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Dr. Sylvia Börgens: Goethe im Rheingau

Wir hätten uns tatsächlich irgendwo auf den Höhen zwischen Johannisberg und Vollrads begegnen können, weil wir am Feiertag-Nachmittag durch den Wald, zurück durch die Rebhänge, den Weg zum Schloss Vollrads gemacht haben. An die Steigungen hier gewöhnt man sich…
Goethe stand nicht nur im September 1815 am „Goetheblick“ beim Schloss Johannisberg, von wo aus man an klaren Tagen den Großen Feldberg sehen kann, was gedanklich eine Verbindung zu unserer alten Heimat herstellt, wo es von Osten her genauso war. Er hat alle wesentlichen Sehenswürdigkeiten und Aussichtspunkte hier aufgesucht. Ansonsten weilte er bei der gastfreundlichen Familie Brentano in Winkel, aß, was die Servierplatten hergaben, und dezimierte zum Leidwesen der Hausherren ihre Bestände des „Jahrhundertweins“ von 1811 erheblich. Im Brentanohaus sind noch die beiden Zimmerchen original erhalten, in denen er gewohnt hat. Über herzensbrechende Aktionen in der Gegend ist nichts bekannt. (Dr. Sylvia Börgens/Geisenheim)