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Ohne weitere Worte (vom 12. Juni)

Bester Gag übrigens gerade von TV-Experte und 11Freunde-Ex-Praktikant Thomas Hitzlsperger. Angesprochen darauf, dass Olli Kahn die saudischen Torhüter trainiere, sagt er: »Kennt man ja, die Saudis übernehmen wieder unsere Abwehrsysteme.« Tränen der Rührung in der Redaktion. Junge, haste ja doch was bei uns gelernt (außer Spülmaschine ausräumen). (aus dem Liveticker des Fußball-Magazins 11 Freunde)
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Sie sagten einmal, mit Ihnen als Torwart wäre Deutschland 2006 Weltmeister geworden. – »Sollte ich nicht unter akutem Gedächtnisverlust leiden, kann ich mich an so eine hohle Aussage von mir nicht erinnern.« (Oliver Kahn im Spiegel-Interview)
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Vielleicht hat Gündogan gelernt, dass man nicht unpolitisch ist, nur weil man sich dafür hält. (Holger Gertz in der Süddeutschen Zeitung)
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Die Frage muss also erlaubt sein: Kann man von jungen Fußballern verlangen, die Flagge der westlichen Werte hochzuhalten, wenn deutsche Manager gleichzeitig darauf pfeifen und die Kanzlerin in der Not mit dem Gottseibeiuns paktiert? Auch die Nato sitzt mit Herrn E. in einem Boot, immerhin befehligt er die zweitgrößte Armee des westlichen Bündnisses. Und die wütenden Fans machen gerne billig Urlaub in seinem Land. (Johannes Dudziak/Cathrin Gilbert in der Zeit)
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Er ist (…) so etwas wie die Symbolfigur für den intelligenten Stil der aktuellen deutschen Nationalmannschaft. Zum Covermodel für dieses Magazin hatte ihn noch mehr qualifiziert: Der Mann mit dem Schlafzimmerblick ist ein hellwacher Beobachter der Mode. (das Lifestyle-Magazin der FAZ über seine aktuelle Foto-Story über und mit Mesut Özil)
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Sie (…) veranstalten jedes Jahr zur Berliner Fashion Week eine Party, bei der auch schon mal ein lebender Elefant auftritt. – (…) »Beim letzten Mal hat ein Nacktdarsteller eine Rakete aus seinem Hintern in die Menschenmenge geschossen. Wir bauen bewusst verstörende Elemente in unsere Partys ein, wobei wir natürlich inzwischen ein Radikalisierungsplateau erreicht haben, das sich nicht so leicht toppen lässt.« (Carl Jakob Haupt, »Influencer« und »Modeblogger«, im SZ-Interview)
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»Ich habe ein Auge für Design. (…) Je älter ich werde, desto classier ziehe ich mich an. Man kann nicht im Hoodie in ein Business-Meeting gehen.« (Mesut Özil im FAZ-Magazin)
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Campino, Jürgen Klopp und Johannes B. Kerner üben sich in der Tyrannei der Intimität. (…) Alles an dem Video will echt sein, spontan, unkalkuliert. Man kann den Gestank der Authentizität förmlich riechen. (Harald Staun in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung über das von den Toten Hosen veröffentlichte »Wir haben den Henkelpott gesehen«-Grölen des Trios nach dem Champions-League-Finale)
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»Ständig liebenswürdige Menschen sind entweder unaufrichtig oder dumm.« (Bestseller-Philosoph Richard David Precht im Interview des SZ-Magazins)
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Campino, Klopp, selbst Kerner (…) gelten als irgendwie ehrlich, kumpelhaft, gut gelaunt. (…) Das heißt aber nicht, dass sich auch die Sympathien multiplizieren, wenn sich die drei Normalos in den Armen liegen. Es erhöht eher die Chance, dass sich die Abneigung gegen einen von ihnen auf alle überträgt. (Staun/FAS)
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Das Genie kennt keine Ironie, meinte Nietzsche. Welche Schulnote geben Sie Ihrem Humor? – »Wer den eigenen Humor beurteilt, geht unter sein Niveau.« (Precht/SZ-Magazin)
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»Ich freue mich vor allem, dass die Russen in der Gruppenphase machbare Gegner haben. (…) Der Gastgeber darf natürlich nicht in der Vorrunde ausscheiden, das würde die Weltlage nicht entspannen. Das hat die Fifa bei der Auslosung wirklich toll hinbekommen.« (Schriftsteller Wladimir Kaminer im Welt-Interview)
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»Sie sagen es. Halbnackt. Nicht ganz nackt. Gott sei Dank.« (Wladimir Putin auf die Interviewfrage, warum er sich so gerne mit nacktem Oberkörper fotografieren lasse/zitiert in der FAZ) (gw)
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(www.anstoss-gw.de  Mail: gw@anstoss-gw.de)

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