneiden.
»Des mit Dortmund war der einzische Trost am Samstag. Gleichzeitisch hat man da hingeguckt und hatte des Gefühl, man ist als Eintracht-Fan von so was so weit entfernt wie en Hanauer Campingplatzbesucher vom Luxushotel in Dubai! Und dass Köln nach dem ganze hässliche Theater in der letzten Zeit trotzdem am Ende besser dasteht als wir, zeigt nur, dass der Fußball-Gott manchmal einfach en beschissenen Geschmack hat.«
Da ist was dran. Vor Wochen noch dachten wir, hoffentlich bleibt uns der Relegationsplatz erspart. Jetzt beten wir, dass uns wenigstens der Relegationsplatz bleibt. Was für ein Werdegang.
»Des erinnert mich an en Kumpel von mir, der wollte immer gern Zirkusdirektor werden. Also hat er bei Sarasani angeheuert. Statt Direktor wurde er aber nur Platzanweiser und musste morgens auch noch die Hinterlassenschaften der Elefanten beseitigen. Zum Schluss durfte er zwar bleiben, allerdings nur noch, um die Elefantenwagen sauber zu machen. So geht’s halt manchmal!«
Na ja, ich weiß ja nicht, ob Elefanten-Exkremente der richtige Vergleich
sind …
»Ich find schon!«
Überall ist zu hören, es wäre Christoph Daums erster Abstieg aus der Bundesliga. Wen interessiert das, hier geht es um die Eintracht!
»Genau! Für mich wär es übrigens der dritte!«
Apropos Daum, ihn als Schuldigen an der Frankfurter Misere auszumachen, das ist doch blanker Nonsens und soll ganz offenbar von den Versäumnissen der jüngeren Vergangenheit ablenken.
»Ich bin dagegen, überhaupt einen der Trainer verantwortlich zu mache. Skibbe hat es zwar net werklisch gebracht, aber letztendlich sind es ne ganze Reihe Spieler, die unnerm Strich net konstant gut genug sind. Manche scheinen ihre beste Zeit schon hinner sich zu habbe … und des in dem Alter!«
Stimmt, es ist immer noch die Mannschaft, die auf dem Platz steht. Und das Umfeld, das diese Mannschaft geformt hat. Brocken, wie ist eine solche Verunsicherung und psychische Blockade zu erklären, waren Sie auch schon mal derart blockiert?
»Ja! Ich stand mal vor ’m Schnellimbis und konnte mich net entscheiden, ob ich en gegrilltes Hähnsche oder ne halbe Schweinshaxe essen soll. Des hat mich dermaßen überfordert, dass ich wie gelähmt war. Voll blockiert!«
Wie haben Sie die Blockade gelöst?
»Ich hab beide gegesse!«
Wenn das Unfassbare noch nicht zu fassen ist, wer muss sich bei der Eintracht an die eigene Nase fassen? Wer oder was ist schuld?
»Alle zusamme müsse des. Die Spieler, weil sie net genug an sich gearbeitet habbe, und des Umfeld, weil es net genug druff geachtet hat, dass des so ist!«
Unglaublich bei so einem Traditionsverein, der schon so lange dabei ist!
»Ja, aber des muss nix heiße! Bei uns im Ort hat mal des Gebäude von der Freiwillischen Feuerwehr gebrannt, dademit hat auch kaaner gerechnet!«
Patrick Ochs sagte: »Alle haben Angst und sich in die Hosen geschissen.« Besonders die Abwehr, die war ein Hühnerhaufen und gehört in den Opel-Zoo. In das Kleintierzuchtgehege. Bei den Elefanten hat die Eintracht derzeit nichts zu suchen.
»Stimmt! Annererseits, wenn man des mal genau betrachtet, beleidigt man ja eigentlich vor allem die Hühner …«
Nächsten Samstag geht’s gegen Köln – ich bin mir noch nicht sicher, ob ich wirklich zuschauen will. Können Sie mich verstehen?
