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Ohne weitere Worte (vom 1. August)

In der Mehrzahl der strittigen Fälle wird der Videobeweis helfen. (…) Die Zahlen (…) belegen das eindeutig. (…) Wer immer noch glaubt, mit dem Videobeweis würde sich das Wesen des Spiels ändern, müsste sich von solchen Argumenten eigentlich überzeugen lassen – es sei denn, er hängt der wirren These nach, dass solche Fehlentscheidungen doch ein wunderbarer und nie versiegender Quell emotionaler Diskussionen sind, die eben dazugehören. (Peter Penders in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung)
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Von wem haben Sie am meisten gelernt? – »(…) von den Trainern (…), die nicht gut waren. Bei diesen Trainern habe ich festgestellt: So darfst du nie werden.« (Bochums neuer Trainer Ismail Atalan im FAZ-Interview)
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Sven: »Ja, Talente sind heute in jungen Jahren viel weiter als wir damals.« – Lars: »Wir sahen mit 17 aus wie 15. Heute sind da 17-Jährige – hätten die einen Vollbart, würden die wie 30 aussehen.« (die Bender-Zwillinge im Interview der Süddeutschen Zeitung)
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Verraten Sie uns doch mal, wie man gegen ihn und seinen FC Liverpool gewinnt. – »Da müsste ich mir erst mal Gedanken machen. Und verraten würde ich es dann schon gar nicht, weil er dann ja wüsste, was ich wiederum denke!« (David Wagner, deutscher Trainer des Sensations-Aufsteigers Huddersfield Town und enger Freund von Jürgen Klopp, im Interview der Frankfurter Allgemeinen Zeitung)
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Ein Steyrer Bodybuilder in Hollywood, der Kalifornien regiert hat und heute einen siebzigjährigen Roboter spielt. Ein ziemliches Leben. (Tobias Rüther in der FAS über Arnold Schwarzenegger)
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Sie ist hart zu sich selbst, ihr Lieblingsgericht Spaghetti mit Pesto gönnt sie sich nur nach dem Sport. Sie hat auch Politik wie einen Sport erlernt, sich Reden durchgelesen und Fernsehauftritte angeschaut. Während sie auf dem Trimmrad saß, hat sie sich Aufzeichnungen wichtiger Talksendungen angesehen, um Argumente zu studieren wie Pep Guardiola die Spielzüge künftiger Gegner. (Marc Hujer im Spiegel über die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht)
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Spartensendungen wie ›Die Anstalt‹ oder ›Nuhr‹ (…) bewirken überhaupt nichts, außer dass sie diejenigen bestätigen, die ohnehin schon wissen, wo sie stehen.« (Kabarettist Serdar Comuncu im taz-Interview)
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»Es gibt heute viel mehr weibliche Komiker als früher.Und was die zum Teil für Witze machen – in dieser Drastik wäre das damals undenkbar gewesen.  (…). Oft sind das alte Männerstammtischwitze. Die weiblichen Comedians drehen einfach den Spieß um und machen Witze über Männer, die sich Männer über Frauen längst nicht mehr erlauben dürfen.« (»Hans Mentz«, ein Autoren-Pseudonym des Satiremagazins  Titanic, im Spiegel-Interview)
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Warum nur halten es manche so schwer aus, dass ihre eigenen Gedankengebäude und ihre offenbar für unangreifbar gehaltenen Überzeugungen angezweifelt werden? Warum (…) macht man sich nicht daran, das Verachtete zu widerlegen, anstatt Geringschätzung zu zeigen? Es voreilig aus dem demokratischen Diskursfeld zu entfernen, ist ein Armutszeugnis. (Rainer Moritz in der Neuen Zürcher Zeitung über den Spiegel, der das angeblich rechtspopulistische Buch »Finis Germania« »kurzerhand und klammheimlich« – so die NZZ  – aus seiner Bestenliste entfernt hat)
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Wo die Krähen schwätzen, schweigen die Schwalben. (Griechische Volksweisheit, Losung für den Monat August im Sprachkalender der Griechischen Zeitung) (gw)
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(www.anstoss-gw.de mit gw-Blog »Sport, Gott & die Welt« /  Mail: gw@anstoss-gw.de)

Baumhausbeichte - Novelle