Archiv für die Kategorie »Blog – Sport, Gott und die Welt«

Die Vergangenheit der Zukunft („Mein progressiver Alttag vom 6. März 2021 im Gießener Seniorenjournal

Beim Aussortieren von Taschenbüchern aus den überquellenden Bücherregalen greife ich nach einem grünen Suhrkamp-Bändchen. Ach ja, der »Steppenwolf«. Vor langer Zeit gelesen und längst vergessen. Ob er heute noch Seelenfreund sein kann, wie damals für die Hippies? Ich lese und komme bis Seite 29: »Einer von diesen Tagen: maßvoll angenehm, durchaus erträgliche, leidliche, laue Tage eines älteren unzufriedenen Herrn, Tage ohne besondere Schmerzen, ohne besondere Sorgen, ohne eigentlichen Kummer, ohne Verzweiflung, Tage, an welchen selbst die Frage, ob es nicht an der Zeit sei, dem Beispiele Adalbert Stifters zu folgen und beim Rasieren zu verunglücken, ohne Aufregung oder Angstgefühle sachlich und ruhig erwogen wird.«
*
Ist diese grauenvolle Beliebigkeit des späten Lebens die Zukunft meines progressiven Alttags? Um dann wie Stifter fresssüchtig und alkoholkrank … (weiter in der Rubrik rechts „Mein progressiver Alttag“) 

Veröffentlicht von gw am 5. März 2021 .
Abgelegt unter: Blog – Sport, Gott und die Welt | Kommentare deaktiviert für Die Vergangenheit der Zukunft („Mein progressiver Alttag vom 6. März 2021 im Gießener Seniorenjournal

Sport-Stammtisch (vom 6. März)

Die harten Themen der Woche werden anderswo abgearbeitet (das hessisch härteste: Bobic). Was bleibt? »Anstoß«-Themchen im Sinne des Erfinders, am Rande notiert und von dem aus beobachtet.
*
Doppel-Interview in einer großen deutschen Zeitung, ein Interview von erhabener Belanglosigkeit mit einer »Fußball-Legende« und seiner Frau, …  (weiter in der Rubrik rechts „gw-Beiträge Anstoß“)

Veröffentlicht von gw am 5. März 2021 .
Abgelegt unter: Blog – Sport, Gott und die Welt | Kommentare deaktiviert für Sport-Stammtisch (vom 6. März)

Erhabene Belanglosigkeit

Doppel-Interview in einer großen deutschen Zeitung, ein Interview von erhabener Belanglosigkeit mit einer „Fußball-Legende“ und seiner Frau, einer „Lifestyle- und Foodbloggerin“, also einer (Ex-)Spielerfrau und Influencerin, Namen tun nichts zur Sache. Was das ganzseitige Interview überhaupt soll, bleibt unerfindlich, schon die erste Frage klingt wie die des PR-Agenten des Paares: „Sie machen gemeinsam Werbung für  eine Unisex-Sportuhr. Hand aufs Herz: Was halten Sie von Pärchen-Workouts?“

Hand aufs Herz: Was soll der Sch…?

Doch dann gehen die Gedanken über dieses Interview, diese Zeitung und dieses Paar hinaus (deswegen tun Namen nichts zur Sache). Für viele ehrgeizige junge Mädchen scheint das Lebens-Traumziel die Verpaarung mit einem Profi-Kicker zu sein. Für wie viele wird es später zu einem Lebens-Albtraum, mit einem Ex-Fußballer verpaart zu sein? Der sein Lebens-Ziel hinter sich hat, mehr oder weniger erfolgreich, und der ausgiebig abhängen möchte, während sie spürt, dass ihr Lebens-Ziel eine digitale Illusion war?

Veröffentlicht von gw am 3. März 2021 .
Abgelegt unter: Blog – Sport, Gott und die Welt | Kommentare deaktiviert für Erhabene Belanglosigkeit

Noch so ’ne Diskussion …

… die die Welt nicht braucht, vor allem nicht die deutsche. Der Spiegel fragt anklagend: „Warum so elitär, warum so weiß?“, um festzustellen: „Neun von zehn Nationalspielerinnen haben Abitur, fast alle sind weiß. Dem deutschen Volleyball fehlt es an Vielfalt – auf vielen Ebenen. Dabei müsste sich der Sport dringend stärker öffnen.“

Ich wusste gar nicht, dass Volleyball eine geschlossene Gesellschaft bildet, in diesem Fall eine der weißen jungen Frauen mit Abitur. Da hilft nur eine konsequente Quote: für Dunkelhäutige, Alte, Übergewichtige (warum sind die in der Nationalmannschaft alle so schlank?), Hauptschüler und vor allem auch für nicht-binäre Menschen. Vielleicht auch für alte weiße Männer trotz Abitur. Ich will Nationalspielerin werden!

Veröffentlicht von gw am 3. März 2021 .
Abgelegt unter: Blog – Sport, Gott und die Welt | Kommentare deaktiviert für Noch so ’ne Diskussion …

Andreas Kautz: Sky und der FCK

30jähriges Jubiläum von Premiere. Dazu ein wunderbarer Rückblick von Günther Klein im Anstoss heute, der unter anderem in Erinnerung ruft, welche klangvolle Namen damals von den öffentlich-rechtlichen Sendern zu Premiere gewechselt sind (von Thurn und Taxis, Beckmann und natürlich später Reif). Klangvolle Namen … (weiter in der Rubrik rechts „Mailbox“)

Veröffentlicht von gw am 3. März 2021 .
Abgelegt unter: Blog – Sport, Gott und die Welt | Kommentare deaktiviert für Andreas Kautz: Sky und der FCK