Archiv für April 2017

Sonntag, 30. April, 7.00 Uhr

Großer Kampf. Klitschko hat zum Ende seiner Karriere sein – für Hardcore-Boxfans – Langweiler-Image gründlich korrigiert. Mit diesem verlorenen Super-Fight gewinnt er mehr Renommee als mit 20 seiner faustgefochtenen Kämpfe zuvor. Kaum zu glauben aber auch, dass er nicht nachsetzte, als Joshua stehend k.o. war. Ihm fehlt wohl doch der Killer-Instinkt. Was ja auch nicht unbedingt unsympathisch ist. Der letztlich entscheidende Schlag, dieser fürchterliche Treffer, der Klitschko buchstäblich vom Boden riss, wird in die Boxgeschichte eingehen.

Auf dem Zettel (nicht dem der Punktrichter, sondern auf meiner Stichwortliste) stehen auch der Brexit (wg. Joshua), die deutschen und damit auch die beiden mittelhessischen Sprinterinnen und ihre „WM“ (sehr heikles Thema aus lokalpatriotischer Sicht), der Meister-Empfang am Flughafen (1 Fan), der Maulwurf und die Walpurgisnacht. Aber das hat noch Zeit. Montagsthemen gibt es ja erst am Dienstag. Sie heißen dann auch nicht mehr Montagsthemen. Aber wie? Weiß noch nicht. Ma gucke, würde Beckenbauer sagen, wäre er Hesse.

Veröffentlicht von gw am 30. April 2017 .
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Montag, 24. April, 9.25 Uhr

Kurz vor einer Rad-Tagestour die OWW-Kolumne beendet. Jetzt muss ich nur noch den versprochenen Sternmull nachholen, dann geht’s los. Hoffentlich ist es dann schon etwas wärmer als beim Hundespaziergang: 1 Grad!

 

Der Sternmull-Artikel von dpa in Zitaten zusammengefasst:

22 fingerförmige Hautanhänge auf der Schnauze lassen den Sternmull oder auch Sternnasenmaulwurf (Condylura cristata) recht bizarr aussehen.

«Sternmulle können Futter (meist Käfer) in weniger als zwei Zehntel einer Sekunde identifizieren und auffressen, ihre Entscheidung, ob etwas fressbar ist oder nicht, fällt in acht Millisekunden», erklärt Kenneth Catania von der Vanderbilt University in Nashville (US-Bundesstaat Tennessee). Eine derart extreme Fressgeschwindigkeit sei von keinem anderen Säugetier weltweit bekannt.

«Das charakteristische Sternorgan an der Schnauze der Maulwürfe besitzt mehr als 100 000 Nervenfasern – fünfmal mehr als es für den Tastsinn in der menschlichen Hand gibt, alle gepackt auf eine Fläche von der Größe einer Fingerspitze», so Catania. Die Haut des Tentakelkranzes sei so feinfühlig, dass es bisher nicht gelungen sei, den kleinsten noch Neuronen aktivierenden Reiz auszumachen. «Der Stern ist das empfindlichste bei Säugetieren bekannte Tastorgan.»

Sternmulle sind fast blind. Wenn die etwa 50 Gramm wiegenden Tiere durch ihre Gänge kriechen, «schauen» sie sich mit ihrem Nasenstern um, indem sie ihn unermüdlich und rasend schnell bewegen – so schnell, dass die Tentakel für menschliche Beobachter kaum mehr zu erkennen sind

«Sternmulle sind ein Paradebeispiel für extreme evolutionäre Anpassungen», so Catania. Mit ihren schaufelartigen Vorderbeinen graben sie demnach Gänge dicht unter der Oberfläche in nassem Gelände und im morastigen Boden von Seen und Tümpeln. Auch am Grund von Bächen stöbern sie nach Insekten – und sie können unter Wasser riechen.

 

Interessanter Text. Aber ist er überhaupt irgendwo erschienen?

