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Ohne weitere Worte (vom 11. April)

45. Rohde auf dem Platz. War mal Stammkraft und angehender Held in Frankfurt. Wurde dann Ersatzmann beim FC Bayern. Und ist jetzt Perspektivspieler beim BVB. (aus dem Bayern-BVB-Liveticker des Magazins 11Freunde)
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»Ich habe schon meine Lehren gezogen aus dem, was in Hoffenheim passiert ist. (…) Vielleicht haben wir damals ein bisschen zu viel Statusdenken zugelassen. (…) Plötzlich fuhr der erste Ferrari durch Hoffenheim (…). Wenig später der erste Lamborghini. (Ralf Rangnick im Zeit-Interview)
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Wenn Nina Hagen röhrt, stehen sie alle, auch die Haupttribüne: »Wer lässt den Ball und Gegner laufen? Wer lässt sich nicht vom Westen kaufen?« (Alina Schwermer in der taz über Union Berlin, »das St. Pauli des Ostens«)
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»Hier in Leipzig haben wir lauter normale und geerdete Jungs. (…) Wir haben (…) – auch aus der Erfahrung von Hoffenheim – beim Gehalt eine Obergrenze, weil wir nicht wollten, dass Neuzugänge immer wesentlich mehr verdienen als die Spieler, die da sind.« (Rangnick/Zeit)
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57. Die Dortmunder Angriffsbemühungen sind in der zweiten Hälfte bislang so effektiv wie eine halbe Ecstasy-Pille für Pete Doherty. Überhaupt nicht. (11Freunde)
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»Putin isst gerne Bratwurst, was ihn mir persönlich sympathisch macht.« (Uli Hoeneß, Bratwurst-Hersteller, in Sport-Bild)
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Wenn Thiago konstant bleibt, könnte er der Welt tatsächlich dauerhaft jene anatomische Besonderheit vorführen, die vom Regelwerk offenbar gedeckt ist: Thiago hat Hände an den Füßen – so präzise bringt er die Bälle dahin, wo er sie haben möchte. (Javier Caceres und Christof Kneer in der Süddeutschen Zeitung)
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»Sie glauben gar nicht, was für ein liebenswerter Kerl Naby (Anm.: Keita) ist! (…) Er ist wie ein kleiner Koala-Bär, eigentlich möchte man ihn den ganzen Tag knuddeln.« (Rangnick/Zeit)
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»Manager wissen, dass es am cleversten ist, Entscheidungen zu vermeiden und hinterher auf der Seite zu stehen, die gesiegt hat.« (Frank Jakubzik, Autor des Buches »In der mittleren Ebene«, im Zeit-Interview)
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»Als Zehnjähriger hatte ich einmal, in aller Frühe, aus dem Eisenbahnfenster gesehen, wie in den Badezimmern, an denen wir vorbeifuhren, sich Männer zur selben Zeit rasierten. Ich fand das deprimierend und dachte nur: Niemals einen Beruf ergreifen wie alle anderen und mit ihnen zur selben Zeit aufstehen!« Also wurde er Journalist. (Patrick Bahners in einer FAZ-Rezension, aus Karl Heinz Bohrers Erinnerungsbuch »Jetzt« zitierend)
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Es kostet mich Jahre, mir etwas auszudenken, worüber ich schreiben will, und dann Jahre, um dem einen Rhythmus zu geben. Bis es so weit ist, können Imperien gefallen und Präsidenten gekommen und gegangen sein. Also bitte, wenden Sie sich nicht an meine Literatur, wenn Sie wissen wollen, was der Brexit bedeutet oder was für ein Hanswurst Donald Trump ist oder wie fies seine Gefolgschaft oder was postfaktisch heißt. Bitte kaufen Sie sich eine gute Zeitung dafür. (Colm Toibin, irischer Schriftsteller, in einem Gastbeitrag für die Welt)
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Mit den Nullzinsen aber soll es den verschuldeten EU-Ländern erleichtert werden, weiterhin Schulden zu machen. (…) Diese Regierungen machen Schulden mit Hilfe von Geld, das sich vorher auf deinem und meinem Sparbuch befunden hat und nun dort ist, wo es gerechterweise offenbar hingehört, zum Beispiel in der Wahlkampfkasse von Alexis Tsipras. Klar, das ist billige Polemik. (Harald Martenstein in seiner Kolumne im Zeit-Magazin über »Inflation und Gerechtigkeit«)
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Teure Polemik kann ich mir als Sparer leider nicht mehr leisten. (Martenstein/Zeit-Magazin)
(gw)
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(www.anstoss-gw.de mit gw-Blog »Sport, Gott & die Welt« /  Mail: gw@anstoss-gw.de)

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