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Gerhard Merz: Mit binär-gesinnungsethischen Grüßen

Eigentlich wollte ich nur etwas zu den Bolzplatz-Regeln schreiben, aber beim Weiterlesen sind mir noch ein paar andere Sachen aufgefallen, auf die ich reagieren will. Einem meiner Lieblings-Zitate folgend, fange ich hinten an, denn darauf läuft’s am Ende hinaus!

 

  1. Für den Fall, dass mit den parteipolitischen „Ultra-Fans“ (auch) ich gemeint gewesen sein sollte, wäre ich für entsprechende Belege doch dankbar, denn genau das, vor allem aber die „binäre politische Logik“ versuche ich eigentlich zu vermeiden. Obwohl ich sehr wohl überzeugt bin, dass es auch in der Politik „richtig“ und „falsch“ gibt – wenn auch nicht immer. Allerdings ist das Ergebnis nicht „Unentschieden“, sondern „Kompromiss“.
  2. Damit bin ich bei der zwei(letzten) – je nach Perspektive –Anmerkung: Was wäre die von Ihnen bevorzugte „Verantwortungsethik“ ohne die zu Unrecht geschmähte „Gesinnungsethik“? Sie hätte keinerlei Maßstab mehr, an dem sie ihre Verantwortung auszurichten hätte und würde zur beliebigen Begründungsstrategie für das je opportune Handeln degenerieren.
  3. Und nun zu den wirklich wichtigen Dingen: Wann hatte man je 22 Leute auf einem Bolzplatz? Und eine der Grundregeln war doch, dass immer nur auf ein Tor gespielt wurde. Unbedingt einverstanden bin ich mit der Übertragung der Regel  „Drei Ecken, ein Elfer“, auch wenn damit die Bayern das legendäre Spiel gegen Chelsea („Finale dahoam“) haushoch gewonnen hätten, da hatten sie nämlich gefühlte 137:1 Ecken…..

 

Herzliche binär-gesinnungsethische Grüße vom politischen Bolzplatz! (Gerhard Merz/Sozial- und familienpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion)

 

 

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