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Hoeneß tritt ab …

… und hat jetzt auch einen Medwedew?

Veröffentlicht von gw am 15. November 2019 .
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Ohne weitere Worte (vom 29. Oktober)

Klar, man kann mit Geduld auch 68 Minuten lang einen Rückstand ins Ziel retten, das zumindest ist dem BVB in Mailand recht gut gelungen. (Ulrich Hartmann/Süddeutsche Zeitung)
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Englische und italienische Sportseiten sind meist voll von kriegerischem Vokabular, von Panzern und Blitzkriegen. (…) In Mailand aber war beim BVB eine Strategie zu besichtigen, die man als krasses Gegenteil kennzeichnen konnte: der Mailänder Strafraum als entmilitarisierte Zone. (Freddie Röckenhaus in der SZ)
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»Es kann (…) nicht sein, dass man nur einen Pass spielt, um einen Pass zu spielen. Es muss einen mit Glück erfüllen. Das hört sich jetzt vielleicht romantisch an oder ein bisschen blöd, aber ich bin glücklich, wenn ich einen schnellen Ball nach vorne spiele, der weitergeleitet wird und wir dann auch was kreieren können. Der Pass muss auch ’ne Message haben.« In dem Moment war nicht ganz klar, ob da wirklich Manuel Neuer sprach oder nicht doch Pep Guardiola. (Martin Schneider in der SZ)
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Haben Sie die Debatte um den Militärgruß türkischer Nationalspieler (…) verfolgt? – »Ich bin Fußballer, mehr nicht. (…) Ich kann niemandem erklären, wie Politik funktioniert. (…) Jeder sollte in den Spiegel schauen, ob er selbst alles richtig gemacht hat. (…) Vielleicht gehöre ich nicht in diese Zeit, eigentlich hätte ich vor 40 Jahren leben müssen.« (Bas Dost im Kicker-Interview)
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Irgendwie habe ich ein wenig das Interesse an der Nationalmannschaft verloren, seit sie auf RTL läuft. Bei deren Programmierung ist es ja nur eine Frage der Zeit, bis sie für Jogi ’ne Schwiegertochter suchen oder Neuer als Bachelor einsteigt. (…) Die Rechte der Europameisterschaft 2024 liegen momentan bei der Telekom – aber nicht mehr lange, und die Spiele werden von der Check24-Familie kommentiert. (Atze Schröder in der Kicker-Kolumne »abpfiff«)
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Franz Beckenbauer sagte nach dem WM-Triumph 1990 (…), »wenn jetzt die DDR-Spieler hinzukommen, ist die deutsche Mannschaft auf Jahre hinaus unschlagbar«. Sie wurden sein Nachfolger … – »Als er in die Kabine zurückkam, sagte er. ›Berti, ich glaub, ich hab gerade einen ziemlichen Scheiß erzählt.‹ (…) – Ich: »Super, Franz … absolut super.‹« (Berti Vogts im Sport-Bild-Interview)
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Mit 16 haben Sie (…) Holger Geschwindner kennengelernt. – »(…) Er hatte (…) schon immer einen schrägen Ansatz. (…) Einmal kam ein Freund von ihm, Ernie Butler, mit dem Saxofon in die Halle, und wir dachten, der spielt jetzt ein bisschen, und dann trainieren wir. Doch da sagte der Hodge: Jetzt tanzt mal zu dem Saxofonspiel. Und wir so: nee, ehrlich jetzt? Da hatte er mal wieder in einem Buch gelesen, dass mithilfe von Musik das Gehirn besser und schneller lernt. Und dann haben wir halt getanzt, einfach so, mit geschlossenen Augen.« (Dirk Nowitzki im Spiegel-Interview)
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Eine (…) Methode, sich fit zu halten, nutzt Barbara Becker. »Ich bin jemand, der sich (…) oft bewegt«, sagt die Ex-Tennisspieler-Ex-Gattin dem Neuen Blatt. »Ich renne zum Beispiel durch meinen Pool.« Damit das die angestrebte Wirkung zeigt, sollte allerdings a) kein Wasser im Becken und b) der Pool ziemlich groß sein. (»Herzblatt-Geschichten« von Jörg Thomann in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung)
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Ihr Geburtsname ist Richard Starkey. Nennt Sie eigentlich noch jemand Richard? – »Die Familie!« (…) – Sind Sie als öffentliche Person Ringo und im Privaten Richard? – »(…) Letztlich bin ich wie ein Hund. Rufen Sie mich – und schon komme ich.« (Ringo Starr im Zeit-Interview)
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Dem rücksichtslos entblößenden Blick ist die Welt nichts als ein groteskes Nahrungskettchen, das sich im Zeichen der Pein selbst verschlingt. (Eckart Goebel in einer Rezension von »Die nackte Wahrheit« des Philosophen Hans Blumenberg in »Die Literarische Welt«)

