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Arno Baumgärtel: Rallye zur IAA

Ich hätte einen Nachklapp auf zwei miteinander verwandte Meldungen: Die Internationale Automobilausstellung (IAA), die sich gerade aus Frankfurt verabschiedet hat, sucht zwar offiziell noch einen Standort, hat sich aber insgeheim nicht auf München, nicht auf Berlin oder Hamburg, sondern auf – täfftä! – Monte Carlo festgelegt. Den Auftakt bildet die Wiederbelebung der klassischen Rallye dorthin, nunmehr aber mit Start in Frankfurt (nicht Bad Homburg) als ständiges Memento: ‚Bäh, das habt ihr jetzt davon!‘

Außer der üblichen Fahrzeugbeschau im Hafen von Monte Carlo werden Schönheits- und Nachhaltigkeitswettbewerbe auf den drei Corniches zwischen Nizza und Menton ausgetragen: unten die E-Autos mit einer Gleichmäßigkeits-Shuttlefahrten hin und zurück, in der mittleren die Hybride (vielleicht als Stockcar-Wettbewerb) und ganz oben die Luxuskarossen und Flugautos, mit denen Yachtbesitzer umweltschonend von ihren Booten anreisen können.

Die traditionelle „Nacht der langen Messer“ wird nur noch virtuell im Casino (wo sonst?) veranstaltet. Der VDA verspricht gegen einen Höchsteinsatz beim Roulettespiel die baldige Verlagerung der IAA in andere Städte. Zu der kommt es natürlich nie, weil die Kugel immer woanders hinrollt. Die hessische Umweltlotterie „genau“ ist Werbepartner. (Arno Baumgärtel/Gießen)