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Sonntag, 19. Februar, 11.45 Uhr

Montagsthemen sind gut geflutscht und nach meinem Empfinden und für meine Verhältnisse wirklich gut. Aber das kann täuschen, muss ich immer anfügen. Das Urteilsvermögen für eigene Texte ist begrenzt.

Ich wollte auch über David Storl schreiben, aus Interesse an der eigenen früheren Disziplin, habe es aber gelassen, aus Platzgründen (Kolumne ist eh zu lang geworden, sorry, Jungs in der Redaktion) und weil mein Interesse ganz sicher nicht dem der Lesermehrheit entspricht. Hier im Blog kann ich aber loslegen: 2012 in London sagten alle, auch der polnische Olympiasieger, dass nun die Zeit von Storl anbricht, eine neue Ära im Kugelstoßen. Auch ich war sicher, dass der Junge in neue Dimensionen vorstoßen würde. Aber Storl kam in die besten Athletenjahre , wurde aber nicht besser, sondern schlechter als in jungen Jahren. Jetzt, bei der Hallen-DM, wird er von den Journalistenkollegen schon gepriesen, weil er weit vor der deutschen Konkurrenz lag. Das darf aber für ein Jahrhunderttalent wie Storl kein Kriterium sein. Auch nicht, dass er die Hallen-Jahresweltbestenliste anführt. Mit etwas über 21 m . Den DM-Titel gewann er mit etwas unter 21 m. Zum Vergleich: Gerade eben  habe ich die Ergebnisse des Kugel-Meetings in Auckland gegoogelt. Olympiasieger Crouser gewann vor ein paar Stunden mit 22,02, Walsh stieß als Zweiter 21,46. Jacko Gill, das zweite Jahrhunderttalent, wurde Dritter mit 20,69m.

Crouser, Kovac und Walsh könnten langsam in Weltrekordnähe kommen, dorthin, wo ich Storl schon für 2013, 2014 erwartet hatte. Warum, wieso diese Entwicklung? Keine Ahnung, bin mittlerweile zu weit weg vom wirklichen Geschehen. Andere raunen natürlich von Doping und Nicht-Doping, aber so weit weg bin ich nun doch nicht, um es mir so einfach zu machen.

Baumhausbeichte - Novelle