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Ohne weitere Worte (vom 5.Dezember)

Man könnte einen Stapel Spielkarten aus dem vierten Stock werfen, sie würden besser geordnet unten ankommen, als es die BVB-Abwehr je sein könnte. (aus dem Liveticker des Fußball-Magazins 11Freunde)
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»Als Eintracht Frankfurt sollte man nie den Fehler machen, nicht nach unten zu gucken. Sonst kann es ein böses Erwachen geben.« (Alex Meier im Interview der Frankf. Rundschau)
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Albern nehmen sich die zunehmenden Bilder aus mit Akteuren, die bei jedem Wortwechsel während des Spiels die Hand vor den Mund halten. Sie vermitteln den Eindruck, als würden sie permanent den Sicherheits-Code für Atomraketen ausplaudern. (Karlheinz Wild im Kicker)
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»Was passiert nach der A-Jugend mit der großen Masse an Talenten in den Bundesliga-Klubs? (…) Zweite Mannschaften sind leider oft ein Sammelbecken für Talente, die bis Mitte Zwanzig von der Bundesliga träumen – obwohl schon relativ klar ist, dass die Bundesliga für die meisten unrealistisch ist.« (Förderungs- und Scouting-Experte Michael Reschke im Interview der Süddeutschen Zeitung)
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Die Talent AG – die Amerikaner investieren pro Jahr mehr als 15 Milliarden Dollar in die Sport-Ausbildung ihrer Kinder. (Überschrift im Wirtschaftsteil der SZ zu einem Text von Jürgen Schmieder)
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Sportler aus dem Reagenzglas. (Sports Illustrated im Jahr 1988 über Todd Marinovic, der von seinem Vater schon als Säugling gedrillt wurde, um Football-Superstar zu werden)
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»Ich lerne gerade erst, locker mit Fehlern umzugehen und zu akzeptieren, dass ich nicht perfekt bin. Erst jetzt habe ich wieder Spaß am Sport. (Todd Marinovic, 48, der seine bescheidene Karriere schon mit 24 beendete und zuvor und danach drogenabhängig war/zitiert im Schmieder-Text in der SZ)
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Von einem echten »Lesen« der Gedanken ist die Wissenschaft so weit entfernt wie derzeit die Borussia aus Dortmund vom Gewinn der Champions League. (Ulrich Schnabel/Zeit)
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In Oldenburg wurde gerade die schönste Deutsche über 50 gewählt. Der Presse entnahmen wir, nur halb erstaunt, dass Wolfgang Bosbach mit dabei war. (Peter Dausend in der Zeit)
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Zur Schönheit kam Bosbach wie einst die Brasilianer zu Bayer Leverkusen – auf Empfehlung von Reiner Calmund. Der Dicke, der immer quasselt, und der Dünne, der überall auftaucht, sind befreundet. (Dausend/Zeit)
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Beim Wettbewerb »Der redseligste Rheinländer über 65« wären sie allerdings erbitterte Gegner. Das Zeug zur Schwatzbacke des Jahres haben sie beide. (Dausend/Zeit)
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Wie beurteilen Sie das erste Präsidentschaftsjahr von Trump? – »Ein Desaster. Trump hat ganz eindeutig weder die intellektuellen Fähigkeiten noch das richtige Temperament für die Rolle eines führenden Politikers. Er ist die Inkarnation all dessen, was in diesem Land falsch läuft, und zeigt die schlimmsten Seiten der Intoleranz, der Frauenfeindlichkeit, Fremdenfeindlichkeit und Ausbeutung der Armen.« (Basketball-Legende Kareem Abdul-Jabbar, Schriftsteller und Journalist, im Welt-Interview)
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31 Prozent der Berliner Polizeischüler haben einen Migrationshintergrund, oft einen arabischen (…) Etliche muslimische Polizeischüler weigern sich angeblich, schwimmen zu lernen, weil in den dafür vorgesehenen Becken vorher unreine Frauen geschwommen sind. Zu Klausuren erscheinen manchmal nicht die Schüler, sondern etwas begabtere Doppelgänger. (Harald Martenstein im Zeit-Magazin)
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Der Berliner Polizeipräsident lehnt übrigens eine Untersuchung durch externe Ermittler ab, dessen Rollenmodell ist eindeutig Sepp Blatter von der Fifa, der hat auf Korruptionsvorwürfe ähnlich reagiert. Die Lage bei der Berliner Polizei ist ähnlich hoffnungslos wie bei der Fifa. (Martenstein/Zeit)
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Was hören Sie beim Sport? – Dire Straits, Led Zeppelin, Beatles, Pink Floyd, Queen, die Eagles. Und Udo Lindenberg, mit dem ich mich auch persönlich immer gut verstanden habe. Dann natürlich die Rolling Stones.« (Heynckes/SZ)
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»Aber ein Ribery, ein Boateng, die hören was anderes. Neulich saß ich mal auf dem Ergometer. Jerome Boateng hatte aufgelegt, da dachte ich: Hallöchen, das überstehst du nicht!« (Jupp Heynckes im SZ-Interview)
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Polizei findet Tagebücher von John Lennon – Gestohlen von Yoko Ono. (Überschrift und Unterzeile im Meller Kreisblatt/aus dem »Hohlspiegel« im Spiegel)
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In den Topf von Sarah Brandtner (…), ehemalige Freundin Bastian Schweinsteigers, kommt nur Veganes: »Es fällt mir schwer«, sagt sie Bunte, »ein totes Tier zu verspeisen«. Ein lebendes Tier zu verspeisen fiele uns ja noch viel schwerer. (»Herzblatt-Geschichten« von Jörg Thomann in der Frankfurter Allgemeinen  Sonntagszeitung) (gw)
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(www.anstoss-gw.de gw@anstoss-gw.de)

Baumhausbeichte - Novelle