Archiv für Februar 2018

Da mir noch keine angemessene WBI-Frage eingefallen ist, zum Aufwärmen nicht die Frage „Wer bin ich?“, sondern „Was ist das?“

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Veröffentlicht von gw am 28. Februar 2018 .
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Samstag, 23. Februar, 16.00 Uhr

Der „Sport-Stammtisch“ für morgen steht schon seit einigen Stunden online. Die Kollegen hatte ich vorgewarnt, auf der Zeitungsseite eventuell noch ein paar Zeilen zu aktualisieren. Brauche ich aber nicht. Die Eishockey-Sensation ist gerade perfekt geworden (das heißt, es könnte ja noch eine größere geben, aber wir wollen nicht unverschämt sein, oder?), ich habe meinen Text noch einmal nachgelesen und finde, er passt unaktualisiert für alle heute möglichen Fälle. Also bleibt er unangetastet.

So, noch zwei Mails in die Box gestellt, dann wird kurz kolumnenpausiert.

Veröffentlicht von gw am 23. Februar 2018 .
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Sonntag, 18. Februar, 8.00 Uhr

Ratzfatz, Montagsthemen drin, online und im Blatt. Noch schnell Thomas Haas rausgeworfen (anlässlich des Rücktritts die alte Geschichte vom Beginn und dem Knatsch mit einer Förderer-Gruppe, u.a. Markwort; hatte ich aber schon, schon mehrmals) und die morgendliche Brundage/Schranz-Passage eingebaut.

Aus der Bild-Zeitung einen Satz unseres Gold-Franzosen Massot für die Zitaten-Kolumne morgen rausgelegt. „Deutsch habe ich übrigens auch mit BILD gelernt. Ich habe die Artikel gelesen und versucht sie zu verstehen.“ Da liegt mir natürlich auf der Zunge: „Kein, Wunder, dass er im Sprachtest für die Einbürgerung fünf  Mal durchgerasselt ist.“ Aber die Kolumne heißt „Ohne weitere Worte“, da darf ich nicht meinen Senf dazugeben. Oder ich zitiere den eigenen, diesen Blog ….

Veröffentlicht von gw am 18. Februar 2018 .
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Sonntag, 18. Februar, 6.45 Uhr

Aus privatorganisatorischem Anlass sind die Montagsthemen fast schon fertig und der Sonntagfrühmorgensblog wird nur kurz, aber vielleicht gegen Mittag fortgesetzt. Draußen gibt’s weder nur Kännchen noch die FAS, obwohl kein Eis oder Schnee die Anlieferung behindert. Drinnen gibt es auch keine Meldung von Draußen, dass es irgendwelche winterlichen Probleme gäbe. Gut so. Unter den Meldungen der Nacht ebenfalls keine gravierenden. Kurzer dpa-Rückblick auf die olympische Gemengelage von 1972. Winterspiele in Sapporo, Karl Schranz wird gesperrt, Österreich rastet aus. Schuld ist das IOC mit seinem Boss Brundage. Wer sich an ihn erinnert oder mangels Erinnerung von ihm liest, sieht unseren deutschen Nachfolger in einem anderen, besseren Licht. Brundage, Hitlers williger Helfer 1936. Und nicht nur das. Ein ganz unangenehmer Patron. Ach ja, Schranz und die Sperre: Weil er gegen den Amateurparagraphen verstoßen habe. Der war damals (der Paragraph, nicht Schranz) der Popanz des Sports, die vor ihm her getragene Monstranz wie heute der Dopingparagraph. Dem wird es ein weiteres halbes Jahrhundert weiter ergehen wie heute dem Amateurstatut – er wird vergessen sein bzw. von denen, die ihn nicht vergessen haben, als absonderliche Zeiterscheinung gesehen werden. Wenn es den weltweit interessierenden Wettkampfsport überhaupt noch geben sollte, wird das Thema nicht Doping, sondern Betrug heißen. Denn Doping ist nur ein Wort, Betrug ein Verbrechen. Aber was verirre ich mich schon wieder in dem stinkenden Dickicht, ist doch sinnlos. So, und jetzt ran an die Montagsthemen, nachschauen, was ich schon geschrieben habe (das Kurzzeitgedächtnis verlässt mich bereits nach ein paar wenigen Stunden), korrigieren, letzte Hand anlegen, redigieren, druckfertig machen und vom Dorf in die Stadt unten auf die Sportseite 1 beamen. Längst Routine, längst eine Selbstverständlichkeit, aber immer noch für mich ein Wunder der neuen Welt. Goethe würde staunen.

