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Sonntag, 10. November, 7.00 Uhr

Die Bayern in Frankfurt, die Bayern gegen Dortmund. Und dann: „Es hat sicherlich Strömungen innerhalb der Mannschaft gegeben, die den Trainer weg haben wollten. Deswegen hat die Führung entsprechend reagiert“ (Uli Hoeneß). Folgerung: Sie haben gegen Kovac gespielt, also absichtlich schlecht, die Bosse haben sich der Mannschaft gebeugt. Der Trainer ist immer der Dumme.

Alternative: Es hat gegrummelt, weil Kovac überfordert war, das hat der Leistung geschadet, ohne dass Absicht dahinter gesteckt hätte, jetzt spielten sie befreit auf. Und wie!

Dortmund jämmerlich. Weil die Bayern einfach besser sind? Oder waren die besser, weil Dortmund so jämmerlich auftrat? Zweite Mailand-Halbzeit ein Strohfeuerchen von BVB-Männlein?

Abängstende Machmänner. Das hübsche Wort würde ich durchdeklinieren, wenn ich denn Montagsthemen schriebe. Aber ich bin ja im Mini-Sabbatical.

Thema-Hinweis auf der FAS-Titelseite: „Ein Siegertyp. Insolvenz hin oder her – Boris Becker gibt nie auf. Wirtschaft, Sport.“ – Gleich in zwei Ressorts also, um das Phänomen Becker in den Griff zu bekommen.  Lese ich erst später. Im Moment grübele ich über „gibt nie auf“. Als wäre das bemerkenswert. Wie sollte er denn aufgeben? Öffentlich bekennen, außer Tennis nichts zu können, ein Versager zu sein, gebt mir die Kugel? Sind wir nicht alle Versager, zumindest, wenn wir tief in uns hinein blicken (können)? Becker konnte wenigstens besser Tennis spielen als jeder andere. Dass er nicht aufgibt,  macht ihn zum Hessen-Bruder im Herzen, mit unserem resignativ-trotzigen „Als weider!“

Was denn auch sonst?