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Ohne weitere Worte (vom 10. Oktober)

Je nach Neigung kann man die Heimholung des ewigen Jupp nun kreativ oder verzweifelt nennen, eine Kreativität der Verzweiflung ist es auf jeden Fall. (Claudio Catuogno/Christof Kneer in der Süddeutschen Zeitung)
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Nun will man die Uhr zurückdrehen. Alles zurück auf Anfang, um die verlorene Zeit aufzuholen? Geht das mit den Menschen und Methoden von gestern? (Christian Eichler in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung)
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Er ist jetzt 72 (…) und sollte eigentlich klug genug sein, dem Werben zur Rückkehr nach München zu widerstehen. (…) Nun droht ihm, ähnlich wie Otto Rehhagel 2012 (…) mit der Hertha, ein vorübergehendes Schicksal als Witzfigur. (Jan Christian Müller in der Frankfurter Rundschau)
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Wie will Katalonien denn, von der restlichen Halbinsel isoliert, existieren? Soll der FC Barcelona als stolzes Aushängeschild nationaler Identität dann gegen sich selbst Fußball spielen, während Real Madrid in einer anderen Liga spielt? (Dirk Schümer in der Welt)
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Ich war Verteidiger und träumte davon, eines Tages für Benfica Lissabon aufzulaufen. Aber Krankheiten, über die ich nicht reden mag, machten es für mich vor zehn Jahren unmöglich, weiter Sport zu treiben. In meinen Träumen bin ich allerdings immer noch fit und spiele weiter Fußball. Das sind wirklich großartige Träume! (Salvador Sobral, Gewinner des Eurovision Song Contest, in der Zeit-Magazin-Serie »Ich habe einen Traum«, aufgezeichnet von Christoph Dallach; seit einer Woche liegt Sobral auf der Intensivstation eines Krankenhauses in Lissabon und wartet auf ein Spenderherz)
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»Ich war nie cool, und ich habe nie versucht, cool zu sein. Ich werde niemals cool sein.« (James Blunt, Sänger und Liedschreiber, zitiert im Spiegel)
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Ist eine solche Sportkarriere etwas, das man seinem Sohn empfehlen sollte? – »Absolut nicht.« – Welche Erinnerungen haben Sie an Ihre Zeit in der Sportschule? – »Da möchte ich nicht drüber reden. Keine guten.« (»Rammstein«-Sänger Till Lindemann, als Jugendlicher im Schwimm-Kader der DDR, im Interview der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung)
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»Ich habe es genauso aufgeschrieben, wie es jetzt im Buch steht. (…) Der Lektor hat nur noch etwas gekürzt. Er fand, manches sollte ich besser meinem Frisör erzählen.« (»Rammstein«-Keyboarder Christian »Flake« Lorenz im Interview der Frankfurter Rundschau über »Flake«, sein zweites autobiografisches Buch)
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»Für mich bedeutet ein zweiter Platz Niederlage, Demütigung, Versagen. Ich fahre nur dahin (Anm.: zum Ironman), um das Rennen zu gewinnen. Alles andere blende ich aus.« (Triathlet Jan Frodeno im Interview der Bild am Sonntag)
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Ich habe mir oft gewünscht, dass ich in meiner Kindheit besser Deutsch gelernt hätte. (…) In der Umgebung, in der ich aufgewachsen bin, war es schwierig, Deutsch zu lernen. (…) Deutsch sprachen eigentlich nur meine Lehrer. (…) Ich habe mich oft geschämt, weil ich wusste, mein Deutsch war nicht perfekt. (Mesut Özil in der Zeit-Magazin-Serie »Ich habe einen Traum«, aufgezeichnet von Jörg Böckem)
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Er lernte Playboy Gunter Sachs kennen, drehte einen Film mit Gitte Haenning. Die Frauen faszinierten ihn, und andersherum. »Oft wurde ich in Bars oder Tanzklubs angesprochen, ob ich mal mit auf die Toilette kommen und ihnen meinen Penis zeigen könne.« (Lutz Wöckener in der Welt über Guy Acolatse, den ersten dunkelhäutigen Fußballer im deutschen Profifußball)
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Stark ist das neue Dünn (Schlagzeile in der Frankfurter Rundschau über einen neuen Trend)
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»Haben Sie sich mal gefragt, wie Bäume aufs Klo gehen?« – Äh, nein. – »Einmal im Jahr. (…) Die drücken ihre überflüssigen Stoffe in die Blätter, bevor sie abgeworfen werden. Interessant, oder?« (Peter Wohlleben, Förster und Bestseller-Autor, im SZ-Interview)
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»Wenn man ein glückliches Leben führen will, ist Erfolg oder Bekanntheit der unwichtigste Punkt.« (Flake/FR) (gw)
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(www.anstoss-gw.de mit gw-Blog »Sport, Gott & die Welt« /  Mail: gw@anstoss-gw.de)

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