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Raimo Biere: Tönnies nicht rassistisch

Nach langer Zeit als Schiedsrichter im Fußball und Kommunalpolitiker muss ich mich zu Ihrem heutigen Anstoß bezüglich Tönnies doch wieder einmal melden. Als ich die Aussagen von Tönnies las, war der erste Satz mit den Kraftwerken absolut okay, und in Bezug auf das Kinder zeugen dachte ich mir: Flapsiger derber Fußballer-Spruch, aber nicht rassistisch und in der Sache hat er angesichts der Geburtenrate in Afrika ja durchaus Recht. Studien der Gates-Stiftung gehen von einer Verdoppelung der Bevölkerung in Afrika innerhalb von 32 Jahren aus. Siehe hierzu auch:  https://www.dw.com/de/afrika-wächst-und-die-armut-nimmt-zu/a-45596180

Der einzige Politiker, der Tönnies beispringt, ist der Klartext bevorzugende Wolfgang Kubicki mit einem Facebook-Post: Die ziemlich drastische Aussage von Clemens Tönnies war nicht nur zulässig, sondern vielleicht auch notwendig, um auf ein Riesendilemma der selbst ernannten Klimaaktivisten hinzuweisen. 1972 lebten ca. 4,5 Milliarden Menschen auf der Erde, heute sind es ca. 7,5 Milliarden. Sollten die Berechnungen der UNO zutreffen, werden es 2100, also am Ende unseres Jahrhunderts mehr als 12 Milliarden sein. Menschen, die ernährt, untergebracht, beschäftigt werden und deren Mobilitätsbedürfnisse sicher nicht geringer sein werden als heute.
Wenn es nicht gelingt – und dies geht nur über Bildung und wirtschaftliche Perspektive -, das Bevölkerungswachstum in den Griff zu kriegen, können wir uns alle Überlegungen zum Erreichen der Weltklimaziele in die Haare schmieren.
Zu diesem Facebook-Post gibt es bei ca. 2300 Button-Anwählungen lediglich 34mal ein Wütend, alles andere ist Zustimmung.
Im übrigen hätte sich vor 30 Jahren kein Mensch über die Aussage aufgeregt. Und noch ein Wort zu Schalke.
Da, wo so viel Geld schon verbrannt worden ist, wird man sich schwertun, einen Tönnies zu verbannen, der schon häufiger mit der Privat-Schatulle ausgeholfen hat. (Raimo Biere/Bad Vilbel)