Beitrag ausdrucken Beitrag ausdrucken

Wolfgang Happich: Fingerspitzengefühl

Über so viele Jahre hinweg lese ich so gern den Sport-Stammtisch, den Anstoß und was es sonst von Gerhard Steines gibt. Was sind wir gemeinsam alt geworden, erinnern uns ebenso gemeinsam gern.
Mit der gebotenen Zeitverzögerung möchte ich auf den Anstoß vom 3. Februar 2018 eingehen. Da wird genüsslich der
“kleine Doktor” abgewatscht. Es hätte nur noch gefehlt, auf seinen “Titel” als Minister mit der kürzesten Amtszeit in der
Geschichte unserer Republik einzugehen, weil er nach seiner Ernennung durch den Ministerpräsidenten Wolfgang Clement
auf dem Weg zur Vereidigung von Dortmund nach Düsseldorf “zurückgetreten wurde” wegen des (sich als falsch erweisenden)
Vorwurfs der Gebührenübererhebung als Notar beim OLG Hamm.
Was mir gar nicht behagt ist “klein” ! Wir wollen uns doch verkneifen, die körperlichen Unzulänglichkeiten einer Person als
Nachteil herauszukehren. Das ist schlicht mieser Stil – auch für GW. Da bitte ich um Fingerspitzengefühl.
Dazu als Ergänzung, weil GW und ich ja in etwa im gleichen Abi-Jahrgang sind und eben Reinhard Rauball ebenso, ich dazu
in Dortmund wie eben Reinhard Rauball. Es waren wenige Jahre nach der Schulzeit vergangen, als die “Rauball-Brothers”
ihre ersten großen finanziellen Erfolge landeten, beispielsweise mit Etienne Aigner oder mit dem Verkauf von Investitionen
in die Exploration von Schieferöl. Reinhard parkte seinen weißen Lanborghini Miura stets im Halteverbot vor seinem Anwalts-
büro. Wenn wir ihn denn man trafen, mussten wir ihn selbstverständlich damit anmachen, dass dies wohl das einzige Auto
auf dem Markt sei, das er überschauen könne, wenn er davor stehe. – -  So viel zum Fingerspitzengefühl der ehemaligen
Konpennäler !
Ich hoffe auf weitere Artikel – auch ohne Fingerspitzengefühl. (Wolfgang Happich/Möhnesee)

Baumhausbeichte - Novelle