»Ja, Sie stehen ja direkt vor mir!«
Und irgendwie will ich auch gar nicht wissen, wie Mönchengladbach gegen Freiburg spielt. Irgendwie will ich ganz lange schlafen und erst wieder aufwachen, wenn die Eintracht gerettet ist.
»Ich will jetzt net zu pessimistisch daherkomme, aber dann müsse Sie sich vermutlich einfrieren lasse.«

Veröffentlicht von gw am 3. Mai 2011 .
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“The Master of Worscht”

Hallo Brocken, was für ein Wetter am Wochenende. Ich hoffe, Sie mussten nicht arbeiten. Wie haben sie den Eintracht-freien Samstag und Sonntag verbracht? Gegrillt, wie viele andere auch, war ja nicht zu »überriechen«?
»Was heißt hier ›wie viele andere auch‹? Ich hab Grillen studiert. Ich bin sozusagen ›The Master of Worscht‹! Ich war sogar schon mal Vizemeister beim ›Thüringer Freestyle-Grilling‹ in Erfurt!«
Ach so. Entschuldigung. Themenwechsel: Immer wieder scheiden sich die Geister an Maik Franz. Werder-Trainer Thomas Schaaf echauffiert sich an der Zweikampfszene zwischen Franz und Dennis Avdic, der die »Iron Maik«-Faust zu spüren bekommen hat, Christoph Daum stellt sich dagegen vor seinen Abwehrspieler. Wie haben Sie die Szene gesehen?
»Gar net! Immer wenn de Franz zum Zweikampf ansetzt, mach ich automatisch die Augen zu!«
 Irgendwie erinnert das auch an die Augsburger Puppenkiste. Wäre Franz ein Bremer und Avdic ein Frankfurter, hätten sich Daum und Schaaf genau entgegensetzt geäußert. Nehmen wir das alles nicht viel zu ernst?
»Naja… Wenn ich ehrlich bin, hab ich als Bub die Geschichten in der Augsburger Puppenkiste auch ziemlich ernst genomme. Des Urmel war für mich damals des, was de Eisbär Knut heut für Tausende von Berliner Hausfrauen war.«
Bleiben wir trotzdem noch bei Franz. Klar ist, dass wir schon Schlimmeres gesehen haben. Aber wenn der Ruf erst einmal ruiniert ist…
»Moment! Genau wegen seinem Ruf hat ihn die Eintracht doch gekauft!«
Wie aus Saulus der Paulus – wird aus Franz bestimmt nicht mehr die Franziska, oder?
»Es sei denn er lässt eine von diesen Operatione mache! Und dann könnte er immer noch beim 1. FFC Frankfurt spiele!«
Bitte noch einen Kommentar von Ihnen als bibeltreuen Eintracht-Fan zu folgendem Zitat: »Wenn man Christoph Daum die Hand schüttelt, dann fühlt sich das schon so an, als würde man dem Papst die Hand geben.«
»Abgesehen dadevon, dass des absoluter Quatsch ist, frag ich mich gerade, wen das mehr beleidigt. De Papst oder Christoph Daum…?«
Meinen Sie das ernst?
»Na, wenn jetzt jemand samstags net mehr ins Stadion geht, weil de Daum mal en Drogenproblem gehabt hat, aber dadefür trotzdem jeden Sonntag in die Kirch rennt, obwohl von dene in den letzten Jahrn nachweislich ne Menge Leut weitaus Schlimmeres gemacht habbe, dann ist das net werklich logisch!«
Es war jedenfalls Alexander Schur, der das in der Sendung »Heimspiel« über seine erste Begegnung mit Daum gesagt hat.
