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Freitag, 15. März, 12.30 Uhr

Sport-Stammtisch steht online, natürlich mit Eintracht-Eloge (und am Schluss mit Eiern und Titten …). Auch der progressive Alttag ist ja (seit gestern) erledigt. Heute mal was ganz anderes. Leserbrief in der (in meiner) Gießener Allgemeinen. Tenor: Die Medienberichterstattung über Fukushima war und ist eine Katastrophe, zumal sie sich nur  auf Greenpeace und IPPNW (Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs) beruft. Wahr sei, nur als Beispiel, laut kompetenter anderer wissenschaftlicher Organisationen: „Die etwa 90 000 dauerhaft evakuierten Personen haben durch die Evakuierung im Mittel  etwa eine Dosis eingespart, die einer CT-Röntgen-Untersuchung pro Jahr entspricht.“

Ist das zu glauben? Wäre ein Hammer. Oder sind es Fake News? Von einem obskuren Menschen, irgendeinem Westen-Demonstranten, einem abgedrehten Identitären, AfD-Typen, Klimawandel-Leugner oder Berufs-Renitenten?

Absender: Prof. Joachim Breckow, Vorsitzender Deutsche Strahlenschutzkommission, Gießen.

Und das ist dann ein echter „Hammer“. Der Mann ist ja wohl über jeden fachlichen Zweifel erhaben. Bin mal gespannt, ob die Kollegen den Leserbrief aufgreifen, mit Prof. Breckow sprechen und seine Thesen angemessen, also groß aufgemacht redaktionell öffentlich machen.

Eine eigene Meinung dazu habe ich nicht. Bin ja nicht größenwahnsinnig. Woher soll ich als Laie wissen, was richtig ist? Ich weiß nur: Das müsste überregional ausdiskutiert werden und nicht in einem lokalen Leserbrief stecken bleiben.