Veröffentlicht von gw am 18. Februar 2018 .
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Sonntag, 11. Februar, 6.40 Uhr

Es schneit, scheint aber schmuddelig zu werden. Aber nicht so schmuddelig wie in der SPD. Meldungen der Nacht: Abfahrt abgesagt, auf Donnerstag verschoben; Nowitzki, 22 Punkte, gewinnt mit Dallas gegen die Lakers; Vorbericht zum Valentinstag, der mich nicht interessiert und genauso überflüssig und nur wirtschaftlich be- und gegründet ist wie Halloween; Zwischenstand zur Fahndung nach den RAF-Opas: Sie tapern noch herum, denn die Polizei tappt noch im Dunkeln. Oder im Dunklen? Das habe ich doch früher schon mal nachgeschlagen und sogar im Blog – oder auch in der Kolumne? – behandelt. Vergessen. Ich schlage jetzt auch nicht noch mal nach. In der SPD, elegant rummse ich in den Übergang, wird nachgeschlagen und nachgetreten, dass es selbst Freunden anderer Parteien angst und bange wird. Und Nicht-Parteifreunde aller Art wenden sich mit Grausen. Und immer mehr von ihnen den Rändern zu, obwohl es dort noch viel irrer zugeht. Ich weiß, dass meine Texte, hier oder im Blatt, auch von extrem Konservativen und extrem Linken gelesen werden, ich weiß auch, dass viele Erzkonservative und, ja!, auch manche Kommunisten vernünftige und angenehme Menschen sind, als ein solcher erschien mir auch der Linken-Chef (der bundesweite; ein lokaler, ein Anstoß-Leser, scheint nicht nur so), doch als er jetzt im taz-Interview sagte, die Flüchtlinge seien die Arbeiter von morgen, wusste ich, dass ihm die Ideologie den Kopf verdreht hat. Unter den Arbeitern von morgen sind auch ein paar Flüchtlinge, aber ihre übergroße Mehrheit … ach, ist ja sinnlos, sich aufzuregen. Ich will der Alien-Forscher aus dem Andromeda-Nebel bleiben, der interessiert und distanziert beobachtet, wie sich diese seltsame Spezies Mensch verhält, spezialisiert auf die Unterart „satte deutsche Bürger“. Unter denen gibt es noch einige Unter-Unterarten, zum Beispiel den „suizidalen Sozialdemokraten“, kurz Sozi. Einer ihrer Anführer hat mich augenzwinkernd aufgefordert, in die SPD einzutreten, nachdem ich an anderer Stelle (FB) geschrieben hatte: „Wie wär’s damit: Abstimmen darf nur, wer schon Mitglied war, als das, worüber abgestimmt wird, beschlossen wurde. Nicht nur wg. GroKo/SPD, sondern in jedem Verein.“ Zum Schutz von bedrohten Arten bin ich zu fast allem bereit, aber nachdem Frau Bätschi… also da hat meine persönliche Sondierungsbeauftragte jegliche Kontaktaufnahme kategorisch verboten.

Bereit bin ich aber, für Gabriel und Schulz als Ghostwriter zwei persömliche Rückzugserklärungen zu schreiben, die ihnen und ihrer Partei ein paar Sympathien zurückgewinnen könnten. Gabriel: „In meiner tiefen Enttäuschung, nicht mehr Außenminister sein zu dürfen, habe ich mich zu einem kleinkindhaften Ummichschlagen („der Mann mit den Haaren im Gesicht“) hinreißen lassen. Das war politisch so unreif, wie mich viele schon immer zu kennen glauben. Ich zeige mir daher selbst die rote Karte und werde vier Jahre lang als einfacher Bundestagsabgeordneter still und fleißig zum Wohle meiner Partei und Deutschlands arbeiten.“ Schulz: „Ich weiß nicht, was mich geritten hat, eine neuerliche GroKo kategorisch auszuschließen, ich weiß nicht, was mich geritten hat, als Außenminister in eine neuerliche GroKo eintreten zu wollen, ich weiß auch nicht, was mich geritten hat, überhaupt Kanzlerkandidat zu werden, denn das ist alles eine Nummer zu groß für mich. Was jetzt aus mir wird, weiß ich erst recht nicht. Zu meiner Rechtfertigung möchte ich aber darauf verweisen, wie sehr mich meine Partei hochgejubelt hat zum Mister 100 Prozent, und vor allem, dass ich trotz allem als Verhandlungsführer einen Koalitionsvertrag ausgehandelt habe, in dem unsere 20-Prozent-SPD so viele Prozentanteile hat, dass sie bei einer Wahl zur absoluten Mehrheit reichen würde. Macht’s gut, ich hau ab.“

Da hat mich der Flow leider auf dem falschen Fuß erwischt und weit weg getragen, weit entfernt vom Stein(es)bruch für die Kolumnen. Was schreib ich bloß in den Montagsthemen, wenn der Zettel noch leer ist und das Thema Olympia  … na ja, Sie wissen schon. Kommt Zeit, kommt KKKK, kommt Rat.

 

Veröffentlicht von gw am 11. Februar 2018 .
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