Beitrag ausdrucken Beitrag ausdrucken

Erbarme! … zu spät (WBI-Auflösung vom 29. März)

Google half diesmal nichts, gar nichts. Es musste urplötzlich »Klick« machen … oder auch nicht, wie sogar echte WBI-Profis frustriert erfahren mussten, die auf der falschen Weide grasten – auf dem grünen Rasen und nicht auf der Bühne.
*
»Klick« machen wird es bei allen, wenn sie noch einmal die Kurzfassung der Aufgabenstellung lesen und in Klammern das, was ich verschweigen musste, um die Lösung nicht kinderleicht zu machen. Los geht’s: Ein durchaus respektables Fußball-Talent verletzte sich in der A-Jugend schwer, die große Fußball-Karriere war beendet, bevor sie beginnen konnte. Der frühe Ex-Fußballer hing dann mit anderen Kumpeln (von den Rodgau Monotones) herum und nahm schnell zehn Kilo zu, woran etliche Kästen Bier nicht schuldlos waren. Beinahe wäre er Sportjournalist geworden. Ein Volontariat (bei der Frankfurter Neuen Presse) hatte er schon zugesagt bekommen – doch das sagte er ab, denn mit dem Klub, der ihn zuvor verpflichtet hatte (Rodgau Monotones) stieg er (mit »Erbarme, die Hesse komme!«) überraschend in eine höhere Liga auf, und diese Karriere schien ihm dann doch lockender und lohnender als die eines Sportredakteurs.
*
Jetzt dürfte alles klar sein. Auch, dass er einen bevorzugten Doppelpass-Partner hat (Gerd Knebel), mit dem er geniale Spielzüge kreiert, für die es Beifall auf offener Szene gibt. Und er beherrscht natürlich nicht nur den Doppelpass (bei Badesalz), sondern streut gelegentlich Soli ein (als Sänger mit eigener Band).
*
Des letzten Tipps hätte es dann gar nicht mehr bedurft, aber eben nur, wenn es schon vorher »Klick« gemacht hat: »Obwohl gerade heute viele Menschen an mich denken, bin ich nicht Julius Caesar, sondern …«
*
… Henni Nachtsheim, der am 15. März, an dem diese WBI-Runde erschien, Geburtstag feierte, an den Iden des März also, die Julius Caesar zum Verhängnis wurden. Der 15. März wurde auch jenen Mitratern zum Verhängnis, die googelten, wer an diesem Tag Geburtstag hatte – und Bernd Nickel fanden. Reinhard Schmandt ließ sich nicht irritieren: »Der Hinweis auf den 15. März hatte mich ursprünglich zu Bernd Nickel geführt, der an diesem Tag geboren wurde und mit »Holz« immer wieder gern Doppelpass spielte, aber vieles andere stimmte nicht (Alter, Kreuzbandriss in Jugend, Volontariat!!).«
*
Großes Pech hatte Wolfgang Egerer aus Rosbach-Rodheim: »Der Einsendeschluss naht, und ich habe keine Ahnung. Von Michael Herl (Pirmasens) über Heinz Kubsch (Pirmasens) bis zu Henni Nachtsheim (lt. »gw« en eschte Kerl) alles Erdenkliche gegoogelt und nix gefunden. Auch die Iden des März haben nicht weitergeholfen, also: Aufgabe.« – Erbarme! Zu früh aufgegeben.
*
Der 15. März spielte auch bei Peter Hett aus Bad Nauheim eine irritierende Rolle: »15. März 1980, nicht nur für Eintracht-Fans ein bitterer Tag: Loddar grätscht Grabbi final ab. Daher entscheide ich mich für Jürgen Grabowski, Lieblings-Doppelpasspartner von Gerd Müller.« Bei Theo Nauheimer dagegen hatte es an der richtigen Stelle »Klick« gemacht. Er hatte fast schon aufgegeben, »als mir beim Stöbern das Buch ›Den Schal enger schnallen und in die Ohren spucken‹ in die Hände fiel. Schon auf Seite 8 fiel der Groschen.« Denn dort, aus meinem Vorwort zu Henni Nachtsheims Eintracht-Buch, hatte ich den Text übernommen und nur leicht verrätselt.
*
Selten gab es so viele falsche Lösungen (Bernd Nickel und Uwe Bein wurden am häufigsten genannt), selten so wenige richtige. Nur diese acht kamen auf Henni Nachtsheim: Helmut Bender (Linden), Paul-Ulrich Lenz (Schotten), Dieter Neil (Buseck), Walther Roeber (Bad Nauheim), Karola Schleiter (Florstadt), Rüdiger Schlick (Reichelsheim), Reinhard Schmandt (Pohlheim), Jochen Schneider (Butzbach) – Herzlichen Glückwunsch! Auch von unserem Kolumnisten Henni Nachtsheim. (gw)
*
(www.anstoss-gw.de  Mail: gw@anstoss-gw.de)

Baumhausbeichte - Novelle