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Ohne weitere Worte (vom 7. Juni)

»Wenn Ronaldo einst nicht mehr spielen sollte, werden wir uns jeden Tag an ihn erinnern und weinen.« (Predrag Mijatovic, 1998 Reals Siegtorschütze gegen Juve, im Interview der Süddeutschen Zeitung)
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Vertrauen, Respekt, Team- und Kommunikationsfähigkeit, Authentizität und Identifikation, Verlässlichkeit und Loyalität. All das nennt der BVB, um das sofortige Aus von Thomas Tuchel zu erklären. Das lässt erahnen, wie schlimm es hinter den Kulissen wirklich zuging. (Jean-Julien Beer im Kicker)
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Erstklassige Arbeit haben Sie in Dortmund geleistet. Trotzdem hat man Sie entlassen. (…) Warum? Ich ahne das Geheimnis. Dortmund kann Jürgen Klopp nicht vergesse. Diesen lümmelhaften, rauen, unrasierten Vulkan. (…) Sie, Thomas Tuchel, waren das Gegenteil (…) Deshalb wurden Sie entlassen. (»Post von Wagner« in Bild)
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Kurz vor der Halbzeit von 2017 können wir bilanzieren, was in Deutschland in diesem Jahr Trend ist. Total angesagt: gegen etwas zu sein. Zum Beispiel gegen den Kommerz im Fußball. Also morgens um drei mit 2,5 Promille »Atemlos« (…) grölen und abends im Stadion Helene Fischer ausbuhen. (Julien Wolff in der Welt am Sonntag)
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In seinem neuen Amt braucht er keine Rücksichten mehr zu nehmen und muss sich nicht das Maul verbieten lassen. (…) Wer ihm nicht passt, wird aus dem Weg geräumt, und als Aufsichtsrat kann er sogar behaupten, dass er nichts damit zu tun hat. Er regiert den Verein Hannover 96 wie sein Freund Wladimir Putin Russland. (Marc Hujer im Spiegel über Gerhard Schröder)
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Das Paar (Anm.: Gigi Buffon und Ilaria D’Amico) (…) schützt seine Privatsphäre konsequent, aber mit viel Selbstironie. Kürzlich war D’Amico Gast in einer Talkshow, als Gigi sich gerade im Trainingslager (…) befand. In die Sendung wurde Nationaltrainer Ventura zugeschaltet, und D’Amico durfte ihm eine Frage stellen. »Hat Gigi auch alles aufgegessen?«, erkundigte sie sich. Und dann, listig: »Hat er auch sein Bäuerchen gemacht?« (Birgit Schönau in der SZ)
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Wären Sie heute ein Weltstar wie Toni Kroos? – »Nicht nur heute wäre ich ein Weltstar.« (Uli Stielike im Kicker-Interview)
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Fritz von Thurn und Taxis (…) hat seine Karriere beendet und wird für Sky keine Spiele mehr live kommentieren. Die Fußballgemeinde liebt diesen Kommentator mittlerweile sogar dafür, dass er keine Ahnung hat und auch nichts dafür tut, das zu kaschieren. (Andreas Rüttenauer in der taz)
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Eine Penisfraktur verhindert den Bau der DFB-Akademie? (…) Der Unfall, den Carl-Philip Graf zu Solms-Wildenfels (…) »beim etwas zu wilden Sex« erlitt, wie die »Bild«-Zeitung berichtet, (könnte) mehr sein als nur eine Fußnote im Streit um das Grundstück der Galopprennbahn in Frankfurt. (…) Ein Arzt schrieb den Grafen krank, und so konnte der Prozess (…) nicht fortgesetzt werden. (Michael Wittershagen in der »Schluss für heute«-Glosse der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung)
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»Die Zeitungslektüre (…) läuft jeden Morgen gleich ab: Zuerst ziehe ich den Sportteil raus.« (Alfred »Bio« Biolek im Interview des SZ-Magazins)
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»Wir haben (…) ein Läusemittel mit einer völlig innovativen Technologie im Programm.« (…) – Was bitte ist denn ein innovatives Läusemittel? – (…) »Ein Mittel, in dem eine mechanische Gummierung steckt, die die Läuse erst einatmen und durch die sie dann explodieren.« (Stada-Vorstandschef Matthias Wiedenfels im Welt-am-Sonntag-Interview)
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»… und werfe ihn weg.« (Biolek/SZ)
(gw)
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(www.anstoss-gw.de mit gw-Blog »Sport, Gott & die Welt« /  Mail: gw@anstoss-gw.de)

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