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Sprachspielwiese, gendergemäht

Ich weiß, ich weiß, wer sprachgendert oder sich über das Sprachgendern aufregt, macht sich gleichermaßen lächerlich. Ich habe mit dem Thema abgeschlossen, schreibe, wie ich will und lasse anderen ihren Genderspaß.

Es folgt kein „Aber“, nur ein „Und“ … ich glaube, dass ich noch nie einen streng durchgegenderten Text gelesen habe. Beispiel, soeben erst gelesen, aber schon vor einer Woche  im SZ-Wochenend erschienen, aus 20 Zeilen eines ganzseitigen Artikels: „Die Laufbahnen junger Forscherinnen und Forscher (es beginnt also genderkorrekt) … Aufstrebende BiomedizinerForscher der State University … Der Status eines AutorsDie Forscher … und beobachteten, dass auch andere Nutzer anfingen, die Ausgezeichneten auszuzeichnen.“

So geht es weiter, bis irgendwann wieder eingestreut wird: „Das Tagwerk jedes Arbeiters und jeder Arbeiterin„.  Beim nächsten Satz habe ich aufgegeben: „Was genau ist die Leistung einer Anwältin, eines Werbetexters, eines Community-Managers, eines UX-Designers?“ Was weiß denn ich? Ich weiß ja auch nicht, was genau die Leistung eines Anwalts, einer Werbetexterin, einer Community-Managerin,  einer UX-Designerin ist. Ganz zu schweigen, dass ich nicht weiß, was „UX“ bedeutet. Ein X für ein U vormachen?

Gendersprach, schwere Sprach. Ich bemitleide alle weisungsabhängigen Lohnschreiber, die nicht meine Sprachfreiheit des fröhlichen Ruheständlers haben.