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Doris Heyer: Willkommenskultur und Realität

Ob es Herrn Lenz gefällt oder nicht, die Willkommenskultur in der
Flüchtlingskrise ist längst der Realität gewichen. Wer vor einem Jahr,
wie einige von uns, vor einer zu grossen und nichtkontrollierten
Zuwanderung gewarnt hatte, wurde in die rechte Ecke gestellt. Das
Ergebnis haben wir heute, Pegida und AfD, schlimmer kann es doch nicht
kommen. Wer hier Schutz vor Krieg sucht, bekommt zu Recht Asyl und wird
auch aufgenommen. Wer hier ein besseres Leben als zu Hause will, Frau
und Kinder zurücklässt, obwohl es doch so schlimm zu Hause ist, der hat
zumindest in meinen Augen kein Recht auf Asyl und wandert nur in unsere
Sozialsysteme ein, die kein anderes Land auf der Welt bietet, das
spricht sich rum. Hoffen wir, dass jetzt wirklich dort, wo es nötig ist,
zurückgerudert wird und nur die wirklich Verfolgten hier Asyl bekommen,
nur so können wir den rechten Rand noch etwas in Schach halten, auch
selbst ein Land wie Deutschland kann sich überfordern. Die Tafeln reden
von immer mehr älteren Menschen, die auf ihre Hilfe angewiesen sind und
das sind  die Menschen, die Deutschland nach dem verheerenden Krieg
wieder mit aufgebaut haben, an die denke ich und denen gehört meine
Solidarität. Also Herr Steines, Ihre auch zu diesem Thema  etwas
kritische Haltung hat viele Unterstützer, seien Sie sich dessen gewiss,
auch das ist die Aufgabe eines Journalisten. (Doris Heyer/Staufenberg-Treis)

Baumhausbeichte - Novelle