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Sonntag, 11. Dezember, 19.05 Uhr

Auf der Hinfahrt bei Siegen in einen gerade erst anschwellenden Stau geraten. Etwa 200 Meter vor mir (habe ich später gesehen) ist ein Auto in die Leitplanke gefahren (auch später gesehen: Totalschaden, aber nicht so zerknatscht, dass der Fahrer sehr schwer verletzt sein könnte). Etwa 45 Minuten Stillstand. Ich denke über die Montagsthemen nach. Wäre ja peinlich, wenn Rene Schubert heute abend entlassen würde, und bei meinem Beethoven/Schubert-Gag würde das gar nicht erwähnt. Rene Schubert? Rene Schubert? Irgendetwas dämmert mir, aber dann geht es im Schritttempo weiter, dann ist freie Fahrt, und ich verliere den Gedanken aus dem Kopf.

Rückfahrt. Auf die Sauerlandlinie einbiegend, beginnt es stärker zu regnen. Nebelschwaden ziehen auf. Ich fahre brav langsam auf der rechten Spur. Da kommt der Gedanke wieder. Rene Schubert? Rene Schubert? Heißt der Gladbacher Trainer überhaupt Schubert?  Oder Schumann? Oder wie? Wie peinlich das wäre, mit Namen zu jonglieren, und einer ist völlig falsch. Da dringt zum Abschluss der kaum hingehörten 18.00-Nachrichten auf WDR2 die Bundesliga-Meldung vom Gladbacher Sieg durch und in mein Ohr …”die Mannschaft von Andre Schubert …” ANDRE! ANDRE! SCHEISSE! SCHEISSE! Meine allerliebste Zielgruppe schreckt auf. Was ist? Einen Namen falsch geschrieben, und das in einem Namensgag, wie peinlich! Ich drücke aufs Gas, damit der Fehler nicht allzu lange im Netz bleibt. Fürs Blatt ist es sowieso noch früh genug. Außerdem haben es die alten Kollege (also die jungen)  sicher schon korrigiert. Oder haben sie gedacht: Das ist sicher einer der verqueren Gags des Alten, die kein Mensch versteht, lassen wir’s drin.

Zu Hause mich zuerst auf die erste Sportseite eingeklinkt. Aha, sie haben den Rene in Andre verbessert (die zugehörigen “Aksondebüts” finde ich im Blog-Programm nicht). Jetzt aber schnell zum Blog, auf den keiner außer mir Zugriff hat. Und da steht … Andre. Alles richtig. Der “Rene”  hat sich erst beim Stau in den Kopf geschlichen, sich versteckt, später wieder bemerkbar gemacht, um mich dann bei den WDR2-Nachrichten ganz außer Fassung zu bringen. Da reescht mer sich uff wesche nix!

Unter den Mails u.a. ein schöner Text von Dr. Sylvia Börgens zum Senioren-Journal. Stelle ich sogleich in die Mailbox. Bitte lesen! Sehr zu empfehlen, vor allem für andere griesgrämige Alte.

Baumhausbeichte - Novelle