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Donnerstag, 19. Januar, 17.15 Uhr

Zwei Mal hintereinander derselbe Autor in der Mailbox – das verhindere ich normalerweise, doch diesmal mache ich eine Ausnahme. Sind ja auch nur zwei ganz kurze Stücke. Und zum “Gesicht”: Sie versucht es immer wieder! Aber ich bleibe hart. Süß ist kein …

Der Absender der “Nicht nur zur Weihnachtszeit”-DVD  hat sich gemeldet. Er kommt nicht aus Frankfurt, wie ich aus der im Schnee zerlaufenen Schrift vermutet hatte, sondern aus Gießen. Es ist Werner Haaser, und ich danke ihm noch einmal sehr herzlich.

Was ganz anderes: Die beiden Hündinnen sind läufig. Das macht alle Rüden im Dorf verrückt. Das ist zwar selbst für den Blog eine nicht erwähnenswerte Belanglosigkeit, bringt mich aber auf ontologische Gedanken (drunter mach ich’s nicht). Die alte Hündin, für ihre Rasse (Berner Sennenhund) mit 13,5 Jahren fast schon kein Methusalem mehr, sondern ein Hundeweltwunder, ändert ihren lieben, stillen, zurückhaltenden, an anderen Hunden uninteressierten Charakter grundlegend, ist unruhig, hechelt den ganzen Tag, frisst nicht und heult vor Sehnsucht nach einem (zwei, drei, viele?)  Rüden wie ein Wolf. Sie macht sich total verrückt, regt sich auf, verausgabt sich, und das alles als uralte Greisin. Und warum? Wegen ein paar Hormonen. Die bestimmen in ihrer Vielfalt unser Leben und unser Sein, ob als Hund oder Mensch. Hier ein paar mehr, dort ein paar weniger, und schon ist man ein anderes Wesen. Soviel für heute zum Thema selbstbestimmtes Leben.

 

Baumhausbeichte - Novelle