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Lessing-Preis

Ines Geipel erhält heute den Lessing-Preis für Kritik. Geipel war eine DDR-Sprinterin, zu ihrer Opfergeschichte gehört, dass ihr bei einer Blinddarm-OP die Bauchmuskulatur durchtrennt worden sei, als Fluchtpläne bekannt wurden. „Geipel studierte daraufhin in Jena Germanistik“ (Braunschweiger Zeitung).

 

„Ines Geipel wurde 2011 wegen ihres Engagements für in der DDR unterdrückte Literatur und für ihre Aufarbeitung des DDR-Zwangsdoping-Systems samt Entschädigung der Doping-Opfer mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Von 2013 bis Dezember 2018 war sie Vorsitzende der Doping-Opfer-Hilfe.“ (Wikipedia)

 

„Henner Misersky ist ein deutscher, ehemaliger Leistungssportler und Skilanglauftrainer. Nach seiner Verweigerung des staatlich verordneten Dopings im DDR-Leistungssport wurde er als Trainer entlassen.“ (Wikipedia)

 

Geipel und Misersky müssten eigentlich beste Freunde und Kampfgenossen sein. Sind sie nicht. Weil Misersky ihr nicht glaubt und sie ihn für einen Stalker hält.

Wer sagt die Wahrheit? Etwa beide? Oder keiner? Was überhaupt ist „wahr“? Wie wahr das?

Heikle Geschichte. Sie unparteiisch und objektiv (so weit das möglich ist) aufzudröseln, ist kaum noch möglich, ohne eine der beiden Seiten zu juristischen Schritten zu provozieren. In diese Auseinandersetzungen hineingezogen zu werden, dazu habe ich noch weniger Lust als zum Einschalten von Länderspielen um die verschrumpelte Ananas.

Vielleicht versuche ich es in der nächsten Kolumne. Habe ja noch genügend Bedenkzeit. Und einen Wust von ungeordneten Notizen.