Haben Sie eine Überzeugung, die sich mit den gesellschaftlichen Konventionen nicht verträgt? – »Die Mode mit den zerrissenen Hosen finde ich dekadent.« (Winfried Kretschmann in »Der Politische Fragebogen« der Zeit) (gw)
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Veröffentlicht von gw am 28. Oktober 2019 .
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Montagsthemen (vom 28. Oktober)

Die Hängepartie geht weiter, es droht aber kein Patt, denn das Schach-Bild ist schief. Im Fernduell Kovac – Favre sind beide gleichzeitig am Zug, beide sind im Nachteil – und zwei Verlierer kennt das Schach ebenfalls nicht …
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Wann ist ein Hand ein Hand? Schwieriger zu beantworten als Grönemeyers Mann-Frage. Die Regel-Kriterien (»Vergrößerung der Körperfläche«, »Absicht«) hebeln sich gegenseitig aus. Wie im Revierderby. Zumal Absicht eine Sache der Ansicht ist und keine von kalibrierten Linien.
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In Gelsenkirchen spielte eine Schalker Mannschaft im Klopp-Stil gegen eine Dortmunder im Favre-Stil. Hier gab es dann doch ein Patt, wegen Zugwiederholung: Pfosten, Abseits, Sancho, Pfosten, Abseits, Sancho.
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Dennoch, es war ein, um gegen den fachlichen Mainstream anzupaddeln, gutklassiges Derby, sehr intensiv und dennoch überwiegend fair.  Respekt! – Der prägt übrigens auch jede unserer Zeitungsseiten, denn so heißt der unbedruckte Platz am Seitenrand. In Büchern gibt es sogar ein »Respektblatt«, eine leere Seite (vorne und/oder hinten). So vereint der »Respekt« alle Schichten, von Bücherlesern bis zu Fußball-Ultras … »haste Resbegt,  Opfer!?«
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Respekt auch für Lewis Hamilton. »Werdet vegan, das ist der einzige Weg, die Welt zu retten«, fordert er und damit die halbe Welt zum Spott heraus, denn da müsste schon die ganze Welt vegan werden, um die Formel 1 zu retten, die mit 50 Lkw und 200 Mann Besatzung ihre 1000-PS-Renner um die Welt kutschiert, zu Lande, zu Wasser und in der Luft, Trilliarden Liter Sprit verbrennt und mit ihrem ökologischen Fußabdruck die halbe pazifische Inselwelt unter Wasser stampft.
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Wer Hamilton verspottet, muss auch sich selbst verspotten (ich tu’s), oder die Freitags-Kinder (ich tu’s nicht; kein Spott gegen Kinder!) oder jene Sportpolitikerin aus dem Bundestag, die unentwegt um die Welt jettet, um im Dienste der guten Sache Kongresse, Symposien und ähnliches sich selbst genügendes Palaver abzuhalten, jeweils stolz dokumentiert auf Facebook. Ich verspotte sie alle nicht, denn auch bei mir klaffen Lichtjahre zwischen Anspruch (wider den Fetisch Wachstum!) und Wirklichkeit (ökologisch trage ich Schuhgröße Gulliver).
