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Sonntag, 6. Januar, 6.35 Uhr

SZ-Interviewmit Jay Rosen, einem Journalismus-Professor aus New York, der den Sommer in Deutschland verbracht hat, um hier die Medienlandschaft zu beobachten. Frage: Was fiel Ihnen auf? Antwort: „In Deutschland begegnete mir natürlich häufig der Begriff Lügenpresse. (…) Spannender fand ich aber den Begriff der Systempresse (…) – die Überzeugung, dass mediale und politische Eliten  ein- und dasselbe sind und gemeinsame Sache machen. Und mein Eindruck war, dass dieser Vorwurf  nicht ganz aus der Luft gegriffen ist.“

Meiner auch. Ich brauchte dafür aber nicht einen Sommer, sondern fast 50 Jahre Berufserfahrung in Deutschland. Und was Rosen nicht wissen kann: Das gilt nicht nur für den Hauptstadt-Journalismus, sondern auch für den regionalen. Was keine Anklage ist, nur die unbeteiligte Beobachtung der Erdlinge vom Weltall aus. Meist ist es auch keine bewusste Kungelei, sondern, wie in der Flüchtlings-Causa, vermeintlich vom Wohle des Landes motiviert.

Von hinter dem Mond beobachtet? Nee, da wohnt ja keiner, wissen wir jetzt.

 

Eine Journalistin beklagt sich, dass sie immer auf ihren großen, offenbar sehr großen Busen reduziert wird. Kann ich, obwohl Mann, gut verstehen. Aber die Dame geht ins Extrem. Sinngemäß: Eine großbusige Frau habe das Recht, auch mit einem Dekollete bis zum Nabel von interessierten männlichen Blicken auf ihren Busen verschont zu bleiben.

Tja. Was soll man (mann und frau)  dazu sagen? Am besten gar nix.