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Montag, 21. Oktober, 10.15 Uhr

Die alte Frage: Werden Computerspieler zu Amokläufern?

„Welcher Weg führt vom Game zum Mord?“ Selbstversuch im Ressort Politik der FAS. 33 Seiten weiter, im Feuilleton, über Attentäter und Ego-Shooter: „Die abgründige politische Dimension der ‚Gamifizierung‘, der Übertragung von Computerspielen auf die Realität, ist noch nicht annähernd begriffen.“ Folgt ein ellenlanger kluger Artikel. Belesen. Gelesen. Achselzucken.

Kann man es ohne grobe Simplifizierung auf den Punkt bringen? Auf meinen schon: Massenmörderische Ballerspiele machen keine Amokläufer (und sonstige Gewalttäter), aber sie senken die Hemmschwelle für eine winzige Minderheit von (meist jungen) Menschen, in denen mörderischer Wahnsinn glimmt – und den Ballerspiele befeuern.

Darüber hinaus droht vielen, die sich in Ballerspiele versenken, die Gefahr des Empathieverlustes bis hin zur inneren Verwahrlosung. Je nachdem, von welchem Empathie-Niveau man kommt.

Auf meinen Punkt gebracht. Muss nicht der richtige sein. Fragezeichen.