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Reinhard Ewald: Kicker-Bashing

Als langjähriger Abonnent und Leser Ihres Anstosses und mittlerweile (Jahrgang 1959) auch Ihres Progressiven Alttags möchte ich mich heute einmal zum Sport-Stammtisch vom 23.5.2020 melden.
Beim Lesen des ersten Absatzes habe ich mich gefragt: Was hat eine Schweigeminute mit übriggebliebener Kunst zu tun? Und beim vorletzten Absatz: Müsste es nicht heißen: Der Kicker Bashing, wahrscheinlich ein chinesischer Fußballer?
Natürlich habe ich es verstanden. Mir geht es um den meiner Meinung nach fast krank- und krampfhaften Gebrauch von englischen Worten in einem deutschen Satz oder Text. Leider hört und liest man dies immer häufiger in allen Medien. Ich mag Englisch und den bestimmten englischen zum Teil schwarzen Humor (z.B. Tom Sharpe Wilt oder John Mortimer mit seiner Reihe Rumpole) und ich habe Anglistik studiert.
Meiner Meinung nach sollte man nicht jeder Mode nachlaufen, auch wenn der Gebrauch von englischen Worten (leider) schon länger als modern gilt. Vor allem sollte man meiner Meinung nach nicht den Werbeagenturen nachplappern, die aus diesem Grund wohl fast nur noch englische Worte benutzen.
Mit nur wenig Mühe kann meiner Meinung nach in allen Bereichen Worte finden, die auf deutsch nicht (wie sonst oft) mehr Silben aufweisen und deshalb wohl oft einer vor allem sprecherimmanenten Bequemlichlkeit zum Opfer fallen: Neustart (s.o.), oder Stillstand für die aktuelle Situation (vor allem am Anfang), oder das Schlechtmachen oder das Verunglimpfen (ein herrliches Wort?!) der Fußballer.
Ich gehe davon aus, dass Sie meine Meinung erdulden. (Reinhard Ewald/Gießen)