Beitrag ausdrucken Beitrag ausdrucken

Lissabon, Corona und die Theodizee

Paul-Ulrich Lenz aus Schotten, Pfarrer im Ruhestand und langjähriger Leser (auch) von gw-Kolumnen, hat einen beeindruckenden Text geschrieben, der interessierten, neugierigen, sinnsuchenden und beileibe nicht nur gläubigen Lesern wertvolle Anstöße geben kann. Hier reißen wir ihn nur an – der komplette Text steht in der Mailbox.

Was hat Corona mit Gott zu tun, Gott mit Corona?

Ein Versuch

Das Erdbeben von Lissabon am 1. November 1755 zerstörte zusammen mit einem Großbrand und einem Tsunami die portugiesische Hauptstadt Lissabon fast vollständig. Mit 30.000 bis 100.000 Todesopfern ist dieses Erdbeben eine der verheerendsten Naturkatastrophen der europäischen Geschichte. Diese Katastrophe hat damals eine Debatte über die Gerechtigkeit Gottes ausgelöst – die Frage nach der Theodizee. Ist Gott gerecht, wenn er so etwas geschehen lässt? Zulässt? „Die Theologen standen vor dem Problem, zu rechtfertigen, warum der christliche Gott ein derartiges Unheil geschehen ließ und wie dies mit der göttlichen Vorsehung über die Geschichte der Menschheit zu vereinbaren sei.“ (J. Wilke, Das Erdbeben von Lissabon (1755), 2014-12-18)

Es scheint, die Corona-Epidemie nötigt dazu, sich in vergleichbarer Weise der Frage zu stellen: Was hat Corona mit Gott zu tun, Gott mit Corona? (weiter in der Rubrik rechts „Mailbox“)