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Dienstag, 9. April, 19.05 Uhr

Wegen Problemen, die ich als Ruheständler auf dem Berg nicht kenne, ist heute keine Zeitung zugestellt worden. Doris Heyer, unsere und meine sehr geschätzte Leserin, weiß aber, warum. Sie mailt: „Lese gerade die heutige Ausgabe als E Paper und weiß auch jetzt warum. Das heutige Kapitel des Fortsetzungsromanes hat es in sich. !!!! Gruß aus dem Lumdatal“

Neugierig klicke ich in das E-Paper rein, suche den Roman, geschrieben von Rocko Schamoni. Heute die 39. Folge. Und sie beginnt so:

 

… ihren Körper abzulecken, langsam, von unten nach oben, sie legt sich auf den Rücken und lässt es mit geschlossenen Augen geschehen. Er konzentriert sich langsam auf die Lendengegend, kommt ihrem Schamhügel näher, spreizt ihre Beine, lässt seine Zunge die Innenflanken hinauffahren, kommt schließlich in ihrem Zentrum an. Er leckt sie lange und ausgiebig, sie wird immer lauter, er befriedigt sie mit der Hand und leckt sie dabei weiter, dann hebt sie ihre Hüften, er hat die Arme unter ihrem Hintern und hält sie, während er sie befriedigt, sie klammert sich mit den Händen an den Gitterstäben ihres Messingbettes fest, ihre Augen sind weit geöffnet und blicklos, als sie kommt, sind ihre Rufe lang gezogen und laut, sie vermischen sich mit dem sonoren Schnarren, der merkwürdigen Stimme draußen. Danach lässt sie sich auf das Bett sinken, zieht ihn zu sich, fährt seinen Körper mit den Händen ab, kommt bei seinem steifen Schwanz an, sie lächelt ihn kurz an und besorgt es ihm dann mit dem Mund, erst spielerisch, dann zielstrebig, übt mit dem linken Daumen Druck auf seinen Damm aus, den Punkt zwischen Poloch und Hoden, was die Erektion noch steigert und massiert seinen Schwanz mit der rechten Hand. Er spürt das alles, den Druck, seinen Schwanz, die Zunge, ihren Hals, ihren Willen, ihre Lust auf ihn, bis er so stark kommt, dass er sich selbst in die Augen spritzt.

 

Moralisches schenke ich mir. Empörung sowieso. Ich stelle mir nur vor, wie ein altes Mütterchen, das den Fortsetzungsroman täglich liest, ausschneidet, um ihn zum Buch geheftet zu sammeln … ich kann nicht mehr, kann das Lachen nicht unterdrücken, sorry … na ja, zum Glück hat sie kein E-Paper. Nehme ich an.

Und ich  dachte immer, ICH sei bei uns der Grenzgänger, der Tabus verletzt und  Abseitiges schreibt … aber Pornos habe selbst ich noch nicht geschrieben, geschweige denn in der Zeitung.

Meine „Baumhausbeichte“ ist auch schon als Fortsetzungs“roman“ abgedruckt worden. Siehe Link rechts. Als Novelle hat sie zwar das dafür verlangte außerordentliche Vorkommnis, ist aber garantiert und absolut pornofrei.