»Vielleicht hat dieser berühmte Kopfball damals gegen Reutlingen ja beim Alex mehr Spuren hinterlasse als man gedacht hat! Wenn er das nächste mal Jimmy Hartwig begegnet, und danach erzählt, dass er Martin Luther King getroffen hat, wisse mer’s!«
Darf ich Sie noch mit einem anderen Zitat konfrontieren? Okay, also: »Wenn ich ein Gott wäre, dann gewinne ich alles. Ich bin kein Gott.« Heute geht’s bei uns, wie Sie merken, sehr religiös zu. Aber für viele ist der Fußball ja auch eine Art Ersatzreligion.
»Was heißt ›Ersatz‹? Ich kenn Typen, die könne Ihnen, wenn man se mitten in de Nacht uffweckt, ansatzlos sagen, wie 1990 beim Spiel Schalke 04 gegen HSV der Kousin vom Linienrichter hieß! Aber wenn man sie fragt, was der Unterschied zwischen Protestanten und Katholiken ist, müssen die erst jemanden anrufen, bevor sie antworten!«
Es gibt aber schon immer zwei Linienrichter!
»Ja, aber die wissen, dass nur einer davon en Kousin hatte!«
Übrigens, Louis van Gaal war’s. Wieso muss er unterstreichen, dass er kein Gott ist? Auf so eine Idee kommt niemand, der – sind wir vorsichtig – bei einigermaßen gesundem Menschenverstand ist.
»Zumal des ja bedeuten würde, dass Gott ein Holländer ist. Und wenn sich des rumsprechen würde, würden ne Menge deutscher Autofahrer aus der Kirche austreten.«
Auf der anderen Seite darf man ihm auch nicht Unrecht tun. Viele Spieler halten sich im ganz normalen Leben für die Krönung der Schöpfung. Die Bodenhaftung zu behalten ist schwer, wenn man permanent im Scheinwerferlicht steht. Gibt es bei Ihnen auch Momente, in denen sie sich geblendet fühlen und die Realität aus dem Blick verlieren könnten?
»Ja. Immer wenn mir aaner auf ner engen Landstraße entgegenkommt und Fernlicht anhat!«
Ist es nicht eine Fügung des Schicksals, dass van Gaals letzte Worte als Bayern-Trainer folgende waren: »Fußball wird von Menschen gespielt, und Menschen machen Fehler.«
»Mit ›Fügung‹ hat des meiner Meinung nach nix zu tun. Des hat vor allem dademit zu tun, dass die Bayern einfach verwöhntechnisch voll einen am Sträußsche habbe! Die habbe z. B. ernsthaft Schiss davor, dass se vielleicht in der Europa League spielen müssen… des muss sich hier mal aaner vorstelle! Des is so, wie wenn en Bonze seinen Angestellten vorheult, dass er net genügend Wasser im Swimmingpool hat, während die froh sind, wenn se die Wasserrechnung für die Zwei-Zimmer-Wohnung, in denen ihre Frau mit dene drei Kinner wohnt, bezahlen könne!«
Wow, Sie sind ja ein regelrechter Klassenkämpfer!
»Eija, net umsonst heiß ich bei vielen auch ›Che Brocken‹…«
Unter Daum gab es im zweiten Spiel das zweite Unentschieden. Nach der Stuttgarter und Wolfsburger Niederlage ist der Punktgewinn fast schon als Sieg zu werten, oder male ich das 1:1 zu bunt?
»Och… so e bissi bunt in dene trübe Zeite is doch ganz schön.«
Am Samstag bei 1899 Hoffenheim gilt’s, da gibt’s den ersten Sieg? Denn: Die Eintracht rangiert in der Auswärtstabelle auf Platz acht, in der Heimtabelle nur auf Platz 13. Kontern kann sie besser als das Spiel zu machen…
»Weiß ich net. Aber ich weiß, was ich mache, wenn se dort verlieren.«
So? Und das wäre..?«
»Ich verkauf meine sämtlichen SAP-Aktien… da wird er gucke, der Herr Hopp!«
Donnerwetter, das ist mal ne Ankündigung. Wie viele Aktien haben Sie denn von denen?
