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Montagsthemen (vom 9. Dezember)

Flick verzaubert die Bayern und wird entzaubert. Nach tollem Start zwei Spiele, null Punkte, sogar aus Euro-Liga-Plätzen gefallen. Favre verzaudert den BVB  und verzaubert ihn wieder. Der nächste Zauder-Zauber kommt bestimmt. Leipzig wird Meister. Oder Gladbach. Am Ende Leverkusen? Zwischen Super-Super und Totalversagen passt oft nur ein Spieltag. Langweilender  Realismus untersagt. Wie dieser: Bayern war beide Male mindestens eine halbe Klasse besser und bleibt, nüchtern betrachtet, trotz gefährlichem Punktedefizit klare Nummer eins in Deutschland.
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Warum  diese kategorischen Übertreibungen im Fußball? Vermutung: weil er eine Miniaturkopie der Menschheits-Manie ist, mit Übertreibungen leben zu wollen. Im  Fußball wird sie wenigstens nur spielerisch ausgelebt, als   netter Zeitvertreib. Doch das Phänomen selbst quält. Aktuelle Schlagzeilen ohne Fußball, aber mit großer Bandbreite: »Kommt der größte Börsen-Crash aller Zeiten auf uns zu?« (Bild). »Die Menschen in Deutschland waren nie so gesund wie heute. Und haben noch nie so gelitten« (SZ). »Die Zahl der jungen Frauen, die sich für transgender hält, explodiert« (FAS).
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Was ist so faszinierend an den Extremen, gerne auch an den apokalyptischen? Es ist ja nicht nur der (unbestreitbare) Klimawandel, der soviel Lustangst macht. Ist es die menschliche Natur? Kaum gefragt, stoße ich in einem Zeitungsartikel auf das Wort … (weiter in der Rubrik rechts „gw-Beiträge Anstoß)