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Ohne weitere Worte (vom 24. Oktober)

Ein Spiel am Rand der Hysterie. (Schlagzeile in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung zum Bericht Eintracht – BVB von Peter Heß)
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So entwickelte sich eine ausgesprochen intensive Begegnung, in der die Spielkultur schnell zur Strecke gebracht wurde, sobald sie sich einmal zeigte. (Heß/FAS)
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Wie kann es sein, dass ein vernünftig denkender Mensch Fan des FC Bayern ist? Und wie kann es sein, dass so ungeheuer viele vernünftig denkende Menschen Fans des FC Bayern sind? (Unterzeile zu einem Zeit-Artikel von Andreas Lebert über »Das Geheimnis der Rothosen«)
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»Fußball bietet ein ganz anderes Identifikationspotential als Einzelsportarten. (…) Fan vom FC Bayern kann man 50 Jahre lang sein und mehr. Fan von Kristina Vogel vielleicht zehn Jahre, dann ist es vorbei.« (Bahnradfahrerin Kristina Vogel im Interview der Frankfurter Allgemeinen Zeitung)
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Mein Vater nahm mich nur zu Spielen des FC Bayern mit, Regionalligaspielen wohlgemerkt. Bald kannte ich alle Namen: Linksaußen Mucki Brenninger, Sturmspitze Rainer Ohlhauser, Mittelfeldmotor Jackl Drescher … Und mein Vater hörte nicht auf, mich mitzunehmen. (Lebert/Zeit)
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Wie konnte ich – wie konnte überhaupt irgendjemand – einer Mannschaft widerstehen, deren Abwehrchef Adi Kunstwadl hieß? (Lebert/Zeit)
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»Ich finde, dass (…) der 1. FC Köln und Werder Bremen medial (…) sehr sympathisch begleitet werden. Wir als HSV hingegen werden unsympathisch und geringschätzig begleitet. (…) Das ist offenbar chic und stört mich ganz massiv.« (Heribert Bruchhagen im Kicker-Interview)
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Also, Herr Bruchhagen, die Erklärung ist ganz einfach. Jahrelange Misswirtschaft, gepaart mit der stets großkotzig zur Schau gestellten Tatsache, das letzte Gründungsmitglied der Bundesliga zu sein, das noch nie abgestiegen ist – ganz ehrlich, das kommt nicht gut an. (…) Bruchhagen (…) mag es schon vergessen haben, (dass er) als ehemaliger Eintracht-Boss gerne (…) über den HSV und seinen Mäzen ablästerte. (Jörg Hanau in der Frankfurter Rundschau) zum Kicker-Interview)
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»Surreal, oder? (…) Es ist auf jeden Fall unter der Würde des Amtes. So benimmt man sich nicht als Staatsoberhaupt.« (NBA-Star Stephen Curry im Spiegel über Donald Trump, der ihn vom Empfang im Weißen Haus ausgeladen hat)
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LeBron James (…) twitterte an Trump, er sei ein »bum«, also ein Penner, Curry habe doch längst gesagt, er werde nicht kommen, da sei es lächerlich, ihn jetzt auszuladen. (…) – Curry: »You bum! Da muss ich lachen. Ich habe diesen Ausdruck das letzte Mal bei Straßen-Basketballspielen gehört. Dort fiel er ständig und war ein ziemlich heftiger Ausdruck.« (Spiegel)
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»Ich mag die Lady, die Ihr Land führt! (…) Ich liebe Angela Merkel! (…) Sie ist noch an der Macht, richtig?« – Sozusagen. Wir hatten nur gerade Wahlen in Deutschland, und eine rechtsnationale Protestpartei ist in den Bundestag eingezogen, die Stimmung macht gegen Merkels Flüchtlingspolitik. – »Das ist nicht so cool.« (Lewis Hamilton im Interview der Süddeutschen Zeitung)
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Und schließlich hat Christian Lindner diese Woche schnell noch seine Lebenserinnerungen veröffentlicht. Zusammenfassung: Er findet sich nicht schlecht. (Volker Zastrow in der FAS)
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Auf den ersten Seiten des Buches liest man immer wieder ich und ich und ich, und man kommt gar nicht daran vorbei: Dieser Typ nimmt sich echt wichtig. (Zastrow/FAS)
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»Indem ich auf Fleisch verzichte, rette ich in nur einem Jahr 24 Hühnern das Leben. Und einer ganzen Kuh.« (Neu-Veganer Hamilton/SZ)
(gw)
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(www.anstoss-gw.de mit gw-Blog »Sport, Gott & die Welt« /  Mail: gw@anstoss-gw.de)

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