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Ohne weitere Worte (vom 15. Mai)

Gute Nachrichten aus der Zentralafrikanischen Republik gibt es nicht so oft. (…) Weshalb tatsächlich das Beste, was in den letzten Wochen von dort zu hören war, folgende Überschrift trägt: »Boris Becker zum Sport-Attaché der Zentralafrikanischen Republik ernannt.« (Christoph Becker in der »Schluss für heute«-Kolumne der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung)

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Als Nationaltrainer des Libanon hätten Sie sich beinahe für die WM 2014 in Brasilien qualifiziert. Doch dann verloren Sie zweimal gegen Katar. – »Wir haben nicht verloren. Unsere Spieler haben diese beiden Spiele an ein asiatisches Syndikat verkauft.« (»Trainervagabund« Theo Bückers im taz-Interview)

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Wenn da nicht die anderen Nachrichten aus der Zentralafrikanischen Republik wären. In denen geht es (…) um Mord, Totschlag, brandschatzende Warlords und ein Land an der Schwelle zum Bürgerkrieg. (Becker/FAS)

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»Es ist leichter, Jasager zu bekommen, als sie loszuwerden. (Kevin Prince Boateng im Spiegel-Interview über falsche Freunde)

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»Unvorbereitet neben einem Mann wie Jürgen Klopp zu stehen, kann unangenehm werden. Er ist nicht nur ein exzellenter Trainer, sondern auch ein Medienprofi, da muss man mit allem rechnen.« (Thomas Hitzlsperger, neuer »Hauptexperte« der ARD, im Interview der Süddeutschen Zeitung)

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»Ja, ich war ein Bad Boy. (…) Ich fand das sogar cool, aber jetzt bin ich ein erwachsener Mann, dem es wichtig ist, dass sein Sohn kein Bad Boy wird.« (Boateng/Spiegel)

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Dann schwärmen die jungen Trainer darüber, wie oft sie ihr System umgestellt haben. (…) Mir selbst steht dabei zu sehr im Vordergrund, dass die Spieler gegen den Ball arbeiten sollen und nicht mit ihm. (Fritz von Thurn und Taxis in einem Gastbeitrag für die SZ)

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»Ich war nie der Beste in der Schule, aber ich habe Straßenintelligenz. Ich habe das umgewandelt in Intelligenz, um mein besseres Ich zu finden.Und deswegen bin ich stolz auf mich.« (Boateng/Spiegel)

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»Thomas Müller, Mats Hummel und Oliver Bierhoff zum Beispiel kennen sich aus. Die haben klare Geschmacksdifferenzierungen und verstehen die Technik in der Küche. Die kommen schon mal zu mir und wollen wissen: Warum hast du den Kabeljau in Olivenöl konfiert?« (Anton Schmaus, Koch der Fußball-Nationalmannschaft, im SZ-Interview)

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»Ich kann nicht verlieren. Wenn ich jogge und es überholt mich jemand, dann ist das fast wie eine Niederlage für mich. Einmal, beim Laufen im Central Park in New York, überholte mich eine Läuferin mit einem Jogger-Dreirad-Kinderwagen. Ich konnte es nicht fassen.« (Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, 75, Arzt des FC Bayern und der Nationalmannschaft, im Zeit-Interview)

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Er »hasse« Angela Merkel, hat Karl Lagerfeld gerade gesagt. Nur: Wen verabscheut er eigentlich nicht? (Auftakt zu einer Lagerfeld-Zitatensammlung in der Süddeutschen Zeitung)

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»Komiker haben komischerweise wenig Groupies. Groupies lieben anscheinend den heiligen Ernst der großen Popstars: Jim Morrison oder Kurt Cobain beispielsweise. Mir fehlt die tragische Botschaft, das Messianische. Mit mir sitzt man an der Bar, aufs Zimmer geht man mit anderen.« (Otto Waalkes im SZ-Interview)

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»Wenn ich Russin wäre, wäre ich lesbisch.« (Lagerfeld/SZ über russische Männer)

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»Ein Selfie ist elektronische Masturbation.« (Lagerfeld/SZ)

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Quotenhumor ist selten komisch., das ist sein Nachteil. Wenn der Fernsehkabarettist eine Humorbombe zündet, hat der Humor-TÜV zuvor sichergestellt, dass sie garantiert in pädagogischer Absicht explodiert. (Jan Fleischhauer in seiner Spiegel-Kolumne »Der schwarze Kanal«).

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»Ich misstraue kleinen Männern. Sie sind von allen die boshaftesten, verbittertsten, nachtragendsten, die es gibt.« (Lagerfeld/SZ)

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Die Deutschlandfahne ist ein trauriger Euphoriefetzen für Einfältige. (»Die steile These« in der taz)

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»Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.« (Lagerfeld/SZ)  (gw) * (www.anstoss-gw.de mit gw-Blog »Sport, Gott & die Welt« /  Mail: gw@anstoss-gw.de)

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