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Ohne weitere Worte (vom 10. Juli)

Kluges, Originelles, Peinliches, Schräges, Dümmliches, Erhellendes oder sonstwie Interessantes, gesucht und gesammelt in der deutschen Medienlandschaft.

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Raus ohne Applaus. (…) Die deutsche Nationalmannschaft (scheitert) vor allem an sich selbst. So bitter das Aus auch sein mag – es ist überfällig. (…) Etliche Spieler scheinen nicht fit, ob psychisch oder physisch. Nicht das Pech (…) spiegelt den Leistungsstand wider, vielmehr der Vergleich von Technik und Tempo-Fußball. Und da hinkt das DFB-Team mittlerweile hinterher. (Über das Ausscheiden der deutschen Mannschaft bei der WM … 1998 in der Kicker-Serie »Vor 20 Jahren«)
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Zu verantworten hat er eine blutleere Mannschaft leidenschaftsloser Hochkaräter und eine streckenweise haarsträubende Taktik, und für solche Fälle hat Sylvester Stallone in »Rocky IV« gesagt: »Du hast zu tun, was du zu tun hast.« (Oskar Beck in der Welt)
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Eine drängende Frage, nämlich ob er weitermacht, hat der Bundestrainer schon beantwortet, eine zweite – warum bloß? – noch nicht so richtig. (Jörg Thomann in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung)
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Ein Rücktritt hat keinen Charme mehr, der Letzte, der es gewagt hat, war Benedikt XVI. Aber Löw hat natürlich recht, wenn er sagt: Ich bin nicht der Papst. (Beck/Welt)
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In den langen Jahren des Hochs der deutschen Nationalmannschaft war Müller der Wellenreiter, der dann noch aus dem Hohlraum unter der Welle auftaucht, wenn alle anderen schon denken, dass sich dieser längst geschlossen hat. In Russland wirkte Müller wie ein Surfer, der auf seinem Brett liegt, stundenlang auf die Welle wartet und nicht merkt, dass er immer weiter weggetrieben wird vom Ufer. (Benedikt Warmbrunn in der Süddeutschen Zeitung)
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Die Abstimmungsprobleme zwischen Defensive und Abwehr konnten nie behoben werden. (Fußball-Bild über die Gründe für das deutsche Ausscheiden/gefunden im Spiegel-»Hohlspiegel«)
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Dass der DFB generell mit massiven Defiziten das Unternehmen WM antrat, war dem seltsamen Motto »#ZSMMN« zu entnehmen. Wer als amtierender Weltmeister nicht mal die nötigen Vokale auftreiben kann, sollte erst mal in sich gehen. (Kabarettist Django Asül in der Kicker-Kolumne »Abpfiff«)
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Was auch immer geschah: Es gab kein Wir im deutschen Team. Es gibt kein Wir in diesem Land. (Lothar Gorris im Spiegel)
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Ich weiß jetzt auch, warum Brasilien Neymar als Messias bezeichnet. Nicht wegen seiner spielerischen Leistung, nein, es ist nur keiner so oft von den Toten auferstanden. (Schauspieler Axel Prahl in einer Gastkolumne für die Frankfurter Rundschau)
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Vor ihrem Beginn hieß es, sie werde zur Rechtfertigung Putins missbraucht. Davon war zwar bislang nicht viel zu spüren, es sei denn, man fände schon in der puren Ablenkung eine Manipulation der Weltöffentlichkeit. Dann freilich dient die WM auch der Ablenkung von Seehofer und von der Polkappenschmelze. (»Nachgetreten«-Kolumne von Jürgen Kaube in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung)
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Die russischen Mädels, die sich um die Ausländer drängen, haben die Begriffe Scham, Moral und Sittlichkeit völlig aus ihrem Bewusstsein gestrichen. Wir haben eine Generation von Schlampen erzogen, die bereit sind, die Beine breit zu machen, wenn sie den ersten Ton einer fremden Sprache hören. (die Zeitung Moskowski Komsomoljez, nachgedruckt in der FR)
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Wie die Russen (…) nach wichtigen Toren (…) den Soldaten geben: Erst salutiert der Trainer vor seinem Torschützen, dann der Torschütze vor den Kameras. Nichts da mit (…) peinlichen Finger-Herzchen oder gar albernen Küsschen aufs  Tattoo (…), da schaukelt auch kein Kicker fiktive Luftbabys, das hätte Putin denen schon ausgetrieben.(…) In den Ferien werde ich das jetzt üben: Liebe Kinder, jetzt wird es ernst! (Bettina Weiguny in ihrer FAS-Kolumne)
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Viele Russinnen aber erwähnen höhnisch, Südamerikaner seien gepflegter, kontaktfreudiger und trainierter als Russen. »Warum sieht die Durchschnittsrussin wie Monica Bellucchi aus, der Durchschnittsrusse aber wie ein Blecheimer Sülze?«, lautet ein gnadenloser weiblicher Post. (Frankfurter Rundschau) (gw)
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(www.anstoss-gw.de mit gw-Blog »Sport, Gott & die Welt« /  Mail: gw@anstoss-gw.de)

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