Beitrag ausdrucken Beitrag ausdrucken

Sonntag, 23. April, 6.45 Uhr

ACHTUNG: DIESER BEITRAG DARF NICHT
VOR DER SPERRFRIST, 23. APRIL 17.30 UHR, VERÖFFENTLICHT WERDEN! EIN
BRUCH DES EMBARGOS KÖNNTE DIE BERICHTERSTATTUNG
EMPFINDLICH EINSCHRÄNKEN.

Nein, keine Sorge, Sie dürfen weiterlesen. Es geht nicht um diesen Sonntagfrümorgensblog, sondern um die Top-Meldung der Nacht und deren Sperrfrist von dpa. Sie betrifft den … Sternmull. Bisher kannte ich nur den Nacktmull, sogar persönlich, denn ich habe ihn einmal im Osnabrücker Zoo besucht. Nun  habe ich also einen großen Wissensvorteil vor Ihnen und allen anderen Frühaufstehern, die keinen Zugriff auf dpa-Meldungen haben. Aber ich verrate nichts! Ich halte meine Schnauze. Wenn Sie wüssten, was der Sternmüll auf seiner Schnauze hat … aber Sie dürfen es erst um die Zeit wissen, zu der Sie auch das französische Wahlergebnis erfahren.

Das allerdings beunruhigt mich fast so sehr wie der Sternmull. Noch mehr beschäftigt mich aber unser uraltes Hundemädchen. Wenn Sie wüssten, welche Bescherung ich vorfand, als ich heute früh schlaftrunken die Treppe runter kam … zum Glück bin ich nicht reingetreten … es war bis an die Wände und den Vorhang gespritzt. Aber ich will das nicht weiter ausführen, sonst kommt Ihnen das Frühstücksmüsli mitsamt Kaffee hoch (so sah’s auch aus).

Einmal kurz geschüttelt. Sehr ernsthaft geht es weiter. Als zweite Amtshandlung des Morgens die Mail von Dr. Sylvia Börgens in die Mailbox gestellt. Empathie und Soziopathie. Die Wölfersheimer Diplom-Psychologin gehört zum Kern der Anstoß- und Blogleser, ihre Kommentare sind immer klug und hilfreich. Wie auch diesmal. Dass wir heute nicht weniger, sondern mehr Empathie haben, möchte ich gerne glauben. Ich habe im Sport-Stammtisch ja das Gegenteil behauptet. Vielleicht stimmt ja auch beides, so unlogisch das klingt: Dass nicht mehr Empathielosigkeit in der Welt ist, sondern dass es mehr Möglichkeiten für Empathielose gibt, ihre Gefühllosigkeit zur Schau zu stellen. Durch Mobbing im Internet via Facebook und Co., durch Handyfotos von allen Schrecklichkeiten, denen sie begegnen, zum Beispiel bei Unfällen. Bleibt nur noch meine Vermutung, dass dadurch auch das Mitgefühl abstumpft. Auch der BVB-Attentäter soll ja durch ein Videospiel zu seiner unglaublich irrsinnigen Tat inspiriert worden sein.

Nun wird es langsam Zeit für die Montagsthemen und ich habe wieder einmal keinen Schimmer, was ich schreiben könnte, selbst der Themenzettel gähnt mich leer an. Aber vielleicht nehme ich etwas aus dem Stein(es)bruch des Blogs mit. Empathie? Ja, sicher, weil es (mir) so wichtig ist. Und am Schluss ein Sternmull-Gag? Ja! Dann darf  ich auch das Schnauzenrätsel lösen. Steht ja erst morgen in der Zeitung. Nur dürfte ich die Kolumne erst nach 17.30 Uhr online stellen. Schaun mer mal.

Ganz sicher kein Thema für die Kolumne, aber (m)ein echtes Problem: Ich habe mit meiner ständigen Zwei-Finger-Kanonade auf der Tastatur das “e” zerstört. Die Taste ist zerbrochen, ich habe sie mit Tesafilm zu stabilisieren versucht, aber das “e” reagiert oft nicht mal auf meinen brutalen Druck. Ich bsse das so gut aus, wi ich kann, abr manch fhlndn “e” übrshe ich lider.

 

Baumhausbeichte - Novelle