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Ohne weitere Worte (vom 20. Dezember)

Kluges, Originelles, Peinliches, Schräges, Dümmliches, Witziges oder einfach nur Interessantes, gesucht und gesammelt in der deutschen Medienlandschaft.

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Keiner ruft »Scheißmillionäre!« Weil die Spieler nicht direkt die Ausbeuter sind. Das ist bei Volkswagen anders, wo die Chefs betrogen haben und sich trotzdem fette Boni auszahlen. Da steckt Dynamit drin, nicht in dem Fall des Fußballers, der 20 Millionen an der Steuer vorbei schleust. Selbst Ronaldo geht noch jeden Tag zur Arbeit und trainiert. Die eigentlichen Scheißmillionäre sind die Spielerberater. (Christian Petzold, Filmregisseur und Gladbach-Fan, in einem Gastbeitrag für die Zeit)

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»Klar braucht man Talent, aber was man vor allem braucht, ist Einstellung. (…) Du musst bereit sein, alles zu geben und auf der anderen Seite auch auf alles zu verzichten, was im Weg stehen könnte. (…) Ich brauchte als Sechzehnjähriger nicht meinen ersten Vollsuff, ich musste nicht in die Disco gehen oder mit Mädels was haben. Ich wollte turnen, turnen, turnen.« (Fabian Hambüchen im Interview der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung)

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Timo Werner (holte) einen Elfmeter heraus – durch eine sogenannte Schwalbe. Hätte ihn der DFB dafür bestrafen sollen? – »Ich finde es gut, dass er nicht gesperrt wurde. Fußball ist auch Raffinesse (…) – man versucht halt, sich einen Vorsprung zu verschaffen.« (Andreas Möller im Spiegel-Interview)

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Ihre Schwalbe im Spiel von Borussia Dortmund gegen den Karlsruher SC (…) gilt als die berühmteste Schwalbe der Bundesligageschichte. – »(…) Ich hatte mir den Ball wohl zu weit vorgelegt, kam nicht mehr heran. Ich war ein junger Kerl, es gab für mich keinen anderen Ausweg. Da habe ich versucht zu täuschen.« (Möller/Spiegel)

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»In Newcastle hatten wir einen italienischen Außenverteidiger, dem die Jungs vorhielten, er zeige nicht genug Herz (…) In seinem Paket lag prompt ein echtes Schweineherz. Einige Sachen waren echt grenzwertig. Ich bekam zum Beispiel ›Mein Kampf‹ von Adolf Hitler geschenkt.« (Didi Hamann im Sport-Bild-Interview über die Bräuche bei internen Weihnachtsfeiern englischer Fußballprofis)

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In jedem meiner Filme benenne ich eine Figur nach einem Gladbacher Spieler. In den Polizeirufen heißt die Kommissarin Constanze Hermann – wie Patrick Hermann. (…) Und in meinem Debüt gab es in Leverkusen einen Kosmetiker namens Hans Vogts, der befingerte Frauen. Berti war eben nicht mein Lieblingsspieler. (Petzold/Zeit)

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Haben Sie manchmal ein schechtes Gewissen als Skifahrerin auch aus Umweltgründen? – »Absolut. Ein Skifahrer verbraucht pro Tag etwa so viel Energie wie ein Kühlschrank in zwei Wochen.« (Antje Rávic, Schriftstellerin und Skifahrerin, im Interview des FAZ-Magazins)

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»Ich ging (…) mit 30 auf die Bühne, da hören andere schon wieder auf. Mit 30 war Schweini schon fertig.« (Ina Müller, Entertainerin und Sängerin, im Interview der Süddeutschen Zeitung)

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Haarpflege. Stimmt es, dass Robert Huth genau ein H mehr hat als Sie? (aus »Fragen an Mark Uth, die wir uns nicht getraut haben« im Fußball-Magazin 11Freunde) (gw) * (www.anstoss-gw.de mit gw-Blog »Sport, Gott & die Welt« /  Mail: gw@anstoss-gw.de)

Baumhausbeichte - Novelle