 

Veröffentlicht von gw am 24. April 2017 .
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Sonntag, 23. April, 6.45 Uhr

ACHTUNG: DIESER BEITRAG DARF NICHT
VOR DER SPERRFRIST, 23. APRIL 17.30 UHR, VERÖFFENTLICHT WERDEN! EIN
BRUCH DES EMBARGOS KÖNNTE DIE BERICHTERSTATTUNG
EMPFINDLICH EINSCHRÄNKEN.

Nein, keine Sorge, Sie dürfen weiterlesen. Es geht nicht um diesen Sonntagfrümorgensblog, sondern um die Top-Meldung der Nacht und deren Sperrfrist von dpa. Sie betrifft den … Sternmull. Bisher kannte ich nur den Nacktmull, sogar persönlich, denn ich habe ihn einmal im Osnabrücker Zoo besucht. Nun  habe ich also einen großen Wissensvorteil vor Ihnen und allen anderen Frühaufstehern, die keinen Zugriff auf dpa-Meldungen haben. Aber ich verrate nichts! Ich halte meine Schnauze. Wenn Sie wüssten, was der Sternmüll auf seiner Schnauze hat … aber Sie dürfen es erst um die Zeit wissen, zu der Sie auch das französische Wahlergebnis erfahren.

Das allerdings beunruhigt mich fast so sehr wie der Sternmull. Noch mehr beschäftigt mich aber unser uraltes Hundemädchen. Wenn Sie wüssten, welche Bescherung ich vorfand, als ich heute früh schlaftrunken die Treppe runter kam … zum Glück bin ich nicht reingetreten … es war bis an die Wände und den Vorhang gespritzt. Aber ich will das nicht weiter ausführen, sonst kommt Ihnen das Frühstücksmüsli mitsamt Kaffee hoch (so sah’s auch aus).

Einmal kurz geschüttelt. Sehr ernsthaft geht es weiter. Als zweite Amtshandlung des Morgens die Mail von Dr. Sylvia Börgens in die Mailbox gestellt. Empathie und Soziopathie. Die Wölfersheimer Diplom-Psychologin gehört zum Kern der Anstoß- und Blogleser, ihre Kommentare sind immer klug und hilfreich. Wie auch diesmal. Dass wir heute nicht weniger, sondern mehr Empathie haben, möchte ich gerne glauben. Ich habe im Sport-Stammtisch ja das Gegenteil behauptet. Vielleicht stimmt ja auch beides, so unlogisch das klingt: Dass nicht mehr Empathielosigkeit in der Welt ist, sondern dass es mehr Möglichkeiten für Empathielose gibt, ihre Gefühllosigkeit zur Schau zu stellen. Durch Mobbing im Internet via Facebook und Co., durch Handyfotos von allen Schrecklichkeiten, denen sie begegnen, zum Beispiel bei Unfällen. Bleibt nur noch meine Vermutung, dass dadurch auch das Mitgefühl abstumpft. Auch der BVB-Attentäter soll ja durch ein Videospiel zu seiner unglaublich irrsinnigen Tat inspiriert worden sein.

Nun wird es langsam Zeit für die Montagsthemen und ich habe wieder einmal keinen Schimmer, was ich schreiben könnte, selbst der Themenzettel gähnt mich leer an. Aber vielleicht nehme ich etwas aus dem Stein(es)bruch des Blogs mit. Empathie? Ja, sicher, weil es (mir) so wichtig ist. Und am Schluss ein Sternmull-Gag? Ja! Dann darf  ich auch das Schnauzenrätsel lösen. Steht ja erst morgen in der Zeitung. Nur dürfte ich die Kolumne erst nach 17.30 Uhr online stellen. Schaun mer mal.

Ganz sicher kein Thema für die Kolumne, aber (m)ein echtes Problem: Ich habe mit meiner ständigen Zwei-Finger-Kanonade auf der Tastatur das „e“ zerstört. Die Taste ist zerbrochen, ich habe sie mit Tesafilm zu stabilisieren versucht, aber das „e“ reagiert oft nicht mal auf meinen brutalen Druck. Ich bsse das so gut aus, wi ich kann, abr manch fhlndn „e“ übrshe ich lider.

