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Sonntag, 10. Juni, 6.35 Uhr

Meldung der Nacht: „Trump zieht Ja zur G7-Erklärung zurück.“ Der Wahnsinn wird zur Methode. Man gewöhnt sich an ihn. Sollte man aber nicht. Trump ist die „lose Kanone“, die an Bord der Weltpolitik gefährlich herumschlingert. Gegen ihn sind die drei anderen Potentaten, die wir für so gefährlich halten, nur harmlose Knallerbsen.

Geknallt hat es diesmal bei uns nicht. Die Gewitter zogen am Berg vorbei. H., der mich nachher zur viertägigen Radtour an der Weinstraße abholt, sagte mir gestern, dass bei ihm in A., nur Luftlinie ca. 12 km entfernt, alle Starkregen vorbeigezogen sind und sein Nussbaum zu vertrocknen droht.

Das Wetter wie die Welt. Fast überall kracht es, nicht jeden trifft es, aber nirgendwo dräut es nicht, und allen wird mulmig. Fataler Unterschied: Wetter ist Wetter, Welt ist Klima.

Und ich pflanze mein Apfelbäumchen. Dessen Früchte heißen „Anstoß“, und den für morgen habe ich bereits gestern wegen heute (siehe Radtour) in groben Zügen vorgeschrieben. Auch die Zitate für Dienstag sind bereits fertig, ich stelle sie aber erst nach der Rückkehr online – sähe ja blöd aus, wenn sie heute schon im Blog stünden und erst am Dienstag in der Zeitung.

Am Samstag (und zuvor im Blog) habe ich über den einzigen Radweg auf der ziemlich großen Insel Samos geschrieben. Zu ihm kommt man nur, wenn man das Rad wie früher die Querfeldeinfahrer schultert und durch das Geröll stolpert. Dann geht man durch ein windschiefes Holztor, und zwei Kilometer lang fährt man auf einem perfekten Radweg, wie man ihn bei uns nur sehr selten sieht. Am Schluss wieder Nirwana. Mancher Leser wollte es nicht glauben. Zum Glück ist es mir heute früh endlich gelungen, das Beweisfoto hochzuladen

 

Ziehen Sie das Foto groß, dann sehen Sie die ganze Pracht. Jetzt ran an den Montagsthemen-Rest, mit Kaffee, Kuchen, Knicks und Kuss (sie macht sich schon wieder Sorgen um ihren Bruchpiloten), dann wird gepackt, und auf geht’s.

Baumhausbeichte - Novelle