»Drei.«
Oh! Na, das wird Hopp ja schwer beeindrucken…
»Des glaub ich auch…«

Veröffentlicht von gw am 13. April 2011 .
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Friedenspfeife und Voodoohäppscher

Hallo Brocken, zwei ereignisreiche Wochen liegen hinter uns. Der Frühling ist da, die Grünen auch, stärker denn je, und auch Christoph Daum. Haben sie das alles schon verkraftet?
»Ei logo, ich mein, en rischtische Eintracht-Fan ist ja e bissi wie’n Baum, der wo allen Witterunge standhält! Und Frühling und die Grünen sind ja weiß Gott nix Unangenehmes …«
Ich hatte aber noch einen Punkt mehr aufgezählt …
»Ja, aber so einer wie der is selbst für einen alten Eintracht-Baum was Neues, des muss man erste ma en paar Wochen beobachte!«
 Wenn ich Ihnen vor einiger Zeit erzählt hätte, der Daum kommt in den nächsten Tagen nach Frankfurt, dann hätten Sie mich …
»… auf Drogen untersucht! Was jetzt aber ehrlich keine Anspielung auf den neue Trainer sein soll, die Witze sind mittlerweile echt mehr als durch! Aber so viel Fantasie hätt ich Ihnen ohne chemische Hilfsmittel net zugetraut!«
 1:1 in Wolfsburg, ein Punkt, Abstand zum Mitkonkurrenten gewahrt. Auch wenn der Ausgleich spät fiel, Hand aufs Herz, vor dem Anpfiff hätte ich sofort unterschrieben. Sie auch?
»Absolut! So halte mer die VW-Buben weiter auf Abstand! Wär übrigens so mit des Allerschärfste, wenn die absteigen würden und Magath die in der 2. Liga trainieren müsste! Des wär der Beweis, dass es en Fußball-Gott gibt!«
 Um Viertel vor sieben, Alexander Meier erzielt das 1:0 der Eintracht in Wolfsburg. Wahnsinn vorher das Solo von Altintop, die können es doch. War das schon Daum’sches Werk?
»Des sind ja keine Roboter, die de Daum repariert hat, des is ja in denen drinne! Aber es wirkte schon so, als hätt er sie zumindest dran erinnert, dass sie es besser können als zuletzt in der Rückrunde! Vor allem vom Kämpferische her war’s gut. Und im Abstiegskampf brauchste kaane Designer – sondern Arbeiter«
 Aber sind wir ehrlich, Wolfsburg war spielerisch besser, aber total verunsichert. Die Eintracht war …
»… etwas schwächer, aber dafür net verunsichert!«
 Schönheitspreise brauchen wir nicht, nur den Klassenerhalt. Mal eine Frage über den Tellerrand hinaus: Wenn der Ligaerhalt unter Dach und Fach ist, wie will die Eintracht die Daum’schen Visionen umsetzen? Dazu braucht’s doch auch ein wenig Bares? Mit Visionen allein wird schließlich kein Fußballprofi satt.
»Wem sagen Sie das! Aber jetzt mal im Ernst, mit Visionen und Überzeugungskraft kannst du zumindest junge Spieler begeistern. Die Jungs in Dortmund habbe auch kein Vermögen gekostet, kommen zum großen Teil aus’m eischene Nachwuchs und sind trotzdem der Hammer!«
 Der Sieg in Wolfsburg war zum Greifen nahe, leider hat Sebastian Jung beim Ausgleich den Torschützen Mandzukic quasi eingeladen. Warum macht der nicht kurzen Prozess?
»So weit ich weiß, ist des strafbar …«
 Kurzen Prozess gab es am Wochenende auch bei DSDS (Deutschland sucht den Superstar), das schauen sie doch regelmäßig, oder? Jetzt enttäuschen Sie mich nicht.
