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Ohne weitere Worte (vom 28. März)

Schweinsteiger-Mania in Chicago (Bild-Schlagzeile)

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Schweinsteiger schlägt große Skepsis entgegen (Schlagzeile in der Frankfurter Rundschau)

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Gibt es heute einen Spieler, der mit dem Zidane von damals vergleichbar wäre? – »Definitiv nicht.« (…) – Weil Sie einfach einzigartig waren? – »Damit bin ich einverstanden. Ich war einzigartig.« (Zinedine Zidane im Welt-Interview)

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Nach zwei Metern seines Jubels realisierte er, dass er sich da gerade ein Denkmal gesetzt hat. Eines das für ewig bleibt. Auf das keine Tauben scheißen oder Vollidioten pinkeln können. (…) Weil man bemerkte, dass mit Poldis Abschied irgendwie auch ein eigener Lebensabschnitt zu Ende geht. Der letzte Schultag, der letzte Kuss mit der Liebe deines Lebens, Poldis letzter Knaller. So was kommt nie wieder. (Benjamin Kuhlhoff im Fußball-Magazin 11Freunde)

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Man muss ja nicht immer Tränen vergießen, um Emotionen zu zeigen. (Lukas Podolski nach dem Spiel)

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»Wir haben Fans, die kommen von überall her in unser Stadion. (…) Für die es billiger ist, sich in London in eine Maschine zu setzen, rüberzufliegen, hier eine Eintrittskarte zu kaufen, als sich Premier League in ihrer Heimatstadt anzuschauen.« (St.-Pauli-Trainer Ewald Lienen im Interview der Frankfurter Allgemeinen Zeitung)

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»Es muss alles auch sozial verträglich sein. (…) Wie viel Wachstum ist noch möglich? Das liberale Wirtschaftsdenken (…) – kann man das noch so weiterführen, oder passiert irgendetwas? Solche Bereinigungen gab es in der Geschichte immer mal, durch Kriege, Inflation (…) oder andere Ereignisse. So einen Einschnitt kann es auch mal im Fußball geben.« (Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff im Interview der Frankfurter Allgem. Sonntagszeitung)

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Gefeiert werden (Anm.: Manuel Neuers Hochzeit) soll angeblich in einem Städtchen, das sich »mitten im Absatz des Stiefels von Italien« befindet: »Wie passend für einen Fußballer!«, meint Bunte. Logisch, Bunte, weil Fußballer ja auch ständig mit dem Absatz spielen, vor allem Torhüter wie Neuer. Aber ein Land, das wie ein Handschuh aussieht, ließ sich für die Hochzeit auf die Schnelle wohl nicht finden. (»Herzblatt-Geschichten« von Jörg Thomann in der FAS)

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Wenn Sie 100 Menschen auf der Straße fragen, sagen 95, Afrika sei ein Land.« (Entwicklungsminister Gerd Müller, zitiert in Bild)

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Das Goldene Blatt: »Lilly Becker (40) hat sich ihr Lieblingsland auf die Rippen tätowieren lassen. (…) Dort prangt jetzt der Umriss des afrikanischen Kontinents..« Womit wir immer noch nicht ihr Lieblingsland kennen, aber Das Goldene Blatt kennt halt auch nicht den Unterschied zwischen Land und Kontinent. (Thomann/»Herzblatt-Geschichten«/FAS)

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»Ich (…) sagte im US-Fernsehen im breitesten Sächsisch: ›Ei kähm tu Tzschintzschinättie tu winn mei teitel bäck.‹« (Katarina Witt im Spiegel-Interview über die WM 1987 in Cincinnati)

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»Für einen Amerikaner oder Europäer der Gegenwart ist Coca-Cola die größere Bedrohung als al-Qaida.« (Yuval Noah Harari, israelischer Historiker, im Spiegel-Interview über die Folgen von Übergewicht)

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Nach Trumps Wahl kündigten Sie an, all Ihr Geld in einen Bunker zu investieren … – »… den fülle ich mit Büchern, Platten und Alkohol! Wir graben uns ein und kommen erst in vier Jahren raus. Dann werden auf der Erde nur noch Skorpione übrig sein, und Keith Richards.« (Krimi-Bestsellerautor Ian Rankin im SZ-Interview)

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»Ich mochte Sex nie. Das Körperliche schon, aber dieses Rammeln … scheußlich!« (Ex-Sex-Symbol Ingrid Steeger, 70, im Bild-Interview)  (gw)

* (www.anstoss-gw.de mit gw-Blog »Sport, Gott & die Welt« /  Mail: gw@anstoss-gw.de)

Baumhausbeichte - Novelle