 

Veröffentlicht von gw am 23. April 2017 .
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Ostermontag, 17. April, 6.40 Uhr

Erdogans unwilligste, aber beste Helfer kamen aus Deutschland, wo Politik und Medien sein Spiel mitspielten und nicht begriffen oder begreifen wollten, dass er sie mit seinen deutsch- und europafeindlichen Ausfällen und vor allem seinen – im Grunde nur albernen – Nazi-Vergleichen zu seinen Pawlowschen Hunden machte. Auf Erdogans listiges Stichwort sonderten sie prompt die gewünschte (selbst-)gerechte Empörung ab, die die ebenfalls und primär gewünschte Gegenreaktion bei vielen türkischen Bürgern provozierte.

Kleber & Co. waren jedenfalls das Zünglein an der Waage, das wohl die Wahl entschied. Insgeheim verleiht ihnen Erdogan seinen ersten Verdienstorden im neuen Allmachts-Amt. Demnächst rudert er generös zurück und kommt wieder auf uns zu. War doch nur ein Spiel, wird er sagen. Und ich hab’s gewonnen.

Selbstgerechte Empörung, sie scheint mir ein kennzeichnendes Merkmal unserer Zeit zu sein, in der ein gegensätzlicher Begriff wie schwarzer Humor keinen Platz mehr hat. Sogar ich, von klein auf ein Freund des schwarzen Humors gemäß seiner Definition, mit Entsetzen Scherz zu treiben, zuckte kurz zusammen, als ich las, was die Frankfurter Rundschau online verbreitete: „SGE macht keinen Terror und verliert ganz friedlich.“ Schnell wütete ein Kot-Orkan im Netz, die FR zog verschreckt das Schwänzchen ein und löschte den Satz. Das Problem beim schwarzen Humor: Es muss erkennbar sein, dass er mit dem eigenen Entsetzen Scherz treibt und nicht empathielos mit dem Entsetzen anderer, vor allem nicht mit dem der Betroffenen. Ohne diesen Hintergrund, des reinen Gags wegen, ist schwarzer Humor kein schwarzer Humor, sondern schwacher, schwachsinniger Brachialwitz.

Wie der FR-Satz gemeint war, weiß ich nicht. Jedenfalls kam er nicht als schwarzer Humor an, sondern als uneinfühlsame Flegelei. Was wiederum ein Indiz für das kennzeichnende Merkmal unserer Zeit ist,  jene  selbstgerechte Empörung, in der kein Platz mehr bleibt für echten, einfühlsamen schwarzen Humor.

Der bleibt, so oder so, immer eine Gratwanderung. Auch in Hoch-Zeiten des schwarzen Humors hatten seine Freunde, die auch Freunde des Humors von Mathias Beltz waren, Probleme mit dessen Vorschlag, der Wiener Bürgermeister, dem bei einem Briefbomben-Anschlag eine Hand zerfetzt worden war, solle in einen Sekond-Hand-Shop gehen.

Oha! Beim  Warmschreiben für die  Montagsthemen merke ich, dass ich den soeben geschriebenen Text als Einstieg in eines der  Themchen benutzen kann, für den das Stichwort „Sugerhand“ auf dem Zettel steht. Die Montagsthemen werden auch ab sofort nach Ostern (und Pfingsten) nicht mehr aus purem hessischen Trotz selbst am Dienstag Montagsthemen heißen, denn auch für solche kleinen Albernheiten scheinen in postironischen Zeiten die Sensoren zu verschwinden.

„Sugarhand“, das bezieht sich auf „Sugarfoot“, den einbeinigen College-Basketballer, über den ich in früheren Kolumnen  geschrieben habe. Und jetzt gewinnt eine US-Schule ein Basketball-Spiel, weil ein Junge, dem die Unterarme fehlen, in letzter Sekunde einen Dreier trifft. Auf Youtube hab ich mir es angeschaut, es ist beeindruckend, keineswegs ein Glückswurf, sondern mit … ganz feinem Händchen erzielt. Sugarhand eben.

