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Ohne weitere Worte (vom 13. März)

Ideenlos, mutlos, aufgebläht und ohne Chance, es wirklich zu packen: Paris schied aus wie ein taumelnder, reicher Onkel, der auf dem Gartenfest einen Sonnenstich erleidet. (Jonas Beckenkamp auf SZ online zum Spiel PSG – Real Madrid)
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Franck Ribery hat übrigens gerade das 51 000. Tor der Bundesligageschichte gemacht. Ich sach mal so: Der HSV kann sich glücklich schätzen, wenn Ribery hier heute nicht noch das 52 000. macht. (aus dem Liveticker des Fußball-Magazins 11Freunde)
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Der HSV hat aus vielen Mitarbeitern das Schlechteste herausgeholt, das ist das letzte Alleinstellungsmerkmal, das diesem großen Klub geblieben ist. (Christof Kneer in der Süddeutschen Zeitung)
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»Beide Mannschaften haben nur einen Vernichtungsplan. Ich hoffe, dass der Ball durchhält!« (Matthias Sammer auf Eurosport in der Halbzeitpause von Mainz gegen Schalke)
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An fast allen deutschen Fußball-Standorten sind Zeichen von Entfremdung unverkennbar. (Michael Horeni in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung)
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»Wer uns scheiße findet, der findet uns eben scheiße. (…) Wir wissen (…), dass wir ein spezielles Thema für Fußballfans sind und bleiben. (Marco Rose, Trainer von Red Bull Salzburg, im FAZ-Interview)
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Kreative seines Schlages kann die Eintracht gut gebrauchen. Leute, die allen alles verkaufen können. (Hanns-Bruno Kammertöns in der Zeit über Eintracht-Präsident Peter Fischer)
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Wahnsinnsquoten für unsere Winterhelden! (…) Das Fernsehen sollte endlich aufhören, öde Sommersportarten zu übertragen, in denen uns andere immer den Sieg wegschnappen. Wir können nun mal nicht so gut laufen und springen, wir brauchen Schnee und Eis. Es gibt viel zu wenige Produktionen, die diese deutschen Tugenden würdigen. (»Zipperts Tele-Welt« in der HörZu)
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Für die ARD sind Niko Kappel und Mathias Mester als Experten bei den Winter-Paralympics, zwei kleinwüchsige Kugelstoßer, die trotz erschwerter Umstände (sie leben in Baden-Württemberg) sehr humorbegabt sind (…) als Zwei-Mann-Comedy-Duo. Wobei sie sich eher »Ein-Mann-Comedy-Duo« nennen würden. Schließlich, so geht dann meistens die Pointe, sind sie ja zwei halbe.« (Sebastian Fischer in der SZ)
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Nach 22.00 Uhr darf es auch mal das »Biathlon-Massaker I – IV« sein. (…) Wie wär’s mit Eiskugelstoßen, Gehwegräumen ohne Steuermann, einer Schneemannbaustaffel oder der Nordnordischen Kombination aus Schneekettenaufziehen und 10 Kilometer Scheibenfreikratzen. (Zippert/HörZu)
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»Der Chef in meinem zweiten Labor (…) sagte, Frauen könnten keine Spitzenforschung machen. (…) Aber sie hätten andere Talente. (…) In der Töpferei. (…) – Wie reagierte er, als Sie den Nobelpreis bekamen? – »Er hat es fast nicht überlebt. Herrlich. (…) Der hat fest geglaubt, dass er auch einen Preis bekommen würde.« (Christiane Nüsslein-Volhard im Interview des SZ-Magazins)
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Häufig sind es ausgerechnet die größten Pfeifen, die sich am meisten zutrauen. (…) Wer als inkompetenter Mensch durch das Leben stolpert, dem fehlt halt auch die Kompetenz, die eigenen Fertigkeiten zu bewerten. (Sebastian Herrmann im »Wissen«-Ressort der SZ über eine als Dunning-Kruger-Effekt bekannte Form der Selbstüberschätzung)
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Sie lehnen Quoten ab? – (…) »In der Summe halte ich Quoten für unwürdig: dass man nicht in erster Linie für eine Leistung, sondern für die Zugehörigkeit zu einer Menschenklasse ausgezeichnet wird. (…) Die extremen Gender-Forscherinnen glauben ja, dass man nur durch die Gesellschaft zur Frau gemacht wird. Was Unsinn ist. Es sind nicht die Gene (…), es sind die Hormone. Das lässt sich durch Erziehung nicht umdrehen.« (Nüsslein-Volhard/SZ-Magazin)
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Die erste große Nummer des Abends ist Almklausi. (…) Seine Lieder werden regelmäßig in die »Ballermann-Hits« aufgenommen. Auf der Bühne ist er eine Stimmungskanone. (…) Sein Hit kommt an: »Wie heißt die Mutter von Niki Lauda?« Die Menge jubelt: »Mama Laudaaa, Mama Laudaaa.«. (aus »Der Mallorca-Wanderzirkus macht Halt in einer Kleinstadt« von Manual Schmidgall in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung)  (gw)
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(www.anstoss-gw.de mit gw-Blog »Sport, Gott & die Welt« /  Mail: gw@anstoss-gw.de)

Baumhausbeichte - Novelle