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Ohne weitere Worte (vom 16. Juli)


Mit dem (…) Wechsel von Antoine Griezmann von Atletico Madrid zum FC Barcelona ist ein Dominostein gefallen – ob das aber den Effekt nach sich zieht, den sich die Bayern erhoffen? Es wäre (…) nicht überraschend, wenn gar kein Dominostein bis nach Deutschland fiele. (Peter Penders in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung)
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Es gab viele leere Plätze in vielen Stadien – »Ich (kann) die Menschen verstehen, die sich darüber beschweren, dass wir das Produkt immer so anpreisen, dann aber bei der WM 2018 keinen Erfolg haben und auch in internationalen Wettbewerben mit Ausnahme von Frankfurt nicht weit kommen.« (Wolfsburgs Manager Jörg Schmadtke im Interview der Welt am Sonntag)
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»Ich bin (…) ein sehr direkter, ehrlicher Mensch, der sagt, was er denkt. (…) Das ist für manche manchmal unangenehm.« (Max Kruse im Kicker-Interview)
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»Er war hart und unbequem, das war gut für uns. Auch in dieser Beziehung müssen wir ihn alle zusammen ersetzen.« (Bremens Niklas Moisander über Max Kruse in einem weiteren Kicker-Interview)
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»Es gibt (…) auch bei Werder Spieler, die nicht viel reden und auf ihre Art echte, beeindruckende Typen sind. (…) In Bremen ist Niklas Moisander so ein Typ.« (Max Kruse/Kicker)
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Sie gelten als Perfektionist, der selten lächelt – (…) Würden Sie gern nicht nur respektiert, sondern auch geliebt, wie Jürgen Klopp? – »Jürgen ist eine Ausnahmeerscheinung, ein Entertainer, ein Menschenfänger, ein Genie im Bereich der Kommunikation. Er könnte ab morgen auch Wetten, dass…? oder das Aktuelle Sportstudio moderieren. Ich könnte mir das für mich eher nicht vorstellen – zumindest nicht Wetten, dass…?« – Nun lächeln Sie tatsächlich. (aus einem Zeit-Interview mit Ralf Rangnick)
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Wer war Ihr genialster Mitspieler? – »Uwe Bein – ein unfassbar eleganter Spieler. Der schaute nie auf den Ball und spielte Pässe in Räume, die andere gar nicht sahen.« – Wären Sie heute noch gerne Profi? – »Nein, Ich wäre mit meiner Art heute nach zehn Minuten erledigt. Alles gläsern, alles genormt.« (Axel Kruse, Ex-Eintracht-Profi, im Kicker-Interview)
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Zu Beckers Kampf gehört zwangsläufig Beckers Schweiß – und schon ist man bei den Socken und Schweißbändern, die gerade (…) zur angeblichen Tilgung von Beckers Insolvenz versteigert wurden. Wenn wir künftig beim Betrachten von Bildern, die Becker (…) auf dem Centre Court zeigen, nicht mehr das große emanzipatorische Potenzial des Sports erblicken, sondern ganz neoliberal sogar bei verschwitzten Socken ans Geld denken, das sich verdienen lässt, dann markiert das unübersehbar einen Rückschritt. (Martin Krauss in der taz)
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»Er ist der begabteste Spieler, den ich in meinem Leben je gesehen habe. (…) Dieser Typ könnte der Größte aller Zeiten sein. Und das von mir, das sagt alles.« (John McEnroe über Roger Federer, zitiert im Magazin Sport Business)
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Es gibt zwei Dinge, die sich unser siebenjähriger Sohn sehnlichst wünscht: eine Playstation (nicht vorgesehen) und einen Undercut (unverhandelbar). Beides hat mit Fußball zu tun: Er will das Videospiel Fifa spielen und wie ein Fußballer aussehen. (Silke Wichert im »Stil«-Ressort der Süddeutschen Zeitung)
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Bodybuilder-Körper werden von vielen Menschen als abstoßend empfunden. Merken die das nicht? – »Wenn Sie in einer Subkultur aktiv sind, verschieben sich die Vergleichswerte. Sie vergleichen sich mit den Stars im Fitness-Studio, bei denen die Adern auf dem Sixpack rausquellen. So kommt es, dass die Akteure immer mehr Richtung Doping abdriften.« (Dr. Mischa Kläber im FAS-Interview über den Körperkult im Freizeitsport)
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Auf dem Laufsteg (…) in Paris (…) war (…) ein Haarschnitt zu sehen, der ebenso oft zurückbeschworen wird, wie der Undercut totgesagt wird: der Vokuhila. (…) Ob es Eltern glücklicher macht, wenn der Siebenjährige irgendwann diese Frisur will? (Wichert/SZ)
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Tiefster positiver emotionaler Ausdruck sind das Katzenbild, das Lächel-Emoji sowie die fotografische Aufnahme von Mahlzeiten und insbesondere Aperol Spritz im Gegenlicht. (Axel Hacke in seiner Kolumne »Das Beste aus aller Welt« im SZ-Magazin über einen neuen Staat »Facebookistan)
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Lieber Gott, vielen Dank auch für die Biene (Schlagzeile in Bild am Sonntag zum 80. Geburtstag von »Biene-Maja«-Sänger Karel Gott)
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Es gibt nichts, was mich mehr an den Untergang der Menschheit erinnert, als eine Touristengruppe auf Segways. (Alexander Osang im Spiegel)
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Man muss sich Gott als einen glücklichen Menschen vorstellen. (BamS-Schlusssatz im Geburtstagsartikel) (gw)
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(www.anstoss-gw.de mit gw-Blog »Sport, Gott & die Welt« /  Mail: gw@anstoss-gw.de)