Nennen will ich die dienstäglichen Montagsthemen   einfach nur „Nach Ostern …“ und beginnen mit dem möglichen Zeitenwende-Spiel der Bayern. Plus BVB. Plus Eloise von Barry Ryan. Plus Willensfreiheit. Plus Goldkäse-Sägen.Plus sensationelle Schweinsteiger-Serie. Alles werde ich allerdings nicht unterbringen können. Und habe ich vor ein paar Sätzen von einem „kennzeichnenden Merkmal“ geschrieben? Das ist doch doppelt gemobbelter weißer Schimmel, oder? – Aber darüber denke ich später nach. Soeben kommen Kaffee, Kuchen, Knicks und Kuss. KKKK bleibt, was immer kommen mag.

Breaking News nach einem Blick aus dem Fenster: Es schneit! „Nach Ostern …

P.S.:    … und der Schnee bleibt liegen!

P.S

Veröffentlicht von gw am 17. April 2017 .
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Karfreitag, 14. April, 7.00 Uhr

Jati isse san ti Megali Paraskevi? Warum bist du wie Karfreitag?,  fragen die Griechen, wenn jemand sehr traurig aussieht. Der Große (megali) Freitag (Paraskevi) ist nur einer von vielen „megali“ Tagen in der Osterwoche, denn die heißen in der Großen Woche (Megali Efsomasa) alle „megali“. Was ich alles weiß, gelle? Aber erst seit heute. Dank meinem griechischen Sprachkalender. Leider habe ich jede Tages-Lektion schon vor der nächsten vergessen. Aber der Große Karfreitag, der ist leicht, den müsste ich behalten können.

Mein schwaches Kurzzeitgedächtnis ist kein Altersleiden. Schon zu Memory-Zeiten habe ich vergeblich versucht, mir wenigstens zwei oder drei Bildchen zu merken. Unfassbar, wie die Mitspieler, vor allem die jüngsten, die Kärtchen einsammelten!

Vor einem Monat ist Brian Oldfield gestorben. Der ehemalige Kugelstoß-Weltrekordler war mein „Freund“, obwohl ich ihn nie kennengelernt habe. Mein Facebook-„Freund“, wie noch ein paar andere ehemalige US-Werfer wie Al Feuerbach oder MacWilkins (die ich recht gut gekannt habe). Ich war neugierig, was die alten Jungs so treiben, deswegen die FB-„Freundschaft“, und wurde und werde immer melancholisch, wenn ich sah, wie sehr sie in den alten Zeiten verhaftet waren/sind und immer wieder alte Fotos und Texte von sich posteten. Einer der Eifrigsten war Oldfield. Wenn er aktuelle Bilder von sich hoch lud, sah ich einen schweren Mann  am Stock oder im Rollstuhl. Späte Folgen buchstäblich knochenbrechender körperlicher Höchstbelastung über Jahrzehnte hinweg, für die Oldfield bekannt war.  „The Big O“, wie ihn die Amis, das „Tier“, wie wir ihn nannten, voller beeindruckter Hochachtung.

Auch im „Anstoß“ habe ich schon von ihm berichtet. So zum Beispiel:

Das für mich verblüffendste (schon alte) Video wurde jetzt wieder von Brian Oldfield persönlich hochgeladen, ehemaliger Kugelstoß-Weltrekordler und heutiger Nostalgiker in eigener Sache. Auf Facebook führt der ehemalige Zweieinhalb-Zentner-Athlet einen Dunking vor und schmettert den »Ball« fast aus dem Stand, nur mit einem Impuls-Schritt, durch den Korbring. Der hat die offizielle Höhe von 3,05 m, und der »Ball« ist eine 15 Pfund schwere Wettkampf-Kugel. Auch diese Sequenz endet mit einem Schmankerl: Wettlauf Oldfields gegen eine Weltklassesprinterin, der Koloss gewinnt klar, galoppierend wie ein durchgehender Hengst. Die Geschlagene ärgert sich tierisch, Oldfield packt sie und wickelt sie sich wie ein Stoffpüppchen fröhlich um den Hals.

