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Dienstag, 12. März, 12.15 Uhr

Noch was. Lese gerade im Spiegel die Michael-Jackson-Geschichte. Hier und anderswo wird die Frage gestellt, ob Jackson als Pop-Idol noch tragbar sei und ob man seine Musik verbieten bzw. nicht mehr spielen solle.

Obwohl er als Tänzer ein Phänomen war und manche mitreißende Songs hatte, schalte ich schon seit vielen Jahren das Radio aus oder um, wenn ein Michael-Jackson-Titel kommt. Seit den ersten und schon damals glaubwürdigen Berichten und spätestens, als er in Berlin das Kind aus dem Fenster hielt. Ich „boykottiere“ ihn nicht, das ist mir viel zu hoch gegriffen. Mir wird seit damals einfach nur schlecht, wenn ich ihn höre.

Jeder, wie er möchte. Aber bitte kein Boykott-Gebot.

Auch bei Robbie Williams schalte ich sofort ab oder um. Seit ich gelesen habe, wie er einen weiblichen Fan auf die Bühne holte und das Mädchen mit brummsdummen Macho-Witzchen bloßstellte.

Auch hier, anders als bei Kant: Handle nach deinen moralischen und geschmacklichen Maßstäben, aber fordere nicht, sie zur allgemeinen Gesetzgebung zu machen.