Archiv für Juni 2017

Dienstag, 27. Juni, 9.10 Uhr

Vogelsberg-Tour ist abgesagt wg. Wetters, gerade eben auch eine Tages-Ersatztour im Ulmtal. Wir alten Säcke haben, nein, falsches Verbchen, sind nun mal Weicheier. Da fahr ich mal schnell eine Solo-Runde, bevor es plattert. – Anmerkung zur Mail von Dirk Loburg: Ja, so kann man hoffen, alles möglich, zumal bei den Drehern. Aber auch Kovacs hat deutlich über 22 gestoßen, auch mehrere andere liegen vor Storl, da ist die statistische Wahrscheinlichkeit, dass nur Storl sich steigert und die anderen schwächeln, recht gering.  Aber, wie gesagt, Hoffnung darf sein.

Nun noch schnell die WBI-Auflösung online gestellt, dann aufs Rad.

Veröffentlicht von gw am 27. Juni 2017 .
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Sonntag, 25. Juni, 23.00 Uhr

Die für mich guten Seiten des Internets: Konnte live die Entwicklung des Kugelstoßens bei den US-Meisterschaften verfolgen. Ryan Crouser führte bis zum letzten Versuch mit 22,02, dann übertrumpfte ihn Joe Kovacs mit sehr starken 22,35, aber Crouser konterte mit 22,65, so weit hat seit 14 Jahren niemand mehr gestoßen. Sogar der Weltrekord rückt näher (23,12). Was sagen die Schlaumeier dazu, die die alten Rekorde wg. Dopings löschen und neue Rekordlisten schreiben wollen?

Am Rande notiert: David Storl, talentierter und bewegungsbegabter als Crouser und Kovacs zusammen, stieß jetzt bei der Team-EM knapp über 21 Meter. Vor fünf Jahren galt er als einzigartig, allen anderen weit voraus und für die Zukunft weltweit als unschlagbar. Ist seine Zukunft schon Vergangenheit und wenn ja warum? Ich kann nur fragen, eine Antwort weiß ich nicht.

Veröffentlicht von gw am 25. Juni 2017 .
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Sonntag, 25. Juni, 6.40 Uhr

In der Nacht zum letzten Sonntag wummerten die Bässe ins Schlafzimmer, dann schrillte die Feuerwehrsirene, kurz darauf knatterte ein Hubschrauber gen Hinterland. Im Blog geschrieben, inklusive der Ahnung, die dann Gewissheit wurde. Immerhin scheint der junge Mann, der aus eigenem (bzw. alkoholischem?) Antrieb  in die Glut gelaufen sein soll, vergleichsweise glimpflich davongekommen sein. Und diese Nacht: Plötzlich Tatü-Tata aus allen Richtungen in eine Richtung, wieder gen Hinterland, wieder mit schlimmen Ahnungen.

Tatü-Tata gen Hinterland = gen Siegerland. Dort, wo sie das „R“ rollender rollen als sonstwo: Rrrrrrrr. Dazu der alte Witz: Polizeiwagen fährt mit Tatü-Tata Richtung Hinterland. An der Grenze zum Siegerland schaltet die Sirene um, vom Tatü-Tata zu … Rrrra-rrrü-Rrrra-rrrra, Rrrra-rrrü-Rrrra-rrrra,

Sorry. Kalauer am frühen Morgen bringt hoffentlich nicht Kummer und Sorgen.

