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Donnerstag, 16. März, 11.30 Uhr

Gestern hatte Henni Geburtstag, der (Henni, nicht der Geburtstag) nun auch schon seit über 15 Jahren Freund und “Anstoß”-Mitwirker ist. Unvergesslich unser Treffen auf dem Mainschiff-Restaurant am Sachsenhäuser Ufer mit Matthias Beltz, war’s 2000?, oder 2002?, als wir bei Äppler und gegenseitigen Veräppelungen (das Aufnahmegerät von “Toningenieur” Siggi streikte, heute stellvertretender Chefredakteur in unserem Verlag /Siggi, nicht das Aufnahmegerät) eine Fußball-WM oder -EM bekakelten und Sport, Gott und die Welt in einem Aufwasch miterledigten. Aus dem stundenlangen Gespräch stellte ich lauter kleine Textstücke zusammen, mit denen ich WM- (oder EM?)-Anstoßkolumnen bastelte, denn irgendwas vom Schiff passte immer.

Wie komme ich darauf? Ach so, Hennis Geburtstag. Ich führe keine Geburtstagskalender, vergesse daher viele (an alle: tut mir leid, immer wieder!), aber Hennis Geburtstag vergesse ich nie – wegen Caesar. Die Iden des März!

Heute in der Post: Dickes Magazin der Frankfurter Allgemeinen. “Quarterly.” Geschenkt. Für mich im doppelten Sinn. 1. Geschenkt, weil ich Abonnent der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung bin, meinem liebsten Zeitungslesestoff überhaupt. Ich dürfte “Quarterly” daher sogar für 6 statt 10 Euro pro Exemplar abonnieren. Aber jetzt kommt Punkt 2: Im Editorial heißt es, “Unter den vielen Zukunftsaufgaben dieses, der Zukunft ohnehin sehr zugewandten Magazins, ist diese hier eine der wichtigsten: Wir wollen das immer noch sehr populäre Vorurteil bekämpfen, wonach Geist und Glamour, Intellekt und Mode, Sinnstiftung und Sinnlichkeit einander fremd bis feindlich gegenüberstehen.” Liewe Leut. Nix für mich. Geist und Glamour, Intellekt und Mode – da bin ich nicht eure Zielgruppe. Obwohl “ein Kleid, etwa von Chanel, zu einem Kopf, dem man ein paar Gedanken zutraut, immer besser passt als zu einem leeren Gesicht”. Also, wenn ich ein Kleid von Chanel anziehe, habe ich mit Sicherheit ein leeres Gesicht, egal ob mit oder ohne ein paar Gedanken.

Schöner Tag heute. Kein Tag fürs Büro. Ein Hoch auf den Ruhestand. Garten, im Freien lesen, Radfahren. Und die Wahl in Holland. Unsere Freunde aus Den Haag whatsappen ihre Freude in die Welt hinaus. Auch bei uns scheint der Trend zum Dumpfbackigen gebrochen. Dank Trump?

Baumhausbeichte - Novelle