»Na, des guck ich net. Mei Nachbarin kommt jede Woche mindestens einmal rüber, springt auf meinen Küchentisch bei mir und singt mir Songs von Beyonce vor!«
Die kenn ich! Das ist diese hübsche dunkelhäutige Sängerin mit der Soulstimme! Das ist doch schön.
»Bei Beyonce selber ja … bei meiner Nachbarin net! Sie ist schwerer als ich, bewescht sich wie’n Elefant, den se mim Betäubungsgewehr angeschosse habbe, und hat en Organ wie ne Betonbohrmaschine. Ich hab genug ›DSDS‹!«
 Jedenfalls wurden am Samstagabend bei RTL zwei Zahlen bzw. Endziffer vertauscht, die Abstimmung daraufhin vorzeitig abgebrochen. Wollen wir analog dazu beim DFB einen Antrag stellen, den Gegentreffer zum 1:1 annulieren zu lassen?
»Quatsch! Des Ergebnis ist in Ordnung. Viel wichtiger wäre es, dass se diesen hinnerhältischen Sack von Diego noch sperre. Des war übel, wie der dem Ochs in die Sehne getrete hat!«
Apropos Hinterhältigkeiten: der Bierbecherwurf von St. Pauli. Momentan wird schwer auf die Hamburger eingeschossen, wenngleich eine Strafe natürlich zwingend ist. Aber muss ein Verein wegen eines Deppen so niedergemacht werden?
»Nee, des net. Aber den Depp müssese niedermache! Ich hab des live gesehen und war fix und fertisch …«
Na ja, das war schon heimtückisch, aber da gab es schon noch härtere Geschichten in den letzten Jahrzehnten.
»Des mein ich doch auch gar net. Kurz vor der Szene hab ich festgestellt, dass ich kaan einzische Schoppe mehr im Kühlschrank hab. Und dann seh ich, wie da einer ein komplettes frisch gezapftes Bier durch die Gegend wirft! Ich hab die ganze Nacht net geschlafen vor Uffreschung!«
 Bleiben wir trotzdem noch bei Pauli. Zum Beispiel wurde geschrieben: »St. Pauli hat seine Unschuld verloren und muss sich das Büßerhemd überstreifen.« Oder: »Der irreparable Sündenfall für den sich immer als alternativ gestrickt verstehenden Klub.«
»Des kann man natürlich net mache wegen einem einzische Typ! Nemme se doch mal die ganzen Priester und Pfarrer und Bischöfe, die se in letzter Zeit erwischt habbe. Deswegen habbe se ja auch net alle Kirchen zugemacht, oder?«
 Kommen wir vom Alkohol zur Kippe. Haben Sie so sieben, acht Minuten vor Schluss Heribert Bruchhagen auf der Tribüne still und heimlich rauchen gesehen? Wie haben sie die letzten Minuten überstanden?
»Ich musste mir die neuste Single von Beyonce anhören!«
 Was ich wirklich fragen wollte, glauben Sie nach dem neu aufgeflammten Hin und Her der letzten zwei Wochen, dass Daum und Uli Hoeneß in diesem Leben noch einmal die Friedenspfeife rauchen?
»Nee, eher treffe sich sämtliche Frankfurter und Offebacher am Kaiserleikreisel und tanzen die Vereinigungspolka!«
 Was machen Sie am Freitag um 20.30 Uhr? Schauen Sie mal auf die Tabelle, ein Heimsieg gegen Bremen, und schon …
»Vorsicht Kollege, des wird schwer! Werder spielt hier fast immer besonders gut. Deswegen werd ich vor dem Spiel auch jede Menge ›Bremer Voodoohäppscher‹ verspeisen!«
Was sind denn ›Bremer Voodoohäppchen‹?
»Des sind diese Rollmöps mit dene Spießscher drin.«
Aber die Spießchen sind doch da drin, um den Fisch zusammenzuhalten. Das hat doch mit Voodoo gar nix zu tun!
»Ich ess se trotzdem!«

Veröffentlicht von gw am 6. April 2011 .
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