An eben diesem frühen Morgen schon einige Mails in die Box gestellt, auf die ich in den Montagsthemen eingehen will. Auch schon ein Interview mit dem Konzertpianisten und Börsenspekulanten Josef Bulva in der SZ gelesen, mit Anstreichungen für „Ohne weitere Worte“ und meinen „progressiven Alttag“ fürs Seniorenjournal. Vielleicht auch für die Montagsthemen: „Machiavelli formulierte in einem Streitgespräch das brillanteste Gesetz der Finanzwirtschaft: Lass uns doch die Zeit nicht mit Kleinigkeiten verlieren, am Ende werden die Armen alles bezahlen. Und von den Armen haben wir genug.“

Seltsam, da gehe ich auf die 70 zu, und plötzlich tauche ich aus meinem heimeligen Retiro wieder öffentlich auf, ohne mein Zutun und von mir skeptisch beobachtet. Bundesweit in Sachen Doping (gähn!), regional in einer sehr großen und sehr schmeichelhaften Geschichte in unserem Konkurrenzblatt (Respekt, liebe Kollegen und vor allem lieber „Wolle“, sehr souverän mit der Konkurrenzsituation umgegangen / Link zum online gestellten Hauptartikel in einem der letzten Blog-Einträge). Und dann kam dieser Tage die Journalistin, die vor Jahren für ein Dossier ihrer(großen) Zeitschrift schon einmal hier war und in Vorbereitung das „Sport-Leben“ (Link rechts) gelesen hatte, noch einmal zu mir herauf auf den Berg, weil sie, motiviert durch das „Sport-Leben“, das sie beeindruckt hatte, eine Geschichte über meine – wie auch ich finde: ziemlich ungewöhnliche – Freundschaft mit Ralf Reichenbach schreiben will. Soll im September im Magazin „Mann“ der Zeitschrift erscheinen. Zu dem Gespräch kamen auch zwei Jungs aus Frankfurt auf dem Motorrad angedüst, vom „cartel collective – visual storytelling“, zwecks Fotoshooting. Zwei sehr nette Jungs, einer fotografierte mich im Wintergarten und am Teich, der andere leuchtete mich mit einem ausgeklappten Schirm aus, da fühlte ich mich, als hätte ich bei Heidi Klum gewonnen. Aber der Grund, warum ich es erwähne: Einer der beiden Jungs kannte mich bzw. meinen Namen – weil er in früheren Jahren an meinem „Siebenkampf für Sportexperten“ teilgenommen hatte! Von der großen, weiten Welt als Männer-Model zurück zu meiner wahren beruflichen Bestimmung, dem Puzzeln und Basteln von Geschichten und Aktionen in unserer mittelhessischen Regionalzeitung. Und der „Siebenkampf für Sportexperten“ läuft und läuft nach Jahrzehnten immer noch, mittlerweile auch schon seit vielen Jahren betreut vom Kollegen htr.

Jetzt aber ran an die Montagsthemen. Auf dem Zettel stehen ja schon die Mailbox-Texte. Auch an „Ohne weitere Worte“  will ich heute schon ran und an die WBI-Auflösung, denn  eine mehrtägige Vogelsberg-Radtour steht an, mit meinen beiden alten Abi-Jungs. Basislager Schotten. Aber nur, wenn das Wetter mitspielt.

Veröffentlicht von gw am 25. Juni 2017 .
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Ungetwittert

Zwischenbilanz nach zwei Jahren auf dem deutschen Sonderweg: Kinder aus Schulen zu entführen und in fremde Länder zu verschleppen, das ist eine der fatalen Folgen einer aus der Emotion entstandenen deutschen Flüchtlingspolitik, die mehr Elend schafft, als sie verhindern wollte.

Veröffentlicht von gw am 23. Juni 2017 .
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Mittwoch, 21. Juni, 23.10 Uhr

Schön ist, Mutter Natur, deiner Erfindung Pracht / Auf die Fluren verstreut …

Eine Amsel steht in der Uferzone des Teichs. Hackt mit dem Schnabel ins Wasser. Trägt etwas trippelnd davon. Zur Terrasse. Einen zappelnden Molch. Schleudert ihn heftig auf den Steinboden. Noch einmal. Und noch einmal. Der Molch ist tot. Die Amsel pickt ihn auf, fliegt ins Gebüsch. Mahlzeit.

… schöner ein froh Gesicht, / Das den großen Gedanken / Deiner Schöpfung noch einmal denkt.

Veröffentlicht von gw am 21. Juni 2017 .
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