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Donnerstag, 17. Oktober, 10.10 Uhr

Vor mir auf der Straße ein … Stück Holz? Von rechts huscht ein Eichhörnchen heran. Will es den Stock? Ich fahre links vorbei, das Eichhörnchen flieht nach rechts, das Stück Holz ist ein überfahrener Artgenosse. Ihr Mann? Seine Frau? Das Kind? Im Rückspiegel sehe ich, wie das Eichhörnchen wieder heran kommt und erneut vor einem Auto nach rechts weg flüchtet. So geht es wahrscheinlich weiter. Das Elend der Welt, und wir darin verloren. Wir Eichhörnchen.

 

Die morgen zu schreibende Kolumne – „Sport-Stammtisch“ – wird eine heikle Angelegenheit. Schon die Stichworte sagen es mir – falls ich mich an ihnen entlang hangele und nicht den Schwanz einziehe.  Der rote Faden: Gesinnungsterror – Tugendterror – „Denkverbote“ (aktuelle Umfrage) – NBA/China/LeBron James/Rockets-Manager – Antifa/Lucke/AfD – Gündogan/Can/Tosun + der Düsseldorfer / das idiotische Salutieren/schon länger ein beliebter Tor“jubel“ – St. Pauli/suspendierter Türke – Propaganda (Kopetzky-Roman und SZ-Interview mit Freud-Enkelin) … ojeh. Was macht das Schwänzchen? Schon auf dem Rückzug? Falls ja, alternativ diese Stichworte: Fütterer –  Frauen und Werfen – Chaos-Theorie/Galilei – Flugscham/Bundestags-Sportfrau – Imam von Kotanduzu – Flüche – Kommhergehdochfott.

Dazu noch der Goethe des Tages: „Ich liebe mir den heitern Mann / Am meisten unter meinen Gästen: / Wer sich nicht selbst zum besten haben kann, / Der ist gewiss nicht von den Besten.“

Aber sich selbst auf die Schippe nehmen, kann lebensgefährlich sein. Zum Beispiel für Trump. Der hält sich für den Besten, aber wenn er sich auch noch zum besten hielte, hätte er sich schon längst totgelacht.