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Paul-Ulrich Lenz: Rassismus bleibt Rassismus

Da musst du ja schon wieder schreiben – O-Ton: meine Frau. Also:

Wenn ich mir die Zahlen anschaue, dann halte ich es nicht für unmöglich, dass mein kleiner Sohn eines Tages in Deutschland zu einer Minderheit gehört. (Harald Martenstein in seiner Kolumne im Zeit-Magazin)
Viele muslimische Zuwanderer (…) halten wenig von Toleranz. So naiv, dass ich an die Allmacht der Sozialpädagogik glaube, bin ich nicht. Sie werden ihre Stärke nutzen, wie Mehrheiten das fast immer tun. (Martenstein/Zeit)

 

Rassismus bleibt Rassismus, auch wenn er aus den intellektuellen Höhen eines Zeit-Kolumnisten stammt. Vielleicht sollte sich Herr Martenstein mit Frau Erika Steinbach verbünden. Das ist die gleiche Denke. „Die vermehren sich wie die Karnickel“. Nur wer nicht ganz geschichtsvergessen ist, erinnert sich noch: so ist in Deutschland schon einmal argumentiert worden. Die Folgen sind bekannt, sollten es wenigstens sein.

 

Aber mit solchen Gestalten wollen ja weder Herr Martenstein noch andere etwas zu tun haben. So sind wir nicht!!!! Wir denken nur so ähnlich. Gezwungenermaßen.

 

 

Damit nicht wieder einer auf die Idee kommt: Moralkeule aus dem Vogelsberg, leihe ich mir Worte von einem der ganz großen Dichter und Dramatiker unserer Zeit – Bertolt Brecht, geschrieben 1941

 

„Ihr aber lernet, wie man sieht, statt stiert Und handelt, statt zu reden noch und noch. So was hätt‘ einmal fast die Welt regiert! Die Völker wurden seiner Herr, jedoch Dass keiner uns zu früh da triumphiert – Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch.“

 

Es geht nicht um Moral – es geht um Politik! Um den Weg unserer Gesellschaft und unseres Staates. (Paul-Ulrich Lenz, Pfr.i.R./Schotten)

Baumhausbeichte - Novelle