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Montag, 12. März, 11.00 Uhr

„Ohne weitere Worte“ fertig, auf die Zeitungsseite für Dienstag und online gestellt. Ohne Zitate aus dem großen Mertesacker-Artikel im Spiegel. Merte, bei allen schnellkraft-athletischen Defiziten, war/ist ein großer Fußballer, nicht nur körperlich. Dass er nicht in OWW auftaucht, liegt daran, dass er so tiefgründig und ungewöhnlich offenherzig gesprochen hat, dass seine Sätze schon rauf und runter zitiert worden sind, vom unvermeidlichen Lodda bis zum HR-Radio, so dass sie nicht mehr die OWW-Kriterien erfüllen, nur Zitate zu bringen, die keine Schlagzeilen gemacht haben.

Wie das Interview von Christiane Nüsslein-Volhard im SZ-Magazin. Großartige Frau. Am liebsten hätte ich die komplette Kolumne mit ihren Sätzen gefüllt, auch wenn sie mit Sport nicht allzu viel zu tun haben. Daher hier im Blog eine kleine Zugabe:

„Früher kam man in einen Raum und war die einzige Frau, da wurde geguckt und gepfiffen. Bei mir vielleicht nicht, ich war immer etwas spröde und streng, da pfeift niemand so leicht.“

Ein Buch von Alice Schwarzer feiert Sie als Vorbild für Frauen. –  „Das Buch kenne ich nicht.“

Über den Nobelpreisträger Tim Hunt, der an seiner Uni zurücktreten musste, weil er in einer Rede diesen Scherz über Frauen in der Wissenschaft gemacht hatte: Drei Dinge geschehen, wenn sie im Labor sind: Man verliebt sich in sie, sie verlieben sich in einen, und wenn Sie sie kritisieren, weinen sie.  – „Ich bin mit Tim befreundet und finde, es war gemein, was die ihm angetan haben. Typisch humorlose Feministinnen.“

Wenn jetzt aber männliche Dumpfbacken der Nobelpreisträgerin Primitivo-Beifall klatschen, sollten sie wissen: Die blickt euch streng an, und schon seid ihr soo klein. Und dann raucht sie euch in der Pfeife.

 

 

Baumhausbeichte - Novelle