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Riesengroßen Respekt habe ich vor Mackenzie Davis, die im neuen »Terminator« prägend mitspielt und im Interview schwärmt, was man alles »auf die Beine stellen kann, wenn man einfach einen Fuß vor den anderen setzt«. Wenn ich das täte, sähe es bescheuert aus. Schon Sepp Christmann, der Vater aller Wurftrainer, machte sich über den Ausdruck  lustig, niemand gehe so, denn es sähe absurd aus, wenn man krampfhaft darauf achte, dass der hintere Fuß sich erst löst, wenn der vordere »gesetzt« ist.
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Was ja auch das Dilemma der Geher ist. Wenn’s schnell »gehen« soll, muss man laufen, also den hinteren Fuß schon lösen, wenn der vordere noch nicht Fuß gefasst hat. Daher auch das typische Hüftgewackel, mit dem man versucht, das Gehen-Laufen-Dilemma auszugleichen, was aber bei höherem Tempo fast unweigerlich zum Laufen führt – und zur Disqualifikation. Der Stil des Einen-Fuß-vor-den-anderen-Setzens ist aber immerhin in England offiziell anerkannt. Siehe John Cleese von den Monty Pythons und sein »Ministry of Silly Walks«
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Ob Mackenzie Davis werfen kann? Das ist ja nicht gerade eine weibliche Kernkompetenz. Obwohl das Werfen, zum Beispiel mit dem Speer auf Beute, die Evolution erst so richtig in Fahrt gebracht hat. Warum also können Frauen nicht werfen? Nun hat die Wissenschaft einen neuen Ansatz gefunden: »Je mehr eine Frau sich als Objekt betrachtet oder glaubt, als eines gesehen zu werden, desto schlechter kann sie werfen« (Axel Knicker von der Sporthochschule Köln). Soso. Mittlerweile wirft meine Frau – Respekt! – das Stöckchen für den Hund weiter als ich. Das verstehe ich nicht.
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Oder wie es in Johan Peter Hebels gleichnamiger Kurzgeschichte heißt: »Kannitverstan«. Hebel hat auch eine Ganzkurzgeschichte geschrieben, über einen, der keinen Respekt verdient. »Ein Büblein klagte seiner Mutter: ›Der Vater hat mir eine Ohrfeige gegeben.‹ Der Vater aber kam dazu und sagte: ›Lügst du wieder? Willst du noch eine?‹« – Vorname des Vaters: Donald. Nachname: keinesfalls Duck.
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Noch das: Helene Fischer (sie kann auch  werfen!) ist wieder da. War Stargast beim Trigema-Betriebsfest. Jetzt schmollt der Affe. (gw)
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Veröffentlicht von gw am 27. Oktober 2019 .
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Sport-Stammtisch (vom 26. Oktober)

Wir könnten auch über Fußball reden. Zum Beispiel fragen, wer eher »reif« ist, Kovac oder Favre. Wobei der eine nichts dafür kann, dass seine beiden Ober-Chefs zwei Wackel-Wechsel (Hernandez kam verletzt, Coutinho als Gescheiterter) wie Triple-Selbstläufer vorgefeiert haben – und der andere kann seine Sturm-Zwerge nicht zwei Köpfe größer machen. Egal, »reif« sind sie beide, auch aus anderen Gründen, einer vielleicht schon heute, so ist nun mal das Geschäft. Oder der Telekom-Deal. Business as usual, bis die Blase platzt. Für den Normalzuschauer ändert sich nichts. Er sieht die deutschen und die End-Spiele scheinbar für lau, zahlt aber sowieso alles. Und da wäre noch Pep Guardiola, der Fundamental-Katalane, der (wirklich wahr!) als Ministerpräsident der Separatisten im Gespräch ist. Dass der Hang zur Kleinstaaterei völkischer Nationalismus ist, sei nur am Rande erwähnt. Freiheit für Oberhessen!
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Zum ehrlicheren Ballsport. »Als regelmäßige Leserin Ihres ›Anstoßes‹ bin ich häufig sehr einverstanden, manchmal mehr oder weniger und manchmal aber auch gar nicht. So heute. Ihre Sicht auf den Haka kann nicht unkommentiert stehenbleiben! Als Rugby (und All-Blacks)-Fan liebe ich den Haka. Er passt doch wunderbar – Rugby ist ja nun auch ein aggressives Spiel und definitiv nix für Weicheier, aber Obacht – man geht trotzdem extrem respektvoll miteinander um!« (Waltraud Grefen/Hungen). – Ja, den Haka habe ich – humorlos, was ich mir ganz besonders ankreide – als dumpfes Kriegsgeschrei abgetan Die Kritik ist nicht nur berechtigt, sie wärmt auch wonnige Rugby-Erinnerungen auf. Ich wohnte in Heidelberg-Handschuhsheim, an einem meiner ersten Tage dort brach der Verkehr zusammen, wild und ausgelassen feiernde Menschenmassen schwappten durch die Altstadt bis nach Handschuhsheim, weil mein Lebensabschnitts-Heimatort deutscher Rugby-Meister geworden war. Bald schon verkehrte ich in besten Rugby-Kreisen, beim urigen Altstadt-Wirt Kuno, einem Exnationalspieler, der auch zum tausendsten Male immer noch gerne erzählte, wie er »damals im Hämdepark in Glasgow die Quetsch genomme« und die Schotten schwindlig gespielt hatte, so dass die nicht mehr wussten, ob Rugby Rugby oder Rubgy geschrieben wird (wissen Sie’s auf Anhieb?).
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»Aber jedenfalls – genauso wie auf den nächsten Haka freu’ ich mich auf Ihre nächste Kolumne!« Danke, liebe Frau Grefen. Ebenfalls ein Dank an Barbara Tomsch, auch bekannt als tätowierte »Tiger-Oma« aus Reichelsheim, die nicht nur meine Tattoo-Antipathie toleriert, sondern sich auch über meine »Venus von Willendorf«-Gedanken beim Frauen-Kugelstoßen »amüsiert« hat. Auch Frau Tomschs Frage, »ob Heinz Fütterer noch lebt, oder ob auch er schon – wie jetzt Martin Lauer – im Leichtathletik-Himmel ist« (ist er, seit Februar 2019), weckt nostalgische Gedanken. Denn fast auf den Tag genau ist es heute 65 Jahre her, dass Heinz Fütterer 100-m-Weltrekord gelaufen ist. In Japan. 10,2. Zwar handgestoppt, aber auf Asche, ohne modernen Startblock, ohne High-Tech-Spikes, ohne Nahrungsergänzungsmittel und all die anderen modernen Errungenschaften des Leistungssports. Er blieb 1954 in allen seinen 150 (!) Saisonrennen ungeschlagen.
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Fütterer fütterte sein Talent nur mit Training, liebe Jungs und Mädels, und dröhnte es nicht mit Ballerspielen zu. Aktuell wird wieder einmal die Frage diskutiert … nein, nicht ob Gaming Sport ist, sogar olympischer, das ist mir zu abwegig, auch wenn’s im Koalitionsvertrag steht … sondern ob und inwieweit Ballerspiele für Amokläufe verantwortlich sind. Ich lese lange und kluge Artikel dazu, glaube aber, dass man es kurz machen kann: Ballerspiele machen keine Amokläufer (und sonstige Gewalttäter), aber sie können bei einer – hoffentlich nur winzigen – Minderheit, in der latent mörderischer Wahnsinn glimmt, zu innerer Verwahrlosung, zu völligem Empathieverlust führen und die Hemmschwelle drastisch senken. Und dann …
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Empathie. Auch dieses Thema hatten wir kürzlich. Meine Gedanken dazu finde ich jetzt in einem Essay von Zadie Smith wieder, die schon als junges Mädchen »vor allen Dingen wissen wollte, wie es sich anfühlen würde, an andere Dinge zu glauben als jene, an die ich selbst glaubte« (aus »Die Literarische Welt«). Mit dieser Gabe zur Empathie wird man im Idealfall eine derart wundervolle Schriftstellerin wie Zadie Smith. Wer sich aber nur in seinesgleichen einfühlen kann/will … na ja, der wird jedenfalls keine Zadie Smith, aber das ist sowieso ein ganz anderes Thema und hat mit Sport eventuell nicht mehr allzu viel zu tun. (gw)
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(www.anstoss-gw.de mit gw-Blog »Sport, Gott & die Welt« /  Mail: gw@anstoss-gw.de)

Veröffentlicht von gw am 25. Oktober 2019 .
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Ohne weitere Worte (vom 22. Oktober)

Der Videobeweis wie die kleine Petze, der man früher das Pausenbrot klaute und die dann nachträglich dafür sorgte, dass man nachsitzen musste. (aus dem 11Freunde-Liveticker zur Millimeter-Abseitsentscheidung in Dortmund)
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An die politische Weitsicht von Profikickern habe ich (…) ähnlich hohe Ansprüche wie an die Kopfballqualitäten von Angela Merkel. Würde man (…) an deutsche Politiker dieselben politischen Maßstäbe anlegen wie an türkischstämmige Fußballer, wären alle Amtsträger längst freigestellt. (Markus Feldenkirchen in seiner Spiegel-Kolumne)
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Ist ein bisschen impulsive Dummheit wirklich schlimmer als die strategische Ignoranz und konsequente Kaltschnäuzigkeit, mit der die Vereine und Verbände selbst regelmäßig so ziemlich jeden ethischen Anspruch reißen, solange er nur ins Geschäftsmodell passt? (Micky Beisenherz in seiner Stern-Kolumne)
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Die Regierung überweist Erdogan schließlich Milliarden als Türsteher, damit er ihnen weitere Flüchtlinge vom Hals hält. Mit dem Geld lassen sich Militäroffensiven noch besser führen als mit Instagram-Likes. (…) Aber Hauptsache, es gibt ein paar Kicker, über die man herfallen kann. (Feldenkirchen/Spiegel)
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Nun gab er (…) ein Interview und wiederholte, wie schmählich er in Deutschland behandelt worden sei. (…) Im Sommer heiratete er Amine Gülse, ehemalige Miss Türkei. Der Trauzeuge war Erdogan. Wenn sich Özil zum PR-Clown für einen Autokraten macht, dann ist das für ihn Ausdruck von Respekt. (…) Manchmal staunt man über Özils Reflexionen, aber man kann sich nie sicher sein, wer da spricht. Ist es Özil, sind es seine Berater? (Benedikt Neffe in der Neuen Zürcher Zeitung)
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»Wir (…) haben einfach Glück, dass das, was wir gut können, in der Öffentlichkeit so wertgeschätzt wird. Wenn du der tausendbeste Fußballer auf der Welt bist, kennt dich jeder, und du bist stinkreich. Wen du aber der fünftbeste Synchronschwimmer bist, zahlst du deine Reisen zu Wettkämpfen selber.« (der zurückgetretene Niko Bungert von Mainz 05 im Welt-Interview)
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»Es ist 13 Jahre her, es geht nicht weg, aber man lernt, damit zu leben.« – Kann man damit abschließen? – »Nein. Aber es gibt viel Kraft. Wenn man dann über sich die Frage liest, ob man als Trainer wackelt, dann kann man darüber lächeln.« (Hoffenheims Trainer Alfred Schreuder, dessen Tochter 2006 an den Folgen eines Gehirntumors starb, im Kicker-Interview)
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»Arnold (Schwarzenegger) (…) war ganz begeistert von meinen Bauchmuskeln und musste das dann auch jedem erzählen. ›Leute, ihr glaubt es nicht. Das Mädchen hat einen Eightpack.« (Mackenzie Davis, die im neuen Terminator-Film einen Cyborg spielt, im FAS-Interview)
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Im Vorwort heißt es: »Golfer sind Weltenbummler.« (…) Vorschläge folgen prompt: »Kreuzfahrt mit Golf auf Teneriffa? Superbillig ab in die Türkei mit Unlimited Golf? Oder die preisgünstige Individualgolfreise zu kleinen Küstenplätzen in Thailand?« (…) Besinnungslos immer weiter wegfliegen. (…) Leute, so wird Greta nie Golferin. (Bernd Müllender in der taz über eine Golf-Beilage in der SZ)
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»Als David Bowie kam, sagte er nachts um zwei zu mir: ›Komm mit an den Pool, ich zeige dir, wie ich einen Song schreibe.‹ Am Rande des Pools stand eine Delfinskulptur. Bowie (…) schrieb einzelne Sätze untereinander. Mit einer Schere schnitt er Sätze aus, mischte sie neu und sang sie zur Gitarre. Nach 20 Minuten las er mir die fertigen Zeilen vor: ›I wish you could wim / Like the dolphins, like dolphins can swim‹ (…) Als der Song rauskam, begriff ich, dass ich Zeuge der Entstehung seines Welthits »Heroes« geworden war.« (Hubertus von Hohenlohe, Jet-Set-Ikone und fünfmaliger Winter-Olympiateilnehmer, im Interview von MrICON, einer Welt-Beilage)
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Bei der neunten Ausgabe von »Sport trifft Politik« nahmen die beiden (…) zwischen NDR-Moderatorin Bettina Tietjen auf dem Podium Platz. (aus dem Hamburger Abendblatt gefunden im »Hohlspiegel« des Spiegel) (gw)
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(www.anstoss-gw.de mit gw-Blog »Sport, Gott & die Welt« /  Mail: gw@anstoss-gw.de)

Veröffentlicht von gw am 21. Oktober 2019 .
Abgelegt unter: gw-Beiträge Anstoß | Kommentare deaktiviert für Ohne weitere Worte (vom 22. Oktober)