Als ich jetzt im Netz nach ihm suchte, fand ich auch seine 100-m-Bestzeit: 10,5 Sekunden!

Typisch: Im englischen Text von Wikipedia steht, dass Oldfield an den Folgen der körperlichen Überlastung gestorben ist, in der deutschen Übersetzung wird daraus Tod durch Anabolika . Ansonsten wurde Oldfields Tod bei uns in Deutschland in den Medien nicht thematisiert, wohl weil er längst vergessen war. Ich erfuhr es auch nur von den anderen FB-„Freunden“, die R.I.P.-Bekundungen gepostet haben.

Tod durch Anabolika? Stimmte schon bei Birgit Dressel und Ralf Reichenbach nicht, und jetzt bei Oldfield wohl auch nicht. Bei den beiden Deutschen weiß ich es. Im Gegensatz zu den Journalistenkollegen habe ich die 2000 Seiten einer Untersuchungskommission gelesen (Dressel), und wie und warum mein Freund Ralf starb, steht im „Sport-Leben“ (Links rechts).

Als ich 1972 als Volontär in die Sportredaktion kam, waren wir zu viert. Alle im gleichen Alter. Im Lauf der Jahre sind die anderen drei gestorben, an schweren Krankheiten, die man bei mir auf Anabolika zurückgeführt hätte. Ich bin übrig und bisher von schweren Krankheiten verschont geblieben. Reine Glücksache, für die ich demütig dankbar bin.

Warum wird von den Folgen des Hormon-Dopings gewarnt, das nur über wenige Wochen im Jahr und nur in den wenigen Jahren im Leistungssport vorkam, aber nie von der ähnlich wirkenden und geschlechtslebenslangen Hormon-Manipulation durch die Anti-Baby-Pille? Und dass zum Beispiel bei Geschlechtsumwandlungen ebenfalls lebenslange Hormonbehandlungen  mit hundertfachen Dosierungen als selbst bei den wahnwitzigsten Dopern üblich sind? Weil nicht sein kann, was nicht sein darf?

Das ist keine Verharmlosung von Anabolika-Doping. Es ist nur der falsche Weg,  vor allem vor den gesundheitlichen  Risiken zu warnen. Im Leben eines Leistungssportlers gibt es noch ganz andere, gravierende Risiken, die man eingeht, ohne dass sie ansatzweise mit Doping zu tun hätten. Bei mir war es zum Beispiel das idiotische Mästen, um als genetisch Schlanker den bewunderten und bestaunten „Tieren“ zu ähneln. Zum Glück bin ich offenbar genetisch auch robust angelegt. Toitoitoi.

Mein Mantra: Man verzichtet auf Doping nicht, weil es gefährlich sein könnte, sondern weil man damit vor sich selbst nicht besteht. Weil es ein Armutszeugnis ist. Allerdings ist „Doping“ in allen anderen Lebensbereichen nicht nur nicht verboten, sondern sogar angesagt. Nur nennt man es hier nicht Doping, sondern Selbstoptimierung. Von Botox und Neue-Titten-Tackern übers gerontophil beworbene  Testosteron bis zu Provigil.

Provigil. Gutes Stichwort für die gleich zu schreibende Kolumne. Zu beginnen aber mit BVB-Anmerkungen. Und einem Satz, oder zwei, zum Nike-Marathon-Projekt. Und: Wer hat den Gold-Käse wohin gerollt? Und gesägt? So wie Jürgen von Manger einst die Schwiegermutter?

Viel Stoff am Großen Freitag. Gleich pack ich’s an.

 

Veröffentlicht von gw